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Hans Holbein D.J.. Der Kaufmann Georg Gisze. 1532, Öl auf Eichenholz, 96,3 mal 85,7cm, Gemäldegalerie Berlin. Hans Holbein: *um 1497 (Augsburg) – 1543 ...
Art: Skripte
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Renaissance-Porträts in der Gemäldegalerie - Fachseminar Bildende Kunst 1. SPS Tempelhof/ Schöneberg (L)
Teilnehmer(innen): C. Arndt-Strehlke, S. Kaping, S. Kinberger, I. Leschkas, R. Moritz, J. Ratzlaff, K. Rückholz, T. Schikorski
Renaissance-Porträts in der Gemäldegalerie - Fachseminar Bildende Kunst 1. SPS Tempelhof/ Schöneberg (L)
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1532, Öl auf Eichenholz, 96,3 mal 85,7cm, Gemäldegalerie Berlin
Hans Holbein: *um 1497 (Augsburg) – 1543 (London), dt. Maler und Graphiker. Ausbildung beim Vater in Augsburg, erste große erfolgreiche Aufträge in Basel (z.B. Das Doppelbildnis des Bürgermeisters Meyer und seine Frau , Basel, Kunstmuseum). Reisen nach Italien und Frankreich, zweijähriger Aufenthalt in England (1526-1528). Übersiedlung nach London 1532, zum Zeitpunkt seines künstlerischen Höhepunktes; das Bildnis Der Kaufmann von Gisze (Berlin, Gemäldegalerie) und das Doppelbildnis Die Gesandten (London, National Gallery) entstehen. Ernennung zum Hofmaler; Porträts von König Heinrich VIII (z.B. Rom, Galleria Nationale). Holbeins graphische Kunst beruht auf Bildnissen, umfasst aber auch Miniaturen und Holzschnitte.
Das Bild (s. Deckblatt rechts oben) zeigt den aus Danzig stammenden Hansekaufmann Georg Gisze, dargstellt als Halbfigur, d.h. den Oberkörper mit beiden Armen. Gisze schaut, einen Brief öffnend, den Betrachter an. Er befindet sich hinter seinem mit einem prachtvollen orientalischen Teppich belegten Tisch in einer Ecke seines Londoner Kantors. Auf dem Tisch befinden sich verschiedene Arbeitsgeräte, wie Rechnungsbuch, Schreibzeug, Schere, Siegellack und Streusandbüchse. Der Betrachter erhält durch weitere Objekte zahlreiche Hinweise zur Person des Dargestellten; es handelt sich dabei um Gegenstände, die seinen Stand dokumentieren oder symbolisch auf die Persönlichkeit des Kaufmannes anspielen.
Das Bildnis Giszes war der erste große Auftrag Holbeins zu Beginn seiner Londoner Karriere. Es gilt als Dokument großbürgerlicher Kultur und Zeugnis hanseatischen Reichtums und Ansehens. Der Anlass aus dem das Bild entstand wird in der Verlobung des Kaufmannes gesehen (s. Nelken und Rosmarin -> Liebessymbole). Vermutlich sollte es der zukünftigen Braut, die in der Heimat auf ihn wartete, gesandt werden.