Globaler Konsumverhalen, Zusammenfassungen von Geographie

Hallo, das ist meine Zusammenfassung zu Globaler Konsumverhalten Ich freue mich auf euren Feedback.

Art: Zusammenfassungen

2023/2024

Hochgeladen am 23.07.2024

iqra-di
iqra-di 🇦🇹

10 dokumente

1 / 2

Toggle sidebar

Diese Seite wird in der Vorschau nicht angezeigt

Lass dir nichts Wichtiges entgehen!

bg1
Globalisiertes
Konsumverhalten
pf2

Unvollständige Textvorschau

Nur auf Docsity: Lade Globaler Konsumverhalen und mehr Zusammenfassungen als PDF für Geographie herunter!

Globalisiertes

Konsumverhalten

Globale Lebensmittelproduktion: Zwischen Vielfalt und Verschwendung In Supermärkten finden wir eine beeindruckende Auswahl an Lebensmitteln, wie zahlreiche Sorten Fruchtjoghurt. Diese Vielfalt entsteht durch ein komplexes Produktionsnetzwerk, das von der Milcherzeugung über die Verarbeitung, den Transport der Zutaten, die Herstellung der Verpackung bis hin zur Lieferung an die Läden reicht. Jedoch gehen entlang dieser Kette viele Lebensmittel verloren. Obst wird oft wegen äußerer Qualitätskriterien wie Größe oder Form aussortiert, bevor es überhaupt in den Verkauf gelangt. Andere verderben durch zu lange Lagerung oder werden aufgrund von Über- oder Untergewicht nicht verkauft. Zusätzlich landen in privaten Haushalten viele noch genießbare Lebensmittel im Müll. Weltweit werden jährlich schätzungsweise 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel weggeworfen oder gehen verloren – das entspricht einem Drittel der weltweiten Produktion. Gleichzeitig hungern Millionen Menschen, obwohl eigentlich genügend Nahrungsmittel vorhanden wären. Konsumgesellschaft und Modeopfer Unsere Konsumgesellschaft bietet eine ständig verfügbare und riesige Auswahl an Kleidung und Schuhen, die oft zu extrem niedrigen Preisen von großen Modeketten verkauft werden. Dies ist möglich durch die Massenproduktion in Niedriglohnländern wie Bangladesch, Vietnam, Indien und Kambodscha. Viele Menschen, sogenannte “Fashion Victims”, jagen den neuesten Trends hinterher und kaufen fast wöchentlich neue Kleidung. Die niedrigen Preise führen dazu, dass die Menschen mehr kaufen, als sie tatsächlich brauchen. Die eigentlichen Opfer dieses Konsumverhaltens sind jedoch die Arbeiter in den Textilfabriken, die unter extrem schlechten Bedingungen arbeiten. In Bangladesch arbeiten viele von ihnen 13 bis 16 Stunden täglich für einen minimalen Lohn, der oft unter dem Existenzminimum liegt und nur 0,5 bis 3 Prozent des Verkaufspreises der Kleidung ausmacht. Die Arbeitsbedingungen sind oft unmenschlich. Im Jahr 2012 starben bei einem Brand in einer Textilfabrik in Bangladesch über 100 Menschen, weil die Manager den Arbeitern verboten hatten, die Fabrik zu verlassen. 2013 stürzte eine Textilfabrik in Dhaka ein, wobei über 1100 Menschen ums Leben kamen. 2017 explodierte ein Heizkessel in einer Fabrik, wodurch 13 Menschen starben. Trotz dieser tragischen Ereignisse hat sich das Einkaufsverhalten der Modehäuser und Konsumenten in Europa und Nordamerika kaum verändert. Selbst teure Marken wie Ralph Lauren und Hugo Boss lassen unter fragwürdigen Bedingungen produzieren. 2021 trat ein Abkommen in Kraft, das den Brandschutz und die Gebäudesicherheit in Textilfabriken verbessern sollte. Ob diese Maßnahmen jedoch langfristig Wirkung zeigen, bleibt abzuwarten.