Cashflow-Kennzahlen, Übungen von Finanzierung

Die Kennzahl gibt an, inwieweit die Unternehmung in der Lage ist, ihre Ersatz- und. Erweiterungsinvestitionen aus dem Umsatz zu finanzieren.

Art: Übungen

2021/2022

Hochgeladen am 09.08.2022

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Cashflow-Kennzahlen.doc -1-
Cashflow-Kennzahlen1
1. Cashflow -Investitionsverhältnis
titionen
Nettoinves
CashflowNetto
Die Kennzahl gibt an, inwieweit die Unternehmung in der Lage ist, ihre Ersatz-und
Erweiterungsinvestitionen aus dem Umsatz zu finanzieren. Das Cashflow-Investitionsver-
hältnis beinhaltet ungefähr die gleiche Aussage wie der Free Cashflow, allerdings in relativer
Form, d.h. als Prozentsatz. Sinnvollerweise rechnet man mit dem Netto-Cashflow. Dazu muss
die Gewinnausschüttung vom Brutto-Cashflow abgezogen werden.
2. Gewinn Cashflowverhältnis
Cashflow
Gewinn
Ein hoher Abschreibungsanteil am Cashflow bedeutet einen grossen Bedarf an
Ersatzinvestitionen, d.h. dieser Teil des Cashflows wird für die Erhaltung des
Produktionsapparates benötigt.
Nur der Gewinnanteil kann für die Finanzierung von Erweiterungsinvestitionen,
Gewinnausschüttungen oder Schuldenrückzahlungen verwendet werden. Ein hoher
Gewinnanteil am Cashflow ist deshalb für die Unternehmung vorteilhafter.
3. Cashflow Finanzierungsgrad
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Cashflow
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Der Cashflow soll Aufschluss geben über den Umfang der Mittel, die für Dividenden,
Investitionen und Schuldenrückzahlung im Laufe des Jahres verfügbar werden. Der
Cashflow-Finanzierungsgrad ist in den USA bekannt unter dem Namen Cashflow Adequacy
Ratio.
Ein Kennzahlenwert von 100 % wird oft als Zielgrösse betrachtet. Allerdings ist eine Beurtei-
lung stark von der wirtschaftlichen Situation abhängig, in der sich eine Unternehmung befin-
det. Bei starkem Unternehmenswachstum zum Beispiel übersteigen schon die Nettoinvestitio-
nen den erarbeiteten Cashflow deutlich.
1In Anlehnung an Prochinig, U., (2002). Mittelflussrechnung (2. Aufl.). Zürich: Verlag SKV, S. 41-49
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Cashflow-Kennzahlen.doc -1-

Cashflow-Kennzahlen

1. Cashflow - Investitionsverhältnis

Nettoinves titionen

NettoCashflow

Die Kennzahl gibt an, inwieweit die Unternehmung in der Lage ist, ihre Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen aus dem Umsatz zu finanzieren. Das Cashflow-Investitionsver- hältnis beinhaltet ungefähr die gleiche Aussage wie der Free Cashflow, allerdings in relativer Form, d.h. als Prozentsatz. Sinnvollerweise rechnet man mit dem Netto-Cashflow. Dazu muss die Gewinnausschüttung vom Brutto-Cashflow abgezogen werden.

2. Gewinn – Cashflowverhältnis

Cashflow

Gewinn

Ein hoher Abschreibungsanteil am Cashflow bedeutet einen grossen Bedarf an Ersatzinvestitionen, d.h. dieser Teil des Cashflows wird für die Erhaltung des Produktionsapparates benötigt.

Nur der Gewinnanteil kann für die Finanzierung von Erweiterungsinvestitionen, Gewinnausschüttungen oder Schuldenrückzahlungen verwendet werden. Ein hoher Gewinnanteil am Cashflow ist deshalb für die Unternehmung vorteilhafter.

3. Cashflow – Finanzierungsgrad

Nettoinvestitionen Gewinnausschüttung Schuldenti ung

Cashflow

    • lg

Der Cashflow soll Aufschluss geben über den Umfang der Mittel, die für Dividenden, Investitionen und Schuldenrückzahlung im Laufe des Jahres verfügbar werden. Der Cashflow-Finanzierungsgrad ist in den USA bekannt unter dem Namen Cashflow Adequacy Ratio.

Ein Kennzahlenwert von 100 % wird oft als Zielgrösse betrachtet. Allerdings ist eine Beurtei- lung stark von der wirtschaftlichen Situation abhängig, in der sich eine Unternehmung befin- det. Bei starkem Unternehmenswachstum zum Beispiel übersteigen schon die Nettoinvestitio- nen den erarbeiteten Cashflow deutlich.

(^1) In Anlehnung an Prochinig, U., (2002). Mittelflussrechnung (2. Aufl.). Zürich: Verlag SKV, S. 41-

Cashflow-Kennzahlen.doc -2-

4. Verschuldungsfaktor

Cashflow

Effektivverschuldung

Der Verschuldungsfaktor gibt an, wievielmal (wie viele Jahre lang) der letzte Casflow erarbeitet werden müsste, bis die Effektivverschuldung getilgt wäre. Je tiefer der Verschuldungsgrad ist, desto mehr Sicherheit besteht für die Gläubiger.

Die Aussagekraft des Verschuldungsfaktors als Sicherheitskennzahl ist vor allem in Zeitreihenvergleichen sehr gross, weil bei wachsender Gefährdung der Unternehmung normalerweise der Zähler (Effektivverschuldung) steigt und gleichzeitig der Nenner (Cashflow) sinkt. Damit entsteht eine Art Hebelwirkung, und die ungünstige finanzielle Entwicklung wird besonders hervorgehoben.

5. Zinsdeckungsfaktor

Zinsen

Cashflowvor Zinsen

Der Zinsdeckungsfaktor gibt an, wie gut die Fremdzinsen aus der Geschäftstätigkeit bezahlt werden können.

Der Zinsdeckungsfaktor hat gegenüber dem Verschuldungsfaktor den Vorteil, dass weniger die Summe der Schulden im Vordergrund steht, sondern hauptsächlich die durch die Ver- schuldung verursachten Belastungen durch den Zinsendienst.

6. Cashflow-Marge

Umsatz

Cashflow

Die Cashflow-Marge gibt an, wie viel Prozent des Umsatzes als Geldzufluss verbleibt.

7. Cash-Burn-Rate

Cashdrain

Liquide Mittel

Cash-Burn-Rate heisst wörtlich „Geld-Verbrennungs-Rate“. Diese Kennzahl beantwortet die Frage: Wie lange dauert es, bis eine Unternehmung infolge negativem Cashflow (=Cashdrain) ihre liquiden Mittel verbraucht (verbrannt) hat und damit zahlungsunfähig wird.

Diese Kennzahl wird vor allem bei der Analyse von Unternehmungen der so genannten New Economy verwendet, wo traditionelle Kennzahlen versagen, weil solche Betriebe manchmal über Jahre hinweg weder Gewinne noch Cashflows erarbeiten und ihr Wert auf dem Prinzip Hoffnung beruht.