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Erläuterungen der Symbole. Symbol. Bedeutung. Page 9. Page 10. Page 11. Grafische Analyse - J. S. Bach: Fuge BWV 865. Page 12. Name: Datum: Klausur Mu Jg.1.
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Barock [italienisch-französisch; von portugiesisch barroco ,,unregelmäßig, schief']: bezeichnet in der Musik die Epoche vom Ende des 16. bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts. Das Wort wurde um 1800 zunächst ab- wertend gebraucht und auf die - wie man damals meinte -schwülstigen und unnatürlichen Kunstäußerun- gen des 17. und frühen 18. Jahrhunderts bezogen. Im späten 19.Jahrhundert wurde es zunächst für die bildende Kunst, dann für die Literatur und für die Musik als positiv charakterisierende Epochenbezeich- nung verwendet. Barock ist die Kunstform der Gegenreformation und des Absolutismus. Sie geht von Italien aus. Kenn- zeichnend für die Epoche ist eine Neigung zu Pracht und Aufwand, zur großen Geste, zum Kolossalen und zum festlichen Gepränge. In der Architektur zeigt sich dies im Schlüsselwerk der Epoche, in der von Michelangelo konzipierten Kuppel von St. Peter in Rom, im Schaffen von Giovanni Bernini und Francesco Borromini, in Deutschland mit einer durch den 30-jährigen Krieg bedingten Verzögerung in Andreas Schlü- ters Berliner oder in Balthasar Neumanns Würzburger Schloss. Dynamik, Erregung und Überschwang kennzeichnen Malerei und Plastik. Die Figuren verharren in großer Gebärde oder befinden sich in dramati- scher Bewegung. Die Darstellung von Affekten, also von Leidenschaften und starken Gefühlen, ist auch das Thema der Musik. Besonders deutlich wird dies in der Oper und in anderer textgebundener Musik, aber auch die Instrumentalmusik ist Ausdruck von Affekten. Zwei Merkmale sind der Barockmusik durchgängig eigen: die Generalbasspraxis und das Concertoprinzip. Man hat die Epoche daher auch das Generalbasszeitalter oder die Zeit des konzertierenden Stils genannt. Innerhalb des gesamten Zeitraums lassen sich mehrere Phasen unterscheiden:
Die Fuge ist ein mehrstimmiges, polyphones Instrumental- oder Vokalstück mit meist 3 oder 4 Stimmen. Ihre exemplarische Gestalt erhielt die Fuge in der Bach - Zeit. Ihr strenges und zugleich phantasievolles Ordnungsprinzip galt als Abbild einer höheren Weltharmonie (siehe auch Monadenlehre von Leibniz). Die Fuge (lat. fuga = Flucht) entwickelt sich im 17. Jh. aus den Imitationsformen des Frühbarock, vor allem dem Ricercar. Sie erscheint im Mittelteil der Französischen Ouvertüre, in den raschen Sätzen der Krchensonate, als konzertante Fuge im Concerto grosso und als Chorfuge in Kantate, Oratorium und Messe. Als Höhepunkt gilt Bachs Wohltemperiertes Klavier (I, 1722 und II, 1744) und seine Kunst der Fuge (1749/50) , beides große Fugensammlungen. Seither galt die Fuge wegen ihrer Stimmführungskunst als Lehr- und Probestück jedes angehenden Komponisten. Klassik und Romantik versuchen die Fugenform mit der Sonatenform oder mit programmatischen Inhalten zu verbinden ( Mozart, Beethoven ). Auf die groß dimensionierten Fugen der Spätromantik (Liszt, Reger) folgten klassizistisch orientierte des 20. Jh. (Hindemith, Strawinsky). Die wichtigsten Begriffe zur Fugenlehre Fuge: Die Fuge ist ein polyphones Musikstück, in welchem ein prägnantes Thema in imitie- render Weise zwei- oder mehrstimmig kontrapunktisch verarbeitet wird. Thema: Der Kern der Fuge ist das Thema, welches auf verschiedenen Tonstufen wiederkehrt. Die Gegenstimmen und somit die ganze Fuge sind aus dem thematischen Tonmaterial abgeleitet. Kontrapunkte: Die Gegenstimmen des Themas nennt man Kontrapunkte. Sie können während der ganzen Fuge bei jedem Themeneinsatz gleich bleiben (beibehaltener Kontrapunkt) oder aber jeweils verschieden gestaltet werden. Je nach Stimmenzahl einer Fuge gibt es mehrere Kontrapunkte. Durchführung: Eine Fuge setzt sich aus mehreren Durchführungen zusammen, die in zur Grundtonart verwandten Tonarten stehen. Eine Durchführung ist vollständig, wenn das Thema durch alle Stimmen geführt wurde. Häufig finden sich aber unvollständige Durchführungen. Exposition: Die 1. Durchführung einer Fuge heißt Exposition. Sie beginnt mit dem Thema in der Haupttonart ( Dux ). Das Thema wird dann im Quintabstand ( in C - Dur = G - Dur ) in einer anderen Stimme wiederholt ( Comes ). a) reale Beantwortung: ein Thema wird grundsätzlich in der reinen Oberquinte (bzw.Unterquarte) beantwortet/imitiert. b) tonale Beantwortung: jede Bewegung zum Dominantton wird mit einer Rückbewegung zum Tonikaton beantwortet und umgekehrt. In einer 3 - stimmigen Fuge schließt sich an den Comes wiederum der Dux in der Haupttonart an. Wenn das Thema in allen Stimmen vorgestellt wurde ( in einer 3 - stimmigen Fuge also 3 mal ), ist die Exposition zu Ende. Es kann noch ein überzähliger Einsatz folgen. Zwischenspiel: Zwischen die einzelnen Durchführungen sind Zwischenspiele eingeschoben, deren Tonmaterial meist vom Thema und von den Kontrapunkten abgeleitet ist. Auch zwischen Themeneinsätzen innerhalb einer Durchführung können sog. Binnenzwischenspiele eingeschoben werden. Engführung: Das Thema wird wie im Kanon geführt. Bevor ein Themeneinsatz zu Ende ist, setzt das Thema schon wieder in einer anderen Stimme ein. Vergrößerung: Das Thema erscheint in größeren Notenwerten Verkleinerung: Das Thema erscheint in kleineren Notenwerten Umkehrung: Thema wird waagrecht gespiegelt Krebs: Thema wird senkrecht gespiegelt Sequenz: Wiederholung eines Motivs auf einer anderen Tonstufe Imitation: Wiederholung eines Motivs in einer anderen Stimme
Sopran Alt Tenor Tonart Bezeich- nung 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 Sopran Alt Tenor Tonart Bezeich- nung 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 Sopran Alt Tenor Tonart Bezeich- nung
Die Fuge ist komplett aus den Motiven des Themas konstruiert.
Sopran Alt Tenor Tonart Bezeich- nung 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 Sopran Alt Tenor Tonart Bezeich- nung 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 Sopran Alt Tenor Tonart Bezeich- nung
Sopran Alt Tenor Bass Tonart Gliederung
Sopran Alt Tenor Bass Tonart Gliederung
Sopran Alt Tenor Bass Tonart Gliederung
Sopran Alt Tenor Bass Tonart Gliederung Erläuterung der Symbole:
Gestaltung einer Sprechfuge