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Excursus sulle caratteristiche del sottotitolaggio e dimensioni linguistiche. DIE AUDIOVISUELLE ÜBERSETZUNG. ZUR UNTERTITELUNG UND SPRACHVARIETÄT. [LINGUA TEDESCA]
Tipologia: Dispense
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Unter dem Begriff der audiovisuellen Übersetzung wird die Kommunikation verstanden, die gleichzeitig über den akustischen Kanal wie auch über den visuellen Kanal abläuft. Wie Heike E. Jüngst (2010:1) erklärt, versteht man unter audiovisueller Übersetzung „das Übersetzung von Medienformaten, die einen sichtbaren und einen hörbaren Teil haben.“ Für den Übersetzer stellt sich dabei die Herausforderung, die Anforderung beider Kanäle zu kennen und sie im Übersetzungsprozess zu berücksichtigen. Diese Zusammenspiel von Ton und Bild findet sich typischerweise auf Fernseh- und Kinobildschirmen. Die audiovisuellen Texte werden gleichzeitig über den visuellen und den akustischen Kanal rezipiert, wobei auch non verbale Elemente eine wichtige Rolle spielen. So tauchen Geräusche, Musik und Bilder im Film viel häufiger auf als in geschriebenen Texten. Der auditive bzw. der visuelle Kanal bilden eine polysemiotische kommunikative Situation in Kombination mit den verbalen und nonverbalen Elementen. H. Gottlieb (1994b:265) unterscheid vier simultane semiotische Kanäle:
**1. auditiver-verbaler Kanal (Dialog);
**4. Voice-over-Übersetzung;
Wie Gottlieb (2001:13) spezifiziert, bezeichnet man als Untertitelung „die gekürzte Übersetzung eines Filmdialoges, die synchron mit dem entsprechenden Teil des Originals auf dem Bildschirm bzw. auf der Leinwand zu sehen ist.“ Im Gegensatz dazu schreibt J. Ivarsson (1992:50) „Subtitling is a form of written simultaneous interpreting“. Gottlieb (2002:187f) definiert Untertitel als „Übertragung in eine andere Sprache von verbalen Nachrichten im filmischen Medium in Form eines ein-oder mehrzeiligen Schrifttextes, die auf der Leinwand erscheinen und zwar gleichzeitig mit der original gesprochenen Nachricht“. Untertitel stellt für den Übersetzer eine besondere Herausforderung, weil er sich nicht nur mit einem schriftlich fixierten Text befasst, sondern er hat auch die optischen (Fernsehbild, Film) und akustischen (Musik, Geräusche) Ausdrucksformen zu tun. Bei der Untertitelung handelt es sich immer um eine Übersetzung, bei der ein gesprochener oder geschriebener Ausgangstext eines audiovisuellen Produktes in einen geschriebenen Zieltext, der dem Bild des originalen Produktes hinzugefügt wird, übertragen wird. Innerhalb der audiovisuellen Übersetzung unterscheidet R. Jakobson (1971:261) zwischen der interlingualen, intralingualen und intersemiotichen. Übersetzung. Die interlinguale Übersetzung ist eine Übersetzung der Originalsprache in die andere. In der intralingualen Übersetzung sind die Ausgangs- und Zielsprache identisch und diese Form wird eingesetzt, um ein Text für eine neue Zielgruppe zu vereinfachen. Eine besondere Form der intralinguale Übersetzung ist die Untertitelung für Hörgeschädigte.
die akustische Übersetzung des Originaltons und ihr wichtiges Merkmal ist, dass sowohl Ausgangssprache als auch Zielsprache gleichzeitig hörbar sind. Mit dieser Technik wird die Lautstärke der Ausgangssprache erst wenige Augenblicke reduziert, wobei der Text noch hörbar sein, während die Zielsprache eine höhere Lautstärke haben muss. Die Übersetzung endet wenige Augenblicke vor dem Original, damit der Zuschauer die Ausgangssprache in voller Lautstärke hören kann. Das Filmdolmetschen ist eine eher seltene Form der audiovisuellen Übersetzung, die man ausschließlich im Kino oder in den Filmfestivals verwendet. Beim Filmdolmetschen hingegen wird der Film live gedolmetscht, und zwar von nur einem Dolmetscher, und die Zuschauer können die Übersetzung über Lautsprecher oder über Kopfhörer hören.
