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Russische Regierung und Militär zwischen Krimkriegstrauma und imperialer Expansion
Art: Zusammenfassungen
Hochgeladen am 12.02.2023
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Exzerpt: Nikolaus Katzer, Russische Regierung und Militär zwischen Krimkriegstrauma und imperialer Expansion, in: Michael Epkenhans/Gerhard P. Groß (Hrsg.), Das Militär und der Aufbruch in die Moderne. 1860-1890, München 2003, S. 51-73. Nach der Niederlage im Krimkrieg befand sich Russland zum ersten Mal in einer untergeordneten Position. Unter Alexander II. wurde die Zensur abgeschafft (eine Politik der "Offenheit"). Die Parallelität von inneren Reformen und kolonialer Expansion. Die Näherung zwischen Armee und Gesellschaft nach den Militärreformen der 1860er und 1870er Jahre. Die allgemeine Beteiligung des Militärs an der Politik. Gründung der Russischen Geographischen Gesellschaft. Militärreform: Senkung der Militärausgaben in Friedenszeiten, gleichzeitige Erhöhung der Personalstärke in Kriegszeiten; effektive, teilweise zentralisierte Militärverwaltung, technologischer Durchbruch, Verkürzung der Dienstzeiten. Der Kampf gegen den Analphabetismus unter den Soldaten, z.B. das neue Programm an der Militärakademie, die Kadettenschulen. Interessengruppen von Alexander II.: die Ökonomengruppe stand für fiskalische Stabilität und Wirtschaftswachstum, die Militärgruppe für eine moderne Armee und die Verteidigung der Reichsinteressen. Die Hauptaufgabe der Russischen Geographischen Gesellschaft bestand darin, zuverlässige geographische Informationen zu sammeln und zu verbreiten. Die Expeditionen der Gesellschaft spielten eine wichtige Rolle bei der Erforschung Sibiriens, des Fernen Ostens, Mittel- und Zentralasiens, des Weltozeans, der Entwicklung der Schifffahrt, der Entdeckung und Erforschung neuer Länder und der Entwicklung der Meteorologie und Klimatologie. Die Entwicklung des Konzepts des "Eigenen" und des "Fremden". Die Expansion in die Tiefen Sibiriens trug zur Ausweitung des Begriffs "Russland" bei. Russland wurde nun als autonome euro-asische Einheit konstituiert.