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Lingua tedesca 2 - Die deutsche Syntax, Appunti di Lingua Tedesca

Appunti discorsivi e completi delle lezioni integrati con le slide fornite dalla professoressa. Con simulazione d'esame alla fine. Topic: - Textsorten (+ analyse) - Leserbrief - Textinterne Merkmale - Einführung in die Syntax - Arten von Wörter - Arten von Phrasen - Syntaktische Funktionen - Das topologische Modell - Komplexe Sätze und Nebensätze im topologisches Modell - Übersetzung (tips und linguistische Phänomene)

Tipologia: Appunti

2025/2026

In vendita dal 25/06/2026

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Lingua tedesca 2
DEUTSCHE SPRACHE 2
Cognola Federica
TOPOLOGISCHES SATZMODELL
Vorvorfeld
Vorfeld
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Mittelfeld
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1 Konstituente;
kann auch leer
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finites Verb
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(restlichen)
Verbalkomplex
0- ca. 2
Konstituenten,
in der Regel
Nebensätze
Il modulo tenuto dalla docente (30 ore, 2 semestre) mira a fornire un inquadramento della sintassi della
lingua tedesca nei suoi diversi registri e in diverse tipologie testuali (Textsorten).
Attraverso l’analisi e la traduzione di esempi di lingua reale tratti da testi appartenenti a diverse tipologie
testuali e diversi registri, il modulo mira a consolidare ed ampliare la padronanza della lingua tedesca
degli studenti, con particolare riguardo del livello lessicale, morfologico e sintattico.
A conclusione del modulo gli studenti saranno in grado di riconoscere i principali fenomeni di sintattici
del tedesco, analizzarli e tradurli in italiano in modo corretto, anche in relazione alla specifica tipologia
testuale in cui compaiono.
Il lavoro teorico sarà affiancato e sostenuto da un lavoro di traduzione che gli studenti svolgeranno in
parte in autonomia.
1) Traduzione di un breve testo in tedesco contenente uno o più fenomeni trattati a lezioni;
2) domanda teorica a stimolo chiuso con risposta aperta su uno o più fenomeni linguistici presenti
nel brano da tradurre;
3) esercizi (per es analisi sintattica) sul fenomeno/fenomeni in esame.
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Lingua tedesca 2

DEUTSCHE SPRACHE 2

Cognola Federica

TOPOLOGISCHES SATZMODELL

Vorvorfeld Vorfeld L.K. Mittelfeld R.K. Nachfeld

1 Konstituente; kann auch leer sein

finites Verb subord. Element

0-x Konstituenten

(restlichen) Verbalkomplex

0- ca. 2 Konstituenten, in der Regel Nebensätze

Il modulo tenuto dalla docente (30 ore, 2 semestre) mira a fornire un inquadramento della sintassi della lingua tedesca nei suoi diversi registri e in diverse tipologie testuali (Textsorten). Attraverso l’analisi e la traduzione di esempi di lingua reale tratti da testi appartenenti a diverse tipologie testuali e diversi registri, il modulo mira a consolidare ed ampliare la padronanza della lingua tedesca degli studenti, con particolare riguardo del livello lessicale, morfologico e sintattico. A conclusione del modulo gli studenti saranno in grado di riconoscere i principali fenomeni di sintattici del tedesco, analizzarli e tradurli in italiano in modo corretto, anche in relazione alla specifica tipologia testuale in cui compaiono. Il lavoro teorico sarà affiancato e sostenuto da un lavoro di traduzione che gli studenti svolgeranno in parte in autonomia.

1) Traduzione di un breve testo in tedesco contenente uno o più fenomeni trattati a lezioni; 2) domanda teorica a stimolo chiuso con risposta aperta su uno o più fenomeni linguistici presenti nel brano da tradurre; 3) esercizi (per es analisi sintattica) sul fenomeno/fenomeni in esame.