Die Untersuchung der Sprachvarietäten ist vor allem für die Beschreibung der einzelsprachlichen Kompetenz eines Sprechers von großer Bedeutung. Um die Sprachkompetenz eines Sprechers nachzuweisen, muss die von ihm gesprochene Sprache bzw. das darin enthaltene Sprachsystem zunächst in der Abgrenzung zu anderen Sprachsystemen betrachtet werden. Dieses Dossier soll einen Einblick in das Diasystem der Sprachvarietäten geben. Die Varietät ist der allgemeine Terminus der Variationslinguistik für die je spezifische Ausprägung ein-es sprachlichen Verhaltens in einem mehrdimensionalen (regional, sozial, situativ, historisch differenzierten, Varietätenraum); betroffen sind jeweils unterschiedliche bzw. unterschiedlich viele sprachliche Merkmale einer bzw. mehrerer linguistischer Ebenen (Phonetik, Phonologie, Morphologie, Syntax, Lexik, Semantik, Pragmatik).“ Der Begriff Sprachvarietät bezeichnet die Teilmenge einer Einzelsprache – ein Zeichensystem, das diese Einzelsprache ergänzt oder modifiziert, aber nicht alleine existieren kann. Dringt man weiter in eine Einzelsprache ein, stellt man fest, dass auch auf dieser inneren Sprachebene unterschiedliche Realisierungsformen vorliegen. Die logische Konsequenz ist also die Existenz von Sprachvarietät, die verschiedene Dimensionen unterscheidet.
Die Sprachsysteme können sich voneinander in grammatikalischer, lexikalischer und phonetischer Hinsicht unterscheiden. Man kann die spezifische Varietätenstruktur einer Einzelsprache als „Architektur der Sprache“ bezeichnen. Das Vorkommen der Varietäten auf verschiedenen linguistischen Ebenen begründet sich in ihrer Typologie, in ihrer Dimensionen nach Zeit, Raum, sozialer Schicht und soziokommunikativer Situation. Wie E. Perego (2010:92) spezifiziert, können die Varietäten anhand vier zentraler soziolinguistischer Dimensionen oder Variationsparameter klassifiziert werden: diatopische, diastratische, diaphasische und diamesische Verschiedenheit. Das Diasystem definiert die Verbindung von verschiedenen Varietäten zu Einzelsystemen (Varietäten), die innerhalb einer geschlossenen Architektur aufgefasst ist. Unter ‚Diasystem’ verstehen wir eine linguistische Konstruktion, zusammengesetzt aus den Elementen einer Reihe von Kommunikationssystemen, die alle in einer Formel untergebracht werden können, weil jedes dieser Systeme fundamentale Übereinstimmungen mit jedem einzelnen anderen System aufzeigt, aber in bestimmten Punkten von ihnen abweicht. Die grundsätzlichen Übereinstimmungen sind für die Konstruktion des Diasystems notwendig, weil sonst nichts die Vereinigung in einem Diasystem rechtfertigt und ermöglicht.
Unter diatopischer Sprachvarietät versteht man die Verschiedenheit im Raum, d.h. die Sprache, gewöhnlich Dialekte genannt, die an verschiedenen Orten eines Sprachgebiets gesprochen wird. Wir können die Varietäten durch räumliche Faktoren unterscheiden: überregionale Varietät (Umgangssprache, Regiolekt); städtische Varietät (Urbanolekt); lokale/ regionale Varietät (Dialekt). Dialekte haben die Merkmale der linguistischen Ähnlichkeit und Kleinräumigkeit, sie haben keine Standardisierung im Sinne normierter orthografischer und grammatischer Regeln und werden
Die Summe der diatopischen, diastratischen und diaphasischen Varietäten einer Sprache stellt eine Gefüge von sprachlichen Traditionen und Normen: das Diasystem.
