



Besser lernen dank der zahlreichen Ressourcen auf Docsity
Heimse Punkte ein, indem du anderen Studierenden hilfst oder erwirb Punkte mit einem Premium-Abo
Prüfungen vorbereiten
Besser lernen dank der zahlreichen Ressourcen auf Docsity
Download-Punkte bekommen.
Heimse Punkte ein, indem du anderen Studierenden hilfst oder erwirb Punkte mit einem Premium-Abo
Das Gehirn ist Bestand teil des Ner ven sys tems (NS), das in peri phe res (PNS) und zen tra les (ZNS) unter teilt wer den.
Art: Übungen
Hochgeladen am 09.08.2022
4.4
(29)1 / 7
Diese Seite wird in der Vorschau nicht angezeigt
Lass dir nichts Wichtiges entgehen!




Das Gehirn ist Bestandteil des Nervensystems (NS), das in peripheres (PNS) und zentrales (ZNS) unterteilt werden kann. Zum ZNS gehören Rückenmark und Gehirn. Der Übergang ist nicht exakt festgelegt. Im allgemeinen gibt man als Grenze die mit bloßem Auge sichtbare Pyramiden- bahnkreuzung (Decussatio pyramidum) nach dem verlän- gerten Mark an. Im natürlichen (nativen, ungefärbten) Rückenmark und im Gehirn stellen sich die Ansammlungen
von Nervenzellen grau und die Nervenfasern weiß dar. Man spricht deshalb von grauer Substanz und weißer Substanz. Das Rückenmark verläuft in der Wirbelsäule parallel zur Längsachse des Körpers, während das Gehirn im spitzen Winkel zum Gesicht hin abgeknickt ist. Dadurch verändern sich die Achsen, die man zur Orientierung benutzt. Dies muß man beim Lagevergleich von Strukturen des Rücken- marks mit denen des Gehirns beachten Hirnmassen: Die Hirnmasse des Neugeborenen beträgt etwa 1/3 der Hirn- masse des Erwachsenen. Das Verhältnis Hirnmasse : Kör- permasse ist 1:10 beim Neugeborenen und 1: 40-50 beim erwachsenen Menschen. Das Hirngewicht liegt adult bei 1250-1450g.
1 Allgemeine Angaben zum Gehirn 7
cranial
rostral
frontal okzipital
caudal
caudal
3.1 Anatomie des
Rückenmarks
Das Rückenmark (Medulla spinalis) befindet sich im Kanal der Wirbelsäule, umgeben von Liquor cerebrospinalis und einer bindegewebigen Hülle (Durasack, Dura mater spina- lis).
Das Rückenmark selbst ist unsegmentiert. Es hat zwei Ver- dickungen in den Bereichen, an denen die Nerven für die Arme bzw. für die Beine austreten (Intumescentia cervicalis in Höhe des VII. Halswirbels und Intumescentia lumbosa- cralis.
Das Rückenmark beginnt am verlängerten Mark und endet mit dem Endfaden (Conus medullaris) im Lendenbereich. Die Rückenmarkhülle, der Durasack, geht in ein Filum ter- minale über.
Während beim Neugeborenen die Austrittstellen der Spinal- nervenwurzeln aus dem Rückenmark auf derselben Höhe wie der zugehörigen Wirbel liegen, ist das beim Erwachse- nen nur noch im oberen Halswirbelbereich so. Durch die Ausbildung größerer Wirbelkörper in den unteren Abschnitten der Wirbelsäule bleibt das Rückenmark schein- bar zurück. Es steht im Wirbelkanal oben. Deshalb spricht man von einem scheinbaren Hochstand oder Ascensus des Rückenmarks beim Erwachsenen. Da die Spinalnerven jedoch weiterhin durch “ihren” Wirbel austreten, müssen die Wurzeln der Spinalnerven eine Strecke im Wirbelkanal zurücklegen, bis sie “ihr” Foramen intervertebrale erreicht haben. Im Lendenbereich findet man im Wirbelkanal nur noch Wurzelfäden der Nerven vor und kein Rückenmark. Deshalb kann man sich hier Zugang zur näheren Umgebung des Rückenmarks, zum Liquorraum, verschaffen. Wenn man mit der Kanüle einer Spritze (nur vom Arzt auszufüh- ren!) unterhalb des zweiten Lendenwirbels einsticht, wird kein Rückenmark verletzt. Die Fäden der Cauda equina wei- chen vor der Kanüle aus. Jetzt kann zu Diagnosezwecken Liquor entnommen oder eine Rückenmarkanästhesie durch- geführt werden (Details siehe bei Hirnhäuten).
3 Rückenmark und Rückenmarknerven 9
Lage des Rückenmarks im Wirbelkanal:
Atlas
8 Halsnerven (Nervi [Nn] cervicales)
Wirbel
Rückenmark (Medulla spinalis)
12 Brustnerven (Nn. thoracici)
5 Lendennerven (Nn. lumbales)
Cauda equina) (Pferdeschwanz)
5 Nn. sacrales
1 N. coccygealis
Filum terminale
Anatomie des Rückenmarks in der Dorsalansicht
Verlängertes Mark
Decussatio pyramidum
Intumescentia cervicalis
Intumescentia lumbosacralis
Conus medullaris
3.2 Aufbau der Spinalnerven
Neuroanatomie für Medizinstudenten 10
Graue Substanz
Weiße Substanz
Hinterwurzel (Radix posterior)
Vorderwurzel (Radix anterior)
Spinalganglion
Spinalnerv mit
Ramus ventalis (zieht mit den Rippen um den Brustraum)
Ganglion des sympathischen Grenzstranges
Knochen der Wirbelsäule
Spatium epidurale mit Fett und Blutgefäßen
Harte Rückenmarkhaut (Durasack)
Spatium subdurale
Spinnwebhaut
Weiche Rückenmarkhaut (Pia)
Umhüllung der peripheren Nerven
Die Einteilung der Hirnabschnitte erfolgt nach Lage im Schädel, nach dem Aussehen oder nach Gesichtspunkten aus der Hirnentwicklung. Leider werden die einzelnen Gesichtspunkte miteinander vermischt. Die folgende Tabel- le stellt eine Übersicht der wichtigen Begriffe dar.
I Prosencephalon 1. Telencephalon (Vorderhirn, (Endhirn, Großhirn) liegt im Schädel 2. Diencephalon vorn) (Zwischenhirn)
II Mesencephalon 3. Mesencephalon (Mittelhirn (Mittelhirn) liegt in der Mitte)
III Rhombencephalon Metencephalon (Hinterhirn) (Rautenhirn, gliedert sich in sieht rhomben- 4. Pons und artig aus) 5. Cerebellum (Kleinhirn)
Neuroanatomie für Medizinstudenten 12