25.02.2026 - Einführung in die Textsorten Was ist eine Textsorte? Textsorten sind Gruppen von Texten, die die gleiche Struktur und die gleiche kommunikative Funktion haben. Es handelt sich also um eine Klasse von Texten, die formale und funktionale Merkmale gemeinsam haben.

  1. Textsorte als Untersuchungsobjekt der Textlinguistik; die Textlinguistik nimmt Textsorten als Ausgangspunkt für die Analyse der Funktionsweise von Texten in der realen Kommunikation.
  2. Merkmale der Textsorte, die es uns ermöglichen, einen Text einer bestimmten Kategorie zuzuordnen, beispielsweise einem formellen Brief, einem Zeitungsartikel oder einem Rezept.
  3. Beschreibungsdimensionen der Textsortenanalyse ■ Die Kommunikationssituation ■ Die Textfunktion

Was bedeutet Textlinguistik? Teilbereich der Linguistik, der sich mit Texten beschäftigt. Im Allgemeinen versteht man unter Textlinguistik jede sprachwissenschaftliche/linguistische Forschung, die vom Text als Grundeinheit der menschlichen Sprache ausgeht, sei es in mündlicher oder schriftlicher Form oder in seiner Konzeption ( Konzipierung ; pianificazione).

Das bedeutet, dass der Text als Grundlage der linguistischen Analyse betrachtet wird, nicht das einzelne Wort oder der einzelne Satz. Textplanung, also die Fähigkeit, einen Text in schriftlicher oder mündlicher Form zu gestalten, ist ein integraler Bestandteil dieses Ansatzes.

Nach Brinkers Definition (1992 [1985]) besteht die Aufgabe der Textlinguistik darin, die allgemeinen Bedingungen und Regeln der Textbildung systematisch zu beschreiben, also die Regeln, die konkreten Texten zugrunde liegen. Darüber hinaus zielt sie darauf ab, die Bedeutung dieser Bedingungen für die Textrezeption zu erklären. Mit anderen Worten: Sie untersucht nicht nur, wie ein Text konstruiert wird, sondern auch, wie er vom Rezipienten verstanden wird. Die Aufgabe ist daher zweigeteilt : ↳ die Regeln der Textstruktur zu beschreiben ↳ ihre Rolle im Verstehensprozess zu erklären.

Forschungsschwerpunkten der Textlinguistik 1) Texte (in mündlicher und schriftlicher Form); 2) die Struktur der Texte; 3) die allgemeinen Bedingungen (=condizioni) und Regeln der Textkonstitution.

Um diese Aspekte konkret zu analysieren, ist es notwendig, die Textsorten zu identifizieren und zu analysieren. Denn Texte existieren nicht abstrakt, sondern immer in erkennbaren, konventionellen Formen.

Dies zeigt, dass die kommunikative Funktion nicht immer mit der grammatikalischen Form übereinstimmt. 3) die sich in den verschiedenen Sprachgemeinschaften historisch entwickelt haben. Es handelt sich nicht um abstrakte Kategorien, sondern um Produkte sozialer Praxis. Sie reagieren auf konkrete Kommunikationsbedürfnisse.

→ Kenntnisse der Textsorten, sowohlrezeptiv als auchproduktiv, gehören zum Alltagswissen. Jeder Sprecher, selbst ohne Sprachausbildung, kann eine Werbung, eine Nachricht oder einen formellen Brief erkennen. Dieses Wissen ist ein grundlegendes Element für den Erwerb umfassender Sprachkompetenz, sowohl für Muttersprachler als auch für Fremdsprachenlerner. Ohne Kenntnisse der Textsorte ist eine angemessene Teilnahme an der sozialen Kommunikation unmöglich.

Beschreibungsdimensionen der Textsortenanalyse Textsorten lassen sich anhand verschiedener Dimensionen beschreiben, die miteinander kombiniert werden müssen. Zu diesen Dimensionen gehören insbesondere die Kommunikationssituation und die Textfunktion. Das bedeutet, dass es für die Analyse einer Textsorte nicht ausreicht, lediglich deren linguistische Struktur zu betrachten, sondern auch die Kommunikationssituation, in der der Text eingebettet ist, und seine Funktion berücksichtigt werden müssen.

