negative state relief, Mitschriften von Psychologie

negative state relief Hypothese

Art: Mitschriften

2020/2021

Zum Verkauf seit 02.11.2022

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Die negative-state-relief-Hypothese (Cialdini et al., 1973)
• Grundannahme: Jedes Hilfeverhalten ist egoistisch motiviert
• Das Leid anderer erzeugt negative Gefühle im Betrachter
Folgerung: Hilfeverhalten dient der Vermeidung eines negativen
Gefühlszustandes
negative-state-relief (Cialdini et al., 1973; Schaller & Cialdini, 1988)
Anekdote von Abraham Lincoln
• Experimente zeigen, dass negative Gefühle die Hilfewahrscheinlichkeit
erhöhen („feel bad – do good“), wenn durch die Hilfe eine Verbesserung des
Gefühlszustands erwartet wird
Die Ursache der negativen Gefühle spielt dabei aber offenbar keine Rolle,
es sind also nicht nur (antizipierte) Schuldgefühle, sondern allgemein
negative Stimmung
• Außerdem spielen diese antizipierten Schuldgefühle bei hoher (situativ
induzierter) Empathie keine Rolle hier wird generell geholfen
Stimmung und prosoziales Verhalten
• Negative Gefühle fördern also prosoziales Verhalten => „feel bad, do good“
(prosoziales Verhalten fördert positive Stimmung…)
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Die negative-state-relief-Hypothese (Cialdini et al., 1973)

  • Grundannahme: Jedes Hilfeverhalten ist egoistisch motiviert
  • Das Leid anderer erzeugt negative Gefühle im Betrachter − Folgerung: Hilfeverhalten dient der Vermeidung eines negativen Gefühlszustandes ➔ negative-state-relief (Cialdini et al., 1973; Schaller & Cialdini, 1988) − Anekdote von Abraham Lincoln
  • Experimente zeigen, dass negative Gefühle die Hilfewahrscheinlichkeit erhöhen („feel bad – do good“), wenn durch die Hilfe eine Verbesserung des Gefühlszustands erwartet wird ➔ Die Ursache der negativen Gefühle spielt dabei aber offenbar keine Rolle, es sind also nicht nur (antizipierte) Schuldgefühle, sondern allgemein negative Stimmung
  • Außerdem spielen diese antizipierten Schuldgefühle bei hoher (situativ induzierter) Empathie keine Rolle – hier wird generell geholfen Stimmung und prosoziales Verhalten
  • Negative Gefühle fördern also prosoziales Verhalten => „feel bad, do good“ (prosoziales Verhalten fördert positive Stimmung…)
  • Aber auch positive Stimmung, z. B. durch ein kleines Geschenk, gute Gerüche, gute Musik fördert hilfreiches Verhalten (Metaanalyse von Carson et al., 1988) − Feldexperiment: Bittet man bspw. In einem Einkaufszentrum um Wechselgeld, helfen mehr Personen vor einem Laden, aus dem es gut riecht (Kaffee, Süßwaren) als vor einem neutralen (Kleidung; Baron, 1997);
  • Der Effekt experimentell induzierter Stimmung ist allerdings eher kurzfristig
    • Wie kann man den Effekt positiver Stimmung erklären? => Mood-as-information-Heuristik (Schwarz, 1990): Stimmung geht in das Urteil über den Hilfesuchenden / die Gesamtsituation mit ein: „How do I feel about it?“