










Besser lernen dank der zahlreichen Ressourcen auf Docsity
Heimse Punkte ein, indem du anderen Studierenden hilfst oder erwirb Punkte mit einem Premium-Abo
Prüfungen vorbereiten
Besser lernen dank der zahlreichen Ressourcen auf Docsity
Download-Punkte bekommen.
Heimse Punkte ein, indem du anderen Studierenden hilfst oder erwirb Punkte mit einem Premium-Abo
o Vitalkapazität o Atemzugvolumen o inspiratorisches Reservevolumen o exspriratorisches Reservevolumen. • erfasste dynamische Atemvolumina (Atemzeitvolumen).
Art: Skripte
1 / 18
Diese Seite wird in der Vorschau nicht angezeigt
Lass dir nichts Wichtiges entgehen!











Vegetative Physiologie Fachschaft Zahnmedizin Münster
1te Auflage - 2016
x = Lungendurchblutung x Lungenspitzen sind schlechter durchblutet x Die Durchblutung der Lunge kann körperlicher Arbeit angepasst werden ; in Ruhe werden nur ca. 50% der vorhandenen lungenkapillaren durchblutet, bei Arbeit (=erhöhten Herzzeitvolumen) können Reservekapillaren geöffnet werden x Blutdruck in der A. pulmonalis verdoppelt sich bei Vervierfachung der Lungendurchblutung x kleiner Kreislaufist ein Niederdrucksystem : Blutdruck in A. pulmonalis: 25mmHg systolisch, 10mmHg diastolisch o regional unterschiedliche Perfusion o Lungenspitzen werden bei aufrechter Haltung schlechter durchblutet als die basisnahem Lungenanteile x Regulation der Gefäßweite o Euler-Liljestrand-Mechanismus: In Bezirken mit niedrigem alveolären O 2 - parialdruck verengen sich die zuführenden Pulmonalarterienäste
x Lunge und Thoraxwand sind durch den Pleuraspalt voneinander getrennt. x Im Pleuraspalt befindet sich ein dünner Flüssigkeitsfilm (Flüssigkeiten sind nicht dehnbar und nicht kompressierbar!) durch den die Lunge an der Innenseite des Thorax haften bleibt und dessen Bewegungen folgt x Pleuraspalt : subatmosphäroscher Druck von - 0,5 kPa o Negativer Druck ist bedingt durch die Eigenelastizität der Lunge und das damit verbundene Besteben sich zur Mitte hin zusammen zu ziehen, was durch die Flüssigkeitsfixierung an den Thorax verhindert wird o Inspiration : Erweiterung des Thorax Æ 0,7 kPa o Exspiration : Nur bei sehr forcierter Ausatmung kann der intrapleurale Druck während der Ausatmung auch positiv werden
x Ruhelage: äußerer Luftdruck (Ausgleich der Drücke durch die Atemwege) x Nur bei Thoraxbewegungen während der Inspiration/Exspiration weicht der intrapulmonale Druck auf Grund der Volumenveränderung der Lunge von der Nulllinie ab Æ Druckgefälle , an dem entlang Luft in und aus der Lunge strömt Bei maximaler Ausatemstellung ist die Druckdifferenz zwischen intrapleuralen und intrapulmonalen Druck am geringsten 1
(Messung auf Zeit) x Foricertes expiratorisches Volumen o absolut o relativ (FEV/VC) x Atemgrenzwert : maximale Frequenz x max. Volumen o in Ruhe: 8l, steigerbar auf bis zu 150l bei amximaler Anstrengung
x Bei jedem Atemzug gelangt nur ein Teil der inspirierten Luft in den Alveolarraum und nimmt am Gasaustausch teil x In Atemruhelage setzt sich das Gasvolumen der Lunge aus dem anatomischen Totraum und dem Alveolarraum zusammen x Eine Vergrößerung des Totraumvolumes weist auf eine gestörte Lungenfunktion hin (z.B. durch Rauchen, Staublunge) x Totraumvolumen o = Teil der Inspirationsluft, der nicht am Gasaustausch teilnimmt o ca. 150ml o Funktion : Reinigung, Anfeuchtung, Erwärmung der Atemluft, Teil des Stimmorgans o Beim Gesunden stimmen funktioneller und anatomischer Totraum überein o anatomischer Totraum Raum des respiratorischen Traktes , der belüftet ist, aber kein Gasaustausch stattfindet: Mund, Nase, Pharyns, Larynx, Trachea Bronchien und Bronchiolen (bis zur 16. Teilung