FRAGEN

? Was versteht man unter Text in der Textlinguistik? ? Was ist eine Funktion in der Textlinguistik? ? Welche Texte sind für die Textlinguistik wichtig? ? Was ist ein Satzglied? Unterschied zwischen SG und Konstituenten?

04.03.2026 - Textsorte Analyse Wie identifiziert man eine Textsorte? Um eine Textsorte zu identifizieren, werden vier Kriterien verwendet (Merkmale): 1) Die kommunikative Situation 2) Die Textfunktion 3) Struktur 4) Formal-grammatische Ebene Die ersten beiden Kriterien sind situative Merkmale und damit textextern. Sie helfen, eine Textsorte zu definieren und bleiben in der Regel stabil. Die letzten beiden Kriterien sind formale Merkmale, also textintern, und können zwischen verschiedenen Sprachgemeinschaften variieren.

1. DIE KOMMUNIKATIVE SITUATION

Die Kommunikationssituation ist eine komplexe Beschreibungsdimension, die alle situativen und kontextuellen Merkmale berücksichtigt, die für einen Text relevant sind. Sie umfasst mehrere Aspekte, die den Rahmen der Kommunikation bestimmen.

➧ Kommunikationsbereich ; Es definiert das soziale und situative Umfeld, in dem die Kommunikation stattfindet, wie zum BeispielMedizin,Schule,Hochschule,Wissenschaft,Rechtswesen oderJustiz. Der Kommunikationsbereich beeinflusst den Wortschatz, den Stil und die Erwartungen der Teilnehmer.

➧ Medialität ; beschreibt das Medium, über das die Kommunikation erfolgt. Es wird zwischen schriftlich und mündlich unterschieden, und auch zwischen Kanälen wie Fernsehen, WhatsApp, Telefon oder Face-to-face-Kommunikation. Es gibt einen großen Unterschied zwischen geschriebenen und gesprochenen Texten, nicht nur in der sprachlichen Form, sondern auch in Bezug auf Planung, Spontaneität und Korrekturmöglichkeiten.

➧ Textproduzent und Textrezipient ; Es muss betrachtet werden, wer den Text für wen produziert. Dabei ist das Verhältnis zwischen den Teilnehmern entscheidend, zum Beispiel Alter, Bildungsniveau, Bekanntheitsgrad oder Rollenzuteilung. Ein Text kann spontan oder geplant sein, monologisch oder dialogisch. Die Beziehung zwischen dem, der schreibt, und dem, der den Text empfängt, beeinflusst die Form, die Wahl der sprachlichen Mittel und die Struktur des Textes.

➧ Raum und Zeit ; Bei raumzeitlicher Kopräsenz von Produzent und Rezipient können Unklarheiten sofort geklärt werden. Bei fehlender Kopräsenz, zum Beispiel bei einem schriftlichen Text, muss die Planung sorgfältiger erfolgen, da keine direkte Interaktion während der Rezeption möglich ist.

3. Expressiv-soziale, sinnsuchende Texte Hier steht das Individuum im Vordergrund. Diese Texte dienen der Selbstvergewisserung, Kohärenzbildung, Selbstdarstellung oder der Reflexion über das Verhältnis zwischen Selbst und Gesellschaft. -> Ausdrucksstarke oder persönliche Texte

→ expressiv-sinnsuchende Funktion: Tagebücher, Blogs, Reisenotizen, Briefe, E-Mails. → unterhaltende-spielerische Funktion: Witze, Märchen, Kindergeschichte.

Hauptziel : Unterhaltung

BEISPIELE

1. Wetterbericht Ein Wetterbericht ist ein wissensbezogener Text, der objektive Informationen über zukünftiges Wetter liefert. Die Formulierung „Es ist mit Windböen zu rechnen“ zeigt einen modalen Bedeutungsaspekt. Der Text ist schriftlich konzipiert, nicht spontan, monologisch, und der Verfasser nimmt eine autoritative Position ein. Der zeitliche Bezug ist in der Zukunft.

