Protokoll Eigenschaften des Elektrons, Protokolle von Physik

Protokoll zum Versuch von Elektroneneigenschaften des Physikalischen Praktikums für Naturwissenschaftler

Art: Protokolle

2021/2022

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Physikalisches Blockpraktikum für Naturwissenschaftler WS 2021/2022
EM – Versuch
Protokoll von Sabrina Schmidt und Serena Hedrich
Praktikumsgruppe 25
Studiengang: Bachelor of Education Chemie
Betreuer: Marcel Cech
Durchgeführt am: 03.03.2022
Drittabgabe: 25.03.2022
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Physikalisches Blockpraktikum für Naturwissenschaftler WS 2021/

EM – Versuch

Protokoll von Sabrina Schmidt und Serena Hedrich

Praktikumsgruppe 25

Studiengang: Bachelor of Education Chemie

Betreuer: Marcel Cech

Durchgeführt am : 03.03.

Drittabgabe: 25 .03.

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T

Zielstellung des Versuchs und Versuchsbeschreibung

Dieser Versuch ist in zwei Teile aufgeteilt.

Im ersten Teil wird zur Bestimmung der spezifischen Elektronenladung

!

"

eine

Fadenstrahlröhre mit Helmholtz-Spulenpaar und ein Steuergerät verwendet. Als

Elektronenquelle dienen hier die Fadenstrahlröhren, die eine Glühkathode besitzen.

An den Fadenstrahlröhren wird eine Spannung angelegt, um die spezifische

Elektronenladung

!

"

bestimmen zu können, denn so kann die Geschwindigkeit der

Elektronen verändert werden. Deshalb werden die freien Elektronen des elektrischen

Felds beschleunigt und anschließend in ein Magnetfeld geschossen. Dieses wird

durch das Anlegen des Stroms an das Helmoltz-Spulenpaar, welches aus zwei

identischen Spulen mit gleicher Windungszahl! und Radius " besteht (parallele

Anordnung der Spulen), erzeugt. Durch die Stromstärke kann die Stärke des

Magnetfeldes verändert werden.

Durch das Durchqueren eines geladenen Teilchens durch das Magnetfeld, entsteht

die Lorentzkraft. Diese bewirkt, dass die freien Elektronen auf eine Kreisbahn mit

einem bestimmten Radius " abgelenkt werden. Hierfür wurden drei verschiedene

Kreisbahnradien gemessen ($ = 6 (), 8 (), 10 ()).

Im zweiten Versuchsteil werden elektrisch geladene Öltröpfchen in einen

Plattenkondensator gespritzt. Es wird die Sinkgeschwindigkeit (ohne angelegte

Spannung) und die Steiggeschwindigkeit (mit positiv und negativ angelegter

Spannung) beobachtet und schließlich die Ladung 0 der Öltröpfchen, die sich aus

der Elementarladung ergibt, ermittelt.

Anschließend wird die Quantisierung der elektrischen Ladung mit Hilfe der Millikan-

Apparatur (und dem zugehörigen Steuergerät) nachgewiesen. Die Elementarladung

1 kann anhand der erhaltenen Messdaten bestimmt werden und schließlich dann

auch die Masse des Elektrons. Diese setzt sich aus der spezifischen Ladung des

Elektrons und der Elementarladung zusammen.

Die Werte werden nun in die Formel eingesetzt und man erhält für die

Apparatenkonstante:

%

= 4 I ⋅ 10

)*

L ⋅ M

'

A

N( 0 , 1475 ))

'

D

F

'

O

(

)/

R

Ermittlung der spezifischen Elektronenladung

0

1

Um die spezifische Ladung zu bestimmen, tragen wir die Messwerte in ein S − U

'

Diagramm ein:

Diagramm 1 :

S

L

V gegen

U

'

'

V

aufgetragen bei einem Durchmesser von $ = 6 ()

150

200

250

300

350

400

450

4 5 6 7 8 9 10

U/

V

I

2

/A

2

Diagramm 2 :

S

L

V gegen

U

'

'

V aufgetragen bei einem Durchmesser von $ = 8 ()

Diagramm 3 :

S

L

V gegen

U

'

'

V aufgetragen bei einem Durchmesser von $ = 10 ()

150

200

250

300

350

400

450

2 2,5 3 3,5 4 4,5 5 5,

U/

V

I

2

/A

2

150

200

250

300

350

400

450

1 1,5 2 2,5 3 3,

U/

V

I

2

/A

2

Außerdem wird für die Unsicherheit von

!