des Bronchialbaums) Konduktion Volumen: 150ml o funktioneller Totraum anatomischer Totraum + Lungenbereiche mit sehr hohen Ventilations- Perfusions-Quotienten (z.B. Lungenspitzenareale, Lungenteile, in denen das Blut auf Grund einer beeinträchtigeten Durchblutung nicht arterialisiert werden kann) x Bestimmung des Totraumvolumens mittels Spirometrie o Atemzugvolumen VT = exspiratorisches Atemvolumen VE o VE= Totraumvolumen VD + Alveolarvolumen VA o Für die Teilvolumina lassen sich Anteile eines bestimmtesn Gases angeben ( fraktionelle Konzentration eines Gases ) o Für CO 2 g ilt: FI = 0, damit gilt: x Totkapazität : Volumen, dass sich nach maximaler Inspiration in der Lunge befindet= Vitalkapazität + Residualvolumen
Obstruktive Ventilationsstörungen x obstruktive Ventilationsstörungen = Erhöhung des Atemwiderstandes infolge einer Verengung/Verlegung (Obstruktion) der Atemwege o Schleim, muskuläre Engstellung, Tumorstenosen o klinische Bilder: Asthma, chronische Bronchitis, Lungenemphysem x Folge : o Ventilation der Lunge kann nicht in der erforderlichen Geschwindigkeit erfolgen Æ Änderung der dynamischen Lungenvolumina : Vitalkapazität→ FEV 1 absolut ↓ FEV 1 relativ ↓ o Erhöhung der geleisteten Atemarbeit o Häufig Überblähung des Lungengewebes, da noch Luft eingeatmet, aber bei der Ausatmung nicht mehr mobilisier werden kann Æ erhöhtes Residualvolumen x Symptom : Atemnot x Hagen-Poiseuille: o Bereits kleine Änderungen des Durchmessers eines Bronchiolus hat eine dramatische Änderung des Strömunsgwiderstandes zur Folge. o Der Strömungswiderstand ist umgekehrt proportional zu r^4 , eine Halbierung des Durchmessers würde zu einem 16x des Strömungswiderstand führen x Messmethode : Glockenspirometer o Bei der Exspiration wird ein glockenartig in den Raum des Spirometers eingelassenen Zylinder angehoben , während er bei einer Inspiration in den Vorratsbehälter eintaucht o Mit jeder Inspiration wird dem Vorratsraum mehr O 2 entnommen, als mit der Exspiration zugeführt wird Æ Die Glocke sinkt von Atemzyklus zu Atemzyklus ab, wodurch die registrierte Kurve zunehmend nach oben verlagert wird o ansteigende Nullinie (Mittellage) ist Maß für den O 2 Verbrauch Restriktive Ventilationsstörungen x Restriktive Ventilationsstörungen = Veränderungen der Lunge oder des Thorax , die zu einer Veränderung der statischen Lungenvolumina führen o Vitalkapazität: ↓ o FEV 1 absolut:↓ o FEV 1 relativ: ↓/→ x Ursache : o mechanisch komprimierende Prozess ( Throaxdeformitäten ) o Änderungen in der Compliance der Einheit Thorax/Lunge o Verlust von funktionellem Lungengewebe (Lungenfibrose) o Funktionsstörungen der Atemmuskulatur x Klinisch: Lungenfibrose, Bronchitis
Kombinierte Ventilationsstörungen x Obstruktive und Restriktive Vetilationsstörungen treten auch in Kombination auf. Dabei ist die restriktive Lungenveränderung häufig eine Folge der langjährig bestehenden obstruktiven Störung (z.B. Lungenfibrose bei vorbestehendem Asthma bronchiale) TIFFENEAU-Test (Atemstoßtest) Æ forciertes Exspirationsvolumen x Ziel : Aufdecke von obstruktiven Atemstörungen x Methode : Methode ermittelt das forcierte Exspirationsvolumen , das nach maximaler Inspiration unter größter Anstrengungen binnen 1s ausgeatmet werden kann (FEV 1 = forced expired volume in one second) x Messwerte werden zu der jeweiligen individuellen Vitalkapazität VC in Bezug gesetzt: FEV 1 /VC * 100 x Beinflussung der Messwerte o Körpergröße o Alter (ältere VP haben weniger elastsiches Lungengewebe Æ Bronchialkollaps) o Mitarbeit der Versuchsperson x Auswertung : bei Werten unter 70% besteht wahrscheinlich ein erhöhter Widerstand in den Atemwegen