TEXT:

In Konstanz bleibt vormittags und auch am Nachmittag die Wolkendecke geschlossen und die Temperaturen liegen zwischen 10 und 13°C. Abends ist es in Konstanz leicht bewölkt und die Temperaturen liegen zwischen 8 und 10 Grad. In der Nacht ist es locker bewölkt und die Werte gehen auf 5°C zurück. Der Wind weht aus westlicher bis nordwestlicher Richtung mit Geschwindigkeiten von 2 bis 19 km/h. Mit Böen zwischen 7 und 41 km/h ist zu rechnen.

A Costanza il cielo rimarrà coperto (di nuvole) mattina e pomeriggio e le temperature rimarranno fra i 10 e i 13 oC. Alla sera ci saranno nubi sparse a Costanza e le temperature staranno fra 8 e 10 oC. Nella notte è … i valori scenderanno fino a 5 gradi. Il vento avrà una direzione da est a nord est con velocità da 2 a 19 km/h. Bisognerà contare con raffiche di vento fra i 7 e i 41 km/h. (ITA: saranno possibili raffiche di vento)

2. Spielanleitungen Spielanleitungen gehören zu den Texten mit instruktiver Funktion, da sie Anweisungen zur Durchführung einer Aktivität geben.

TEXT:

Aufbau

  1. Mischt und stapelt die 60 Landschaftskarten so, dass bei allen die Seite mit der Landschaft nach oben zeigt. Legt anschließend die obersten 5 Landschaften in der Tischmitte aus. Achtet darauf, dass dabei niemand deren Rückseiten (= die dort versteckten Gegenstände) sehen kann. z. Mischt die 30 Monsterkarten verdeckt. Abhängig davon, mit wie vielen Personen ihr spielt, legt ihr eine bestimmte Anzahl Monsterkarten unbesehen zurück in die Schachtel: 1 PERSON: 8 Karten / 2 PERSONEN: 7 Karten 3 PERSONEN: 6 Karten / 4 PERSONEN: 5 Karten Stapelt den Rest und mischt dann die Game-Over-Karte ebenfalls verdeckt in die untersten 4 Karten des Stapels ein, sodass ihr nicht genau wisst, an welcher Position sie sich befindet. Deckt zum Schluss die oberste Karte auf und legt sie neben den Monster-Stapel.

→ imperativ form mit du → ci si rivolge con l'imperativo di seconda persona singolare (o plurale)

