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Impressionismus Appunti lingua tedesca, Appunti di Tedesco

Appunti sull’impressionismo in tedesco con Arthur Schnitzel: Fräulein Else

Tipologia: Appunti

2025/2026

In vendita dal 26/06/2026

arianna-pignat
arianna-pignat 🇮🇹

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DER JUGENDSTIL
Der Jugendstil war eine neue Kunstbewegung um 1900, die in Europa viele Namen hatte
(zum Beispiel Liberty in England oder Art Nouveau in Frankreich). In Deutschland
kommt der Name von der Kunstzeitschrift „Jugend“. Dieser Stil wollte alles im Leben
schöner machen: von der Architektur und Mode bis hin zur Malerei.
Das wichtigste Merkmal ist die elegante Ästhetik. Man erkennt den Jugendstil sofort an
den weich-geschwungenen Linien und den vielen Blumenmustern (Ornamenten). Die
Künstler nutzten oft edle Farben wie Gold und Silber, um Oberflächen wertvoller
aussehen zu lassen. Die berühmtesten Maler dieser Zeit sind Gustav Klimt und Egon
Schiele, die Wien zum Zentrum dieser Kunst machten.
STILPLURALISMUS
An der Jahrhundertwende gab es in der Literatur nicht einen einzigen Stil, sondern eine
große Vielfalt (Pluralismus). Viele verschiedene Richtungen existierten gleichzeitig und
widersprachen sich oft.
Während der Naturalismus versuchte, die Wirklichkeit ganz genau und detailliert zu
zeigen (vor allem die Armut und sozialen Probleme), machten der Impressionismus,
der Symbolismus und der Jugendstil genau das Gegenteil. Diese Künstler
interessierten sich nicht für Politik oder soziale Fragen. Für sie war die Kunst ästhetisch
und vornehm (aristokratisch). Statt über Probleme der armen Schichten zu schreiben,
konzentrierten sie sich auf die Psychologie und die Gefühle ihrer Figuren. Diese Figuren
waren meistens wohlhabende Bürger oder selbst Künstler, die sich intensiv mit ihrer
eigenen Innenwelt beschäftigten.
NATURALISMUS
Der Naturalismus wollte die Wirklichkeit so genau wie möglich zeigen, fast wie ein Foto.
Dafür erfanden die Autoren den Sekundenstil: Jedes Detail, jedes Geräusch und jede
Sekunde wurde exakt aufgeschrieben. Im Gegensatz zum Realismus wurde hier nichts
verschönert (keine Idealisierung). Während der Realismus noch über das Bürgertum
schrieb, konzentrierte sich der Naturalismus auf das Proletariat (arme Arbeiter,
Obdachlose, Prostituierte) in der Großstadt.
Ein wichtiges Konzept war der Determinismus: Man glaubte, dass der Mensch durch
seine Gene (Vererbung) und seine Umgebung (Milieu) vorbestimmt ist und sich nicht
ändern kann. Die wichtigste Kunstform war das Drama. Die Figuren sprachen oft in
Dialekt, um so echt wie möglich zu wirken. Das Zentrum dieser Bewegung war Berlin,
wo Autoren wie Gerhart Hauptmann ihre Stücke auf privaten Bühnen zeigten.
IMPRESSIONISMUS
Der Impressionismus startete in der Malerei (berühmt durch Claude Monet) und
beeinflusste dann die Literatur. Anstatt die Welt objektiv wie ein Foto zu zeigen (wie im
Naturalismus), geht es hier um subjektive Eindrücke und flüchtige Stimmungen. Der
Dichter beschreibt nicht die harte Realität, sondern wie er einen Moment persönlich
empfindet.
Die Hauptfiguren sind keine armen Arbeiter mehr, sondern raffinierte Künstler oder
Mitglieder einer feinen, oft etwas müden Gesellschaft (Dekadenz). Ein riesiger Einfluss
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DER JUGENDSTIL

Der Jugendstil war eine neue Kunstbewegung um 1900, die in Europa viele Namen hatte (zum Beispiel Liberty in England oder Art Nouveau in Frankreich). In Deutschland kommt der Name von der Kunstzeitschrift „Jugend“. Dieser Stil wollte alles im Leben schöner machen: von der Architektur und Mode bis hin zur Malerei. Das wichtigste Merkmal ist die elegante Ästhetik. Man erkennt den Jugendstil sofort an den weich-geschwungenen Linien und den vielen Blumenmustern (Ornamenten). Die Künstler nutzten oft edle Farben wie Gold und Silber , um Oberflächen wertvoller aussehen zu lassen. Die berühmtesten Maler dieser Zeit sind Gustav Klimt und Egon Schiele , die Wien zum Zentrum dieser Kunst machten.

STILPLURALISMUS

An der Jahrhundertwende gab es in der Literatur nicht einen einzigen Stil, sondern eine große Vielfalt (Pluralismus). Viele verschiedene Richtungen existierten gleichzeitig und widersprachen sich oft. Während der Naturalismus versuchte, die Wirklichkeit ganz genau und detailliert zu zeigen (vor allem die Armut und sozialen Probleme), machten der Impressionismus , der Symbolismus und der Jugendstil genau das Gegenteil. Diese Künstler interessierten sich nicht für Politik oder soziale Fragen. Für sie war die Kunst ästhetisch und vornehm (aristokratisch). Statt über Probleme der armen Schichten zu schreiben, konzentrierten sie sich auf die Psychologie und die Gefühle ihrer Figuren. Diese Figuren waren meistens wohlhabende Bürger oder selbst Künstler, die sich intensiv mit ihrer eigenen Innenwelt beschäftigten.