"

die Unsicherheit der Steigung W in die

Gleichung eingesetzt:

2 ⋅ [

8

%

'

'

Diese Unsicherheiten wurden ebenfalls mit der RGP-Funktion in Excel ermittelt:

[

86

L

'

[

8 '

L

'

[

8 (

L

'

Zusammen mit den Ergebnissen werden die erhaltenen Unsicherheiten wie folgt

angegeben:

D

F

234 %"

66

Y

!Z

66

Y

!Z

D

F

237 %"

66

Y

!Z

66

Y

!Z

D

F

23 6& %"

66

Y

!Z

66

Y

!Z

Unser Endergebnis berechnet sich aus dem Mittelwert der Ergebnisse und wird mit

dem größten Einzelfehler angegeben:

D

F = ( 1 , 79 ± 0 , 08 ) ⋅ 10

66

Y

!Z

66

Y

!Z

Diagramm 4 : Ermittelte Elektronenladung in C für jedes der 12 Tröpfchen

Es fällt auf, dass die meisten Ladungen um + 1 , 7 ⋅ 10

)6D

Y streuen. Die Ladungen

entsprechen ganzzahligen Vielfachen der Elektronenladung 1. Die abweichenden

Werte des dritten Tröpfchens kam wahrscheinlich über das falsche Abzählen von

Kästchen zustande.

Die Elektronenladung 1 kann nun mittels der ermittelten Werte für 0 berechnet

werden. Dazu kann folgende Gleichung verwendet werden:

`

` entspricht hierbei der Ladungszahl, die aus Diagramm 4 zu entnehmen ist. Wenn

nun ` = 1 für die Tröpfchen, die um 0 = 1 , 7 ⋅ 10

)6D

Y streuen, angenommen wird und

damit dann 1 berechnet wird, ergeben sich folgende Werte:

0

0,

1

1,

2

2,

3

3,

0 2 4 6 8 10 12 14

Elektrische Ladung / 10

19

C

Tröpfchennummer

Tabelle 3 : Berechnete Werte für 1 für jedes Tröpfchen und die dazugehörige

Ladungszahl

Tröpfchennummer

Tröpfchenladung

_

g

V

f

h

g

V

  • 19
  • 19
  • 19
  • 19
  • 19
  • 19
  • 19
  • 19
  • 19
  • 19
  • 19
  • 19
  • 19
  • 19
  • 19
  • 19
  • 19
  • 19
  • 19
  • 19
  • 19
  • 19
  • 19
  • 19

Aus den ermittelten Werten für 1 wird mit Hilfe von Excel der Mittelwert berechnet.

Mit der Funktion STABW.S kann anschließend noch die Standardabweichung

bestimmt werden. Die Standardabweichung des Mittelwerts wird aus dem Quotienten

aus der Standardabweichung der Werte und der Wurzel der Anzahl der Werte

berechnet. Wie in der Versuchsanleitung beschrieben, wurde für die

Messunsicherheit das Doppelte der Standardabweichung des Mittelwerts

genommen:

)6D

Y

M

!

)6D

Y

M

"

!

)6D

Y

[

!

)6D

Y

Somit erhält man für 1 :

)6D

Y

)6D

( 1 ± 7 , 4 %) Y

Die ermittelten Werte befinden sich laut obiger Tabelle in derselben Größenordnung,

aber man sieht auch, dass hier (minimale) Abweichungen vorhanden sind. Die

Literaturwerte für die Elektronenladung 1 und die Masse ) liegen im ermittelten

Intervall unserer Messunsicherheit.

Diese Abweichungen können aufgrund der Messungenauigkeiten zustande

gekommen sein. Die Durchführung ist unteranderem stark abhängig von der

Wahrnehmung und der Funktion der Augen. An unserer Messwerttabelle sieht man,

dass einzelne ermittelte Werte für 1 teilweise stark vom tatsächlichen Wert

abweichen, wie beispielsweise Tröpfchen 3, das stärkeren Messungenauigkeiten

unterlegen hat. Dennoch haben wir uns, aus Gründen der Vollständigkeit, dazu

entschieden, die Werte mit einzubeziehen. Nichtsdestotrotz weisen unsere Daten auf

eine Quantisierung der Ladung hin.

Beim ersten Teil des Versuchs ist es möglich, dass die Messlinien beim

Ablesen/Abmessen nicht aufeinander lagen.

Beim Millikan-Versuch, also beim zweiten Versuchsteil, kann nach einer gewissen

Zeit das Erkennen und Beobachten der Öltröpfchen schwerfallen und die

Konzentration lässt unter Umständen nach. Das könnte ein Grund sein, dass sich die

Reaktionszeit beim Messen verschlechtert, wodurch Messungenauigkeiten zustande

kommen können.

Anhang Messwerte