11.03.2026 - Weiter Beispiele

4. Horoskop Ihr Tageshoroskop für heute Dienstag, 24. Februar 2026 Widder, 21. März bis 20. April —> ARIETE Lassen Sie auch einmal einen Vorgang liegen! Allzu viel werden Sie heute ohnehin nicht erreichen. -> Lascia andare le cose per un po'! Tanto non combinerà comunque molto oggi. Stier, 21. April bis 20. Mai —> TORO Sie erkennen deutlich, worum es Ihnen geht und wieso Sie kurz zuvor nicht vorangekommen sind. -> Riconosci chiaramente qual è la questione per te perché finora non hai fatto progressi. Zwillinge, 21. Mai bis 20. Juni —> GEMELLI Ihre Sterne fördern Ihre Zuversicht. Unnötige Risiken gilt es aber zu vermeiden. -> Le tue stelle richiedono la tua attenzione. Tuttavia, rischi inutili sarebbero da evitare. Krebs, 21. Juni bis 22. Juli —> CANCRO Heute besteht Stressgefahr. Sortieren Sie die weniger wichtigen Vorhaben aus Ihrem Tagesplan aus. -> Oggi c'è pericolo di stress. Seleziona gli impegni meno importanti dalla tua agenda. Löwe, 23. Juli bis 23. August —> LEONE Sie haben sich einiges vorgenommen. Die Wünsche anderer können auch einmal warten. -> Ti sei prefissato diversi obiettivi. I desideri degli altri per una volta possono aspettare. Jungfrau, 24. August bis 23. September —> VERGINE Fühlen Sie sich enttäuscht, ist das wohl berechtigt. Suchen Sie dennoch das Gespräch, statt sich zurückzuziehen. -> Se ti sente deluso, probabilmente è giustificato. Tuttavia, cerca un dialogo invece di chiuderti in te stesso. Waage, 24. September bis 23. Oktober —> BILANCIA Morgens kommen Sie nur schwer in Fahrt, aber schon gegen Mittag laufen Sie zur Hochform auf. -> Farai fatica a muoverti al mattino, ma già verso mezzogiorno sarai in piena forma. Skorpion, 24. Oktober bis 22. November —> SCORPIONE Positionen müssen neu aufeinander abgestimmt werden. Machen Sie klar, wo Ihre Grenzen sind. -> Le posizioni devono essere discusse/negoziate tra loro. Chiarisci i tuoi confini/limiti. Schütze, 23. November bis 21. Dezember —> SAGITTARIO Betrachten Sie die Lage von allen Seiten, bevor Sie Zusagen geben. Bedenken Sie die möglichen Folgen. -> Osserva la situazione da tutti i punti di vista, prima di acconsentire. Rifletti sulle possibili conseguenze. Steinbock, 22. Dezember bis 20. Januar —> CAPRICORNO Dank Ihres Selbstbewusstseins meistern Sie Situationen, auf die Sie nicht gerade vorbereitet sind. -> Grazie alla tua autostima, riesci a gestire situazioni per le quali non sei esattamente preparato. Wassermann, 21. Januar bis 19. Februar —> ACQUARIO Es geht nicht immer nur um Erfolge - was ist eigentlich aus Ihrer Lust an der Sache geworden? -> Non si tratta sempre e solo di successo: che ne è stato della tua passione per le cose? Fische, 20. Februar bis 20. März —> PESCI Ihre Vorhaben stehen unter einem guten Stern. Nehmen Sie sich dennoch nicht noch mehr vor. -> I tuoi piani si trovano sotto una buona stella. Tuttavia, non prenderti altri impegni.

Funktion: Handlungsbeinflussendes Text mit instruktiver Funktion. Gebrauchstext Obwohl es auf den ersten Blick informierend wirkt, liegt seine Hauptfunktion nicht in der objektiven Wissensvermittlung, sondern in der indirekten Steuerung von Einstellungen und möglichen Handlungen der Rezipienten.

Charakteristisch ist die durchgehende Verwendung der Höflichkeitsform „Sie“. Diese Sie-Form schafft eine direkte, aber formell distanzierte Ansprache. Im Unterschied zu Kochrezepten, in denen häufig der Infinitiv verwendet wird, um die direkte Interaktion zwischen Produzent und Rezipient zu minimieren, wird hier bewusst ein personaler Bezug hergestellt. Der Text richtet sich explizit an eine bestimmte Personengruppe, nämlich an die unter einem bestimmten Sternzeichen Geborenen. Dadurch entsteht eine scheinbar individuelle Ansprache, obwohl der Text faktisch sehr allgemein formuliert ist.

Die kommunikative Situation ist schriftlich konzipiert und monologisch. Es gibt eine klare Rollenverteilung: Der Textproduzent nimmt eine wissende, beratende Position ein, während der Rezipient als jemand erscheint, der Orientierung oder Rat sucht. Die Beziehung ist asymmetrisch. Eine Instanz spricht, die über astrologisches „Wissen“ verfügt, und eine andere hört zu und kann die Vorschläge umsetzen.

Sprachlich sind viele feste Wendungen und typische Kollokationen erkennbar, etwa „Stressgefahr besteht“, „zur Hochform auflaufen“, „Positionen aufeinander abstimmen“ oder „unter einem guten Stern stehen“. Diese formelhaften Strukturen sind typisch für diese Textsorte und tragen zur Wiedererkennbarkeit bei. Gleichzeitig bleiben die Aussagen relativ neutral und allgemein, sodass sich viele Rezipienten damit identifizieren können. Die Aussagen sind oft vage formuliert und offen für Interpretation. Dadurch wird eine breite Anwendbarkeit ermöglicht.