NATURALISMUS

Der Naturalismus wollte die Wirklichkeit so genau wie möglich zeigen, fast wie ein Foto. Dafür erfanden die Autoren den Sekundenstil : Jedes Detail, jedes Geräusch und jede Sekunde wurde exakt aufgeschrieben. Im Gegensatz zum Realismus wurde hier nichts verschönert ( keine Idealisierung ). Während der Realismus noch über das Bürgertum schrieb, konzentrierte sich der Naturalismus auf das Proletariat (arme Arbeiter, Obdachlose, Prostituierte) in der Großstadt. Ein wichtiges Konzept war der Determinismus : Man glaubte, dass der Mensch durch seine Gene ( Vererbung ) und seine Umgebung ( Milieu ) vorbestimmt ist und sich nicht ändern kann. Die wichtigste Kunstform war das Drama. Die Figuren sprachen oft in Dialekt , um so echt wie möglich zu wirken. Das Zentrum dieser Bewegung war Berlin, wo Autoren wie Gerhart Hauptmann ihre Stücke auf privaten Bühnen zeigten.

IMPRESSIONISMUS

Der Impressionismus startete in der Malerei (berühmt durch Claude Monet) und beeinflusste dann die Literatur. Anstatt die Welt objektiv wie ein Foto zu zeigen (wie im Naturalismus), geht es hier um subjektive Eindrücke und flüchtige Stimmungen. Der Dichter beschreibt nicht die harte Realität, sondern wie er einen Moment persönlich empfindet. Die Hauptfiguren sind keine armen Arbeiter mehr, sondern raffinierte Künstler oder Mitglieder einer feinen, oft etwas müden Gesellschaft (Dekadenz). Ein riesiger Einfluss

war die Psychoanalyse von Sigmund Freud : Autoren wie Arthur Schnitzler schauten tief in das Innere ihrer Figuren ( Introspektion ). Sie analysierten Träume, Ängste und versteckte Gedanken. Neben Schnitzler nutzten auch Rainer Maria Rilke und Hugo von Hofmannsthal diesen Stil, vor allem in kurzen Formen wie der Novelle , der Skizze oder dem Roman.

SYMBOLISMUS

Der Symbolismus sucht die „reine Poesie“. Es geht nicht um die echte Welt, sondern um Schönheit, Träume und Dinge, die man schwer in Worte fassen kann. Die Sprache ist dabei sehr musikalisch und nutzt viele Symbole. Ein wichtiges Thema ist die Dekadenz (der Untergang). Die Stadt Venedig ist dafür das perfekte Symbol: Sie ist wunderschön, aber sie versinkt und zerfällt langsam. Genau wie die Stadt sind auch die Figuren in der Literatur (z. B. bei Thomas Mann) oft melancholisch, krank oder lebensmüde. Gleichzeitig erlebten viele Autoren eine Sprachkrise. Sie hatten das Gefühl, dass die Sprache nicht mehr ausreicht, um die moderne Welt zu beschreiben. Ein berühmtes

Beispiel ist der „Brief des Lord Chandos“ von Hugo von Hofmannsthal : Darin verliert

der Schreiber das Vertrauen in die Worte, und die Welt zerfällt für ihn in Einzelteile. Die wichtigste Gattung war die Lyrik (Gedichte), die mit starken Bildern und Metaphern arbeitet. Die bedeutendsten Dichter waren Stefan George , Rainer Maria Rilke und Hofmannsthal.

ARTHUR SCHNITZLER

Arthur Schnitzler war nicht nur Schriftsteller, sondern auch Nervenarzt und Psychiater. Deshalb interessierte er sich brennend für die menschliche Seele, Träume und psychische Krankheiten. Er lebte zur gleichen Zeit wie Sigmund Freud in Wien. Beide beschäftigten sich mit ähnlichen Themen: dem Unbewussten , der Bedeutung von Träumen und dem gesellschaftlichen Tabu der Sexualität. Um das Innere seiner Figuren zu zeigen, nutzte Schnitzler moderne Techniken wie den inneren Monolog. Dabei liest der Leser direkt die ungefilterten Gedanken und Ängste der Figur, was die Geschichten sehr subjektiv und psychologisch tief macht.

FRÄULEIN ELSE

Die Handlung Die 19-jährige Else ist im Urlaub, als sie einen Brief von ihrem Vater erhält. Er braucht dringend Geld, um nicht ins Gefängnis zu gehen. Sie soll den Kunsthändler Von Dorsday um Hilfe bitten. Dieser stellt jedoch eine ekelhafte Bedingung: Er gibt das Geld nur, wenn er Else nackt sehen darf. Else gerät in einen extremen inneren Konflikt zwischen der Pflicht gegenüber ihrer Familie und ihrer eigenen Würde. Am Ende geht sie nur mit einem Mantel bekleidet in den Konzertsaal, entblößt sich vor allen und bricht zusammen. Die Technik: Innerer Monolog Schnitzler nutzt in diesem Werk die Technik des inneren Monologs , um Elses Gedanken und Gefühle so genau wie möglich darzustellen. Durch diese subjektive

Die Chance auf Flucht: Eveline hat einen Freund (Frank), der sie liebt und mit ihr weggehen will. Sie hätte ein neues Leben haben können. Else hat keine Hilfe; sie wird von Dorsday erpresst und hat keinen Ausweg.  Der Ausgang der Geschichte: Eveline bleibt in ihrem alten, traurigen Leben zurück. Sie wählt die Sicherheit, auch wenn sie dort unglücklich ist. Else wählt den radikalen Weg: Sie zerstört ihren Ruf und nimmt sich am Ende das Leben.