Agnosie.pdf, Übungen von Neuropsychologie

apperzeptiven Agnosie können die. Betroffenen die Objekte zwar abzeichnen, jedoch nicht als zusammenhängende Form erkennen und deshalb nur. Teilbereiche ...

Art: Übungen

2021/2022

Hochgeladen am 09.08.2022

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“Sehen, aber
nicht erkennen
Agnosie
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“Sehen, aber

nicht erkennen“

Agnosie kindgerecht erklärt

Eine Kurzgeschichte

von Janne Mesenhöller

Entstanden im Rahmen einer Praktikumsarbeit unter der Betreuung von Priv.-Doz. Dr. Patrizia Thoma des Neuropsychologischen Therapie Centrums der Ruhr Uni Bochum

Bei Agnosie handelt es sich um ein neuropsychologisches Krankheitsbild. Der Begriff Agnosie stammt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie „Nicht-Erkennen“. Das Nicht-Erkennen kann sich dabei auf verschiedenen Sinnesmodalitäten beziehen, am häufigsten jedoch auf das Sehen. Bei der sogenannten visuellen Agnosie gibt es verschiedene Unterformen. So kann sich das Nicht-Erkennen beispielsweise auf Objekte beziehen, spezifischer auf die Form oder Farbe von Objekten. Je nachdem, wo die Störungsort im Gehirn ist, äußert sich das Nicht- Erkennen von Objekten auf verschiedene Art und Weise. Bei der sog. apperzeptiven Agnosie können die Betroffenen die Objekte zwar abzeichnen, jedoch nicht als zusammenhängende Form erkennen und deshalb nur Teilbereiche benennen (z.B. bei einem Schlüssel: „oben ist ein Loch“). Bei der sog. assoziativen Agnosie können die Betroffenen die Objekte weder abzeichnen noch benennen. Wenn sie jedoch das Objekt mit anderen Sinnen wahrnehmen können, können sie es benennen (bspw. das Klimpern eines Schlüssels  „Oh ein Schlüssel.“) Die visuelle Agnosie kann sich auch auf Gesichter (sog. Prosopagnosie) und Buchstaben (sog. Alexie) beziehen. Auch die Wahrnehmung in anderen Sinnen kann eingeschränkt sein. So kann die Agnosie auch auditorisch sein, sodass Töne, Melodien oder Gesprochenes nicht erkannt wird. Auch andere Sinne wie der Geruchs- oder Orientierungssinn können von dem Nicht-Erkennen betroffen sein.

Weitere Informationen zu neuropsychologischen Themen erhalten Sie im Onlineratgeber unter: www.ratgeber-neuropsychologie.de Das vorliegende Material ist im Rahmen einer Praktikumsarbeit am Neuropsychologischen Therapiecentrum (www.np-ambulanz.de) der Ruhr Universität Bochum unter der Betreuung von Priv.-Doz. Dr. Patrizia Thoma entstanden.

Wussten Sie schon...?

Hallo Ihr Lieben, schön, dass Ihr wieder mit dabei seid. Heute werden wir gemeinsam mit Professor Doktor Vogel und Tom einer neuen Krankheit auf den Grund gehen.

Ich werde Euch heute etwas zur sogenannten Agnosie erklären.

Agno-sie? Das klingt ja merkwürdig.

Genau - Agnosie. Das Wort kommt aus dem Griechischen und heißt soviel wie „Nicht-Erkennen“.

Sind die Menschen also blind?

Im entferntesten Sinne, ja. Es ist aber viel mehr so, dass die Menschen zwar sehen, aber nicht erkennen können, wie der griechische Name schon sagt...

...wir werden uns nun folgende Formen von visueller Agnosie genauer anschauen:

  • Objektagnosie
  • Gesichtsagnosie
  • Agnosie für Buchstaben

Tom, was ist das?

Na, eine Gießkanne, ist doch klar!

Richtig! Jemand, der eine Objektagnosie hat, könnte dieses Objekt nicht benennen...

...wenn man den Betroffenen ein Bild vorlegt, können sie die Gießkanne jedoch abzeichnen, auch wenn sie sie nicht benennen können, ist das nicht verrückt? Diese Form der Objektagnosie nennt man apperzeptive Agnosie.

Apperzeptive Agnosie, mhm das ist aber echt ein schwieriges Wort. Gibt es etwa noch eine andere Form der Objektagnosie?

Auch hier liegt der “Fehler“ im Gehirn, meist verursacht durch einen Unfall oder einen Schlaganfall, manchmal ist diese Krankheit auch angeboren...

...wir können es uns bei der assoziativen Agnosie so vorstellen, dass die Betroffenen keinen Zugriff auf ihr Lexikon im Kopf haben, wo der Begriff „Gießkanne“ abgespeichert ist. Deshalb können sie sie nicht benennen...