Die instruktive Funktion zeigt sich in Imperativstrukturen wie „Betrachten Sie die Lage von allen Seiten“ oder „Machen Sie klar, wo Ihre Grenzen sind“. Auch wenn die Form grammatisch Imperativ ist, wirkt sie durch die Höflichkeitsform weniger direkt als ein Befehl. Dennoch bleibt der steuernde Charakter klar erkennbar.

5. Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (=costituzione federale svizzera)

  1. Titel: Grundrechte, Bürgerrechte und Sozialziele
    1. Kapitel: Grundrechte

Würde: la dignità

Art. 7. Menschenwürde Die Würde des Menschen ist zu achten und zu schützen. → Art. 7. Dignità umana La dignità umana deve essere rispettata e protetta. Art. 8. Rechtsgleichheit 1 Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. → Art. 8. Uguaglianza davanti alla legge Tutte le persone sono uguali davanti alla legge.

(^2) Niemand darf diskriminiert werden, namentlich nicht wegen der Herkunft, der Rasse, des Geschlechts,

des Alters, der Sprache, der sozialen Stellung, der Lebensform, der religiösen, weltanschaulichen oder politischen Überzeugung oder wegen einer körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung. → A nessuno deve essere dato il permesso di discrimiare, nello specifico non per origine, razza, sesso, età, lingua, posizione sociale, condizioni di vita, convinzioni religiose, esistenziali e politiche o per la sua disabilità fisica, psichica o mentale.

(^3) Mann und Frau sind gleichberechtigt. Das Gesetz sorgt für ihre rechtliche und tatsächliche

Gleichstellung, vor allem in Familie, Ausbildung und Arbeit. Mann und Frau haben Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit. → Uomo e donna hanno gli stessi diritti. La legge si impegna a garantire una parità nei fatti (reale) e giuridica soprattutto nella famiglia, formazione e lavoro. Uomo e donna hanno il diritto di avere lo stesso stipendio per lo stesso lavoro.

(^4) Das Gesetz sieht Massnahmen zur Beseitigung von Benachteiligungen der Behinderten vor.

→ La legge prevede misure per eliminare gli svantaggi affrontati dalle persone con disabilità.

Funktion: Handlungsbeinflussendes Text, reglementieren-direktive Funktion.

Der Text ist schriftlich fixiert, stark formalisiert und nicht spontan. Produzent ist eine staatliche Instanz, Rezipienten sind alle Bürgerinnen und Bürger. Die Beziehung ist stark asymmetrisch, jedoch nicht personalisiert. Es erfolgt keine direkte Anrede.

Auffällig ist die große Distanz zwischen Produzent und Rezipient. Diese Distanz wird sprachlich durch unpersönliche Konstruktionen und Passivformen hergestellt. Formulierungen wie „Die Würde des Menschen ist zu achten und zu schützen“ oder „Niemand darf diskriminiert werden“ zeigen typische Passivkonstruktionen. Das Passiv verschiebt den Fokus vom Handelnden auf die Handlung beziehungsweise auf das betroffene Objekt. Dadurch wird Objektivität und Allgemeingültigkeit erzeugt.

Die Konstruktion „ist zu achten“ oder „ist zu schützen“ hat eine modale Bedeutung und drückt Verpflichtung aus. Es handelt sich um eine normierende Struktur, die typisch für juristische Texte ist. Auch die wiederkehrende Struktur „wegen der Herkunft, der Rasse, des Geschlechts…“ zeigt eine präzise und systematische Aufzählung. Diese definierte und detaillierte Struktur trägt zur Klarheit und zur rechtlichen Eindeutigkeit bei.