Die diamesische Dimension betrifft den Übergang aus der gesprochenen in die geschriebene Sprache. J. Schwitalla (2006:19) spezifiziert, dass „Sprachverwendung in der Form von hörbaren Lauten ist eindeutig vom Produzieren sichtbarer, schriftlicher Zeichen zu unterscheiden. Die mediale Realisierung nennt man ,phonisch‘ und ‚graphisch‘.“ Koch und Österreicher (1994:587) erklären die Unterscheidung zwischen phonischer – graphischer Realisierung einerseits und mündlicher – schriftlicher Konzeption andererseits, wo „mündlich“ = „phonisch“ und „schriftlich“ = „graphisch“ ist. Sie haben Mündlichkeit und Schriftlichkeit nach den Begriffen „Nähe und Distanz“ unterschieden, die sie sich auf die im Diasystem fehlende Unterscheidung der gesprochenen und geschriebenen Sprache bzw. Nähesprache und Distanzsprache bezieht. Die Kommunikationsbedingungen der Sprache der Nähe sind Dialog, Vertrautheit der Partner und Spontaneität, z.B. familiäres Gespräch, und die Kommunikation im Distanzbereich ist gegeben, wenn die Beteiligten räumlich (Telefongespräch) oder zeitlich (Brief) getrennt sind oder wenn die Kommunikation vor einem Publikum in der Öffentlichkeit geschieht. Wie Koch und Österreicher (1994:587) definieren, „die rein mediale Umsetzung vom phonischen ins graphische Medium bezeichnen wir als Verschriftung“, d.h. die rein Verschiebung in Richtung Schriftlichkeit. Die Verschriftung ist wichtig für die Untertitelung, weil der Übersetzer die Filmdialoge schreibt und wir können sagen, dass die Sprache der Untertitelung ein geschriebenes Gesprochene ist. Im Allgemeinen stellt keine Transkription der gesprochenen Sprache, aber wie Perego (2009:91) spezifiziert, muss der Untertitel das Gleichgewicht zwischen der Starrheit, der Planung und der Deutlichkeit der geschriebenen Sprache und der Flexibilität, der Freiheit und der Wiederholungen der gesprochenen Sprache halten.
Wie Dìaz Cintas (2001:128) erklären, ist die diamesische Dimension eine linguistische Umformulierung, wo der Sprachstil und der Register in die Zielsprache neutralisiert werden. Neben der gesprochenen Sprache gibt es die paralinguistische Elemente, die die Inhalte stärken und aufklären. Das wichtigste paralinguistische Element ist die Intonation des Sprechers, d.h. die Prosodie, die die Absicht hat, die Stimmung durch die Nutzung der Interpunktionszeichnen auszudrücken. Die Prosodie kann auch durch die Segmentierung der Untertitelung reproduziert werden, um die Absichten des Sprechers und die Dynamik der Dialoge zu zeigen. Wenn der Inhalt nicht so gut übertragen wird, kann der Übersetzer in den Untertiteln einige linguistische Elemente hinzufügen, wie Fragewort oder nominale Wortgruppe.
Die Realisierung der interlingualen Untertitel besteht aus vier Phasen:
Das Lesen von Untertiteln auf dem Bildschirm bedeutet für den Zuschauer aus sinnesphysiologischer Sicht dem Ablauf mehrerer parallel Prozesse. Aus diesem Grund, gibt es beim Erstellen der Untertitel einige Regeln oder Richtlinien, an den man sich streng halten soll. Aufgrund der technischen Bedingungen bezüglich der räumlichen und zeitlichen Einschränkungen, muss der Übersetzer bestimmte Richtlinien einhalten: die Untertitel umfassen zwei Zeilen, jede Zeile darf zwischen 36 bis 40 Zeichen zählen und es wäre besser, wenn die erste Zeile länger als die zweite sein. Wie C. Hurt und B. Widler (1999:261) erklären, muss als Richtwert der Mindeststandzeit, d.h. wie lange der Untertitel auf dem Bildschirm sichtbar ist, zwei Sekunden betragen und die maximale Standzeit muss von sechs bis sieben Sekunden sein. Die Standzeit soll von einer bis zwei Sekunden für einen Untertitel mit einer Zeile sein, statt von zwei Sekunden für einen Untertitel mit zwei Zeilen sein soll. Die menschlichen Augen und das Gehirn benötigen etwa 1/6 bis 1/4 Sekunde, um festzustellen, dass ein neuer Untertitel erschienen ist, und springt nach sieben Sekunden Abstand automatisch zurück zum Anfang des Untertitels.