Der Gebrauch von Passivformen wie „diskriminiert werden“ oder „Massnahmen zur Beseitigung von Benachteiligungen werden vorgesehen“ unterstreicht die Objektivierung. Das direkte Subjekt, also der Handelnde, bleibt meist ungenannt oder wird implizit als „alle“ verstanden. Dadurch entsteht Distanz und gleichzeitig eine hohe Verbindlichkeit.

Typisch für bürokratische und juristische Texte ist diese Kombination aus Präzision, Wiederholungsstrukturen und formaler Strenge. Die Sprache ist normativ, explizit und möglichst eindeutig. Emotionale Elemente fehlen vollständig. Im Gegensatz zum Horoskop, das individuelle Identifikation und Motivation erzeugen will, zielt der Verfassungstext auf Regelung, Kontrolle und Sicherung von Rechten.

Zusammenfassend zeigen die beiden Textsorten, Horoskop und Verfassungstext, deutlich unterschiedliche Ausprägungen handlungsbeeinflussender Texte. Während das Horoskop eine eher weiche, beratende und personalisierte Steuerung darstellt, handelt es sich bei der Verfassung um eine formalisierte, unpersönliche und normativ verbindliche Regelung gesellschaftlichen Handelns.

→ Ziel: Wählerinnen und Wähler zur Unterstützung bzw. Wahl der Partei bewegen. → appellativ, aber zugleich programmatisch → Selbstpositionierung der Partei Kommunikations Situation (textextern) Produzent: politische Partei (hier: SPD) Adressat:

  • im Interview: Journalist → formelle Anrede („Ihre Partei“)
  • in den Antworten: potenzielle Wähler („für Dich“, „Deine Familie“)
  • Medium: schriftlich (Wahlprogramm / Interview)
  • Kontext: Bundestagswahl (politischer Wettbewerb) → Strategischer Perspektivwechsel: Die Frage ist formal (Sie-Form), die Antwort richtet sich emotional an den Bürger (Du-Form).

Sprachliche und strukturelle Merkmale (textintern)

1. Nominalstil „Mehr für Dich“, „Wachstum und sichere Arbeitsplätze“, „Gute Renten für Jung & Alt“ → keine vollständigen Sätze → kaum Verben → stark verkürzt Funktion: - Verdichtung von Inhalten - Schlagwortcharakter - Einprägsamkeit - Vereinfachung komplexer politischer Programme 2. Sloganartige Struktur „Rauf mit Löhnen & Investitionen, runter mit Steuern, Mieten & Lebensmittelpreisen.“ → Parallelismus → Antithetische Struktur (rauf / runter) → rhythmische Gestaltung Funktion: - Merkfähigkeit - Emotionalisierung - Reduktion auf einfache Gegensätze 3. Fehlende Subjekte In den Antworten erscheinen keine expliziten Subjekte wie „wir“. → Unpersönlichkeit → Objektivierung → Programm wirkt wie eine Tatsache, nicht wie eine Meinung

Perspektive im Wahlprogramm (3. Person) Beispiel: „In den explodierenden Energiepreisen sieht die SPD eine entscheidende Investitionsbremse.“ → Die Partei spricht über sich selbst in der 3. Person. Funktion:

  • Distanzierung
  • Objektivitätsillusion
  • Institutionalisierung (nicht „wir wollen“, sondern „die SPD möchte“) Beispiele aus dem Programm Energiepreise senken → Problemdefinition (explodierende Energiepreise) → Lösungsvorschlag (Deckelung der Preise) Argumentationsstrategie:
  • Problem benennen
  • Ursache darstellen
  • politische Maßnahme anbieten Mietpreisbremse entfristen „Wohnen ist ein Menschenrecht“ → moralisches Argument → Berufung auf ethische Werte → Emotionalisierung Ziel: soziale Gerechtigkeit betonen & staatliche Verantwortung hervorheben

Vergleich mit dem Italienischen Im Deutschen: → häufig 3. Person im Wahlprogramm → stärker institutionalisierter Stil

Im Italienischen: → oft „noi“ → stärkere kollektive Selbstrepräsentation

Die 3. Person im Deutschen erzeugt:

  • Sachlichkeit
  • Distanz
  • formale Objektivität

Kritische Reflexion:

  • Inhaltlich sehr allgemein („Wachstum“, „Modernisierung“, „sichere Arbeitsplätze“)
  • große Begriffe ohne konkrete Maßnahmen
  • semantisch offen → „sagt alles und nichts“
  • hohe Suggestivkraft, geringe Präzision → typisch für Wahlkampfsprache.

8. Blog Funktion: Expressiv-soziale, sinnsuchende Texte, mit expressiv-sinnsuchender Funktion Hallo! Meine Tochter ist nun fast 3,5 Jahre alt und vor ein paar Wochen erzählte sie auf dem Heimweg von der Kita plötzlich von einem "Paul". Da ich weiß, dass es in ihrer Kita-Gruppe keinen Paul gibt, habe ich nachgefragt. Paul ist mal 6, mal 4, mal 10 Jahre alt, ganz schwarz, und wohnt bei uns zu Hause... Das ging ein paar Tage, wo dieser "Paul" immer mal wieder dabei war und dann erwähnte sie ihn plötzlich nicht mehr. Nun tauchte dieser "Paul" heute morgen plötzlich wieder auf: er saß bei uns am Frühstückstisch, er saß bei der Fahrt zum Einkaufen neben meiner Tochter im Auto usw. Meine Eltern sind nun extrem beunruhigt und sagen meiner Tochter ständig, dass es diesen Paul nicht gibt. Sie befürchten sogar, dass das der Anfang einer psychischen Störung (also wo man Sachen oder Personen sieht, die nicht da sind) ist. Ich kann diesen "imaginären Freund" nicht so wirklich einordnen Klar, ich habe im Internet rumgelesen und da stand u.a. dass Kinder damit womöglich etwas kompensieren oder bei Traumata/schlechten Erfahrungen oder wenn ihnen plötzlich etwas fehlt so einen imaginären Freund erfinden. Aber nichts von alledem kann m. E. zutreffen - zumindest sehe ich keine Anhaltspunkte dafür und meine Tochter wirkt nun auch nicht verschlossen, zurückgezogener oder trauriger als sonst. Auch nicht gegenüber Fremden verhält sie sich anders. Auch in der Kita habe ich nachgefragt und sie meinen, dass dort nichts war und meine Tochter auch nicht in irgendeiner Form "auffällig" geworden ist. Zum Kinderarzt will ich mit sowas irgendwie nicht extra gehen😉 Der nächste Termin (Impfen) ist erst im Mai und da würde ich mich bei der Gelegenheit das mal ansprechen, aber extra deshalb einen Termin ausmachen kommt mir iegendwie komisch vor… (Tippfehler) Deshalb wollte ich hier mal fragen, ob ihr irgendwelche "Erfahrungen" zu so imaginären Freunden habt. Hatten eure Kinder das auch? Warum erfinden Kinder solche Freunde? Ist das irgendein Zeichen" für etwas - ob positiv oder negativ? → Informelles Text

Textsorte: Blogeintrag / Online-Forum Textfunktion: Expressiv-soziale, sinnsuchende Texte mit expressiv-sinnsuchender Funktion → persönliches Problem → Suche nach Erfahrungsaustausch → soziale Interaktion

Kommunikationssituation (textextern) Produzent: Mutter Adressaten: Online-Community Medium: Internetforum halb-öffentlich asynchron → dialogisch angelegt, aber monologisch formuliert

Sprachliche Merkmale (textintern)

  • informeller Stil („Hallo!“)
  • Emojis 😉
  • Tippfehler („iegendwie“)
  • viele Fragen
  • narrative Elemente (Erzählung der Situation)

Struktur

  • Situationsschilderung
  • Problemformulierung
  • eigene Einschätzung
  • Rückfragen an die Community

→ stark subjektiv → kein festes Längenschema → spontane Textproduktion

Funktionale Besonderheit

  • keine institutionelle Autorität
  • Authentizität durch Emotionalität
  • Erfahrungswissen statt Expertenwissen