Irena Kovačič (1996:298) behauptet, dass „Subtitling makes it particularly obvious that translation is a decision-making procedure. Here, decisions have to be taken not only how to translate a text as a whole and how to render its constituent elements in a target language, but first of all what to translate at all and what to leave out. These decisions are closely related to two features of subtitling: the need to condense the message and the transfer from oral to written discourse.” Das bedeutet, dass die Untertitel keine detaillierte Übersetzung der Filmdialoge in der Ausgangssprache ist, sondern man muss die kommunikative Absicht übertragen werden, um ein deutlicher Zieltext zu schaffen. Die wichtigste Untertitelungsstrategie ist die Technik der Reduktion. Ihr Zweck ist, alle Wiederholungen von Wörtern und ganzen Sätzen zu entfernen, aber keine wichtige Information wird verloren. Wie M. Petillo (2009:116) erklärt, besteht die Reduktion aus verschiedenen Phasen aus: tiefe Analyse der Ausgangstext, Segmentierung des Textes in Sätzen, Hierarchisierung der
Informationen, Entfernung oder Kondensation von sekundären Elementen und Übersetzung. Es gibt zwei Typen von Reduktion: die totale und die partielle. Der Übersetzer kann den Typ von Reduktion gemäβ dem Kontext, den Gesprächspartnern, der Gestik, der Gebärdensprache, den parasprachlichen Elementen (Intonation und prosodische Elemente) und der Menge der überflüssigen Informationen auswählen. Die totale Reduktion betrifft die Entfernung oder die Auslassung von Wörtern oder ganzen Sätzen, die nicht relevant für das Verständnis der Handlung halten werden. Die Elemente, die gelöscht werden, sind: die redundanten Bestandteile, z.B. die Überlappung von auditiven und visuellen Informationen, die Füllwörter, Anrede, Interjektionen, deiktische Ausdrücke, Verzögerungszeichen, Elemente mit phatischer Funktion, Eigennamen, Ausrufe, Orten und Zeitangeben, und weitere Informationen, die schon über andere Kanäle übermitteln werden. Was den anderen Typ von Reduktion betrifft, gibt es zwei Möglichkeiten bezüglich der partiellen Reduktion: die Kondensation und die Umformulierung. In die Kondensation werden die Informationen im Ausgangstext kondensiert oder umformuliert und es gibt keinen totalen Ausfall von Informationen, sondern sie werden nur auf linguistischer Ebene reduziert. Die Kondensation verwirklicht sich durch drei Strategien: die Ellipse von Sätzen, die keine semantische Bedeutung haben; die Vereinfachung von langen Sätzen, um Untertitel kürzer zu erstellen; die Entfernung von Adjektiven und Attributen. Die Umformulierung unterscheidet sich von zwei Strategien: die Vereinfachung des Syntax und der Wörter, und die Nominalisierung von verbalen Ausdrücken. Es gibt zwei andere Untertitelungsstrategien: die Vorwegnahme und die Verschiebung von Teilen der Sätze. Der erste Fall bezieht sich auf die Topikalisierung von Bestanteilen der Satz und sie werden von der letzten zur ersten Stelle positioniert. In der Verschiebung werden die Elemente von der ersten zur letzten Stelle positioniert.
Wie Dìaz Cintas und Remael (2007:103) behaupten, ist die Interpunktion ein wichtiger Faktor im Untertitelungsverfahren, weil sie uns erlaubt, die Untertitel besser zu lesen. Eine übertriebene Verwendung der Kommas und Punkte könnte das Lesen der Untertitel nicht flüssig machen, so es ist empfehlenswert, sie zu benutzen, wenn man die Gefahr bestehen könnte, die Originalfassung