Protokoll Ohm'sches Gesetz, Protokolle von Physik

Protokoll zum Ohm'schen Gesetz des Physikalischen Praktikums für Naturwissenschaftler

Art: Protokolle

2021/2022

Zum Verkauf seit 30.01.2024

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Physikalisches Blockpraktikum für Naturwissenschaftler WS 2021/2022
OG – Versuch
Protokoll von Sabrina Schmidt und Serena Hedrich
Praktikumsgruppe 25
Studiengang: Bachelor of Education Chemie
Betreuerin: Natasha Gerolstein
Durchgeführt am: 04.03.2022
Drittabgabe: 02.04.2022
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Physikalisches Blockpraktikum für Naturwissenschaftler WS 2021/

OG – Versuch

Protokoll von Sabrina Schmidt und Serena Hedrich

Praktikumsgruppe 25

Studiengang: Bachelor of Education Chemie

Betreuerin: Natasha Gerolstein

Durchgeführt am: 04.03.

Drittabgabe: 02 .0 4.

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Bella

Versuchsaufbau und Versuchsziel

In diesem Versuch soll das Ohm’sche Gesetz überprüft und mit Hilfe der

Wheatstone’schen Brücke zwei unbekannte Widerstände präzise ermittelt werden.

Für den ersten Versuchsteil wird eine Stromfehlerschaltung und dann eine

Spannungsfehlerschaltung benötigt. Im Folgenden werden diese Schaltpläne

dargestellt.

In den Abbildungen beschreibt! die Länge des Messdrahtes, welcher selbst einen

Widerstand aufweist. Dies wird in der jeweiligen Auswertung ermittelt.

Im zweiten Versuchsteil wird eine Potentiometer-Schaltung geschalten:

Abbildung 1.1: Schaltkreis der

Stromfehlerschaltung basierend

auf Abbildung OG.

Abbildung 1 .2: Schaltkreis der

Spannungsfehlerschaltung

basierend auf Abbildung OG.

Abbildung 2 : Schaltkreis der

Potentiometer-Schaltung

basierend auf Abbildung OG.

Teil I: Strom-Spannungs-Kennlinie

Mit Hilfe eines Messdrahts wird in diesem Versuchsteil die Strom-Spannungs-

Kennlinie ermittelt. Dies gelingt, indem die Stromstärke & bei unterschiedlichen

Spannungen in Schritten von ' = 0 , 2 V bis zu 1 , 8 V gemessen wird. Zuerst wird eine

Stromfehlerschaltung und anschließend eine Spannungsfehlerschaltung aufgebaut.

Außerdem kann der Durchmesser des Messdrahtes aus dem gemessenen

Widerstand berechnet werden. Hier wurden 0 , 5 mm gemessen.

Auswertung

Strom-Spannungs-Kennlinie der Stromfehlerschaltung

Folgende Werte wurden gemessen:

Tabelle 1 : Messwerte der Stromfehlerschaltung

Im folgenden Diagramm ist die Kennlinie der Stromfehlerschaltung dargestellt. Es

wurden die aufgenommenen Stromstärken & gegen die Spannung ' aufgetragen.

Diagramm 1 : Strom-Spannungs-Kennlinie der Stromfehlerschaltung durch

Auftragung von Stromstärke & gegen Spannung '

0

0,

0,

0,

0,

0,

0 0,5 1 1,5 2

I

/A

U /V

Die Steigung kann mit Hilfe des RGP-Befehls in Excel bestimmt werden. Mit Hilfe der

Steigung kann der Widerstand des Drahtes berechnet werden:

Gemäß dem Ohm’schen Gesetz ist der Kehrwert der Steigung der Widerstand des

Messdrahtes. Das Ohm’sche Gesetz wird folgendermaßen definiert (OG.1):

Aus dem Kehrwert der Steigung 4 ergibt sich nun folgender Wert für den Widerstand

Mit folgender Formel kann zusätzlich die Messunsicherheit ∆" bestimmt werden

(GR.23):

"

Aufgrund des studentischen Faktors wird für ∆ 4 das Doppelte der von Excel

angegebenen Unsicherheit für die Steigung verwendet. Deshalb ergibt sich folgender

endgültiger Wert für den Widerstand des Messdrahtes:

Berechnung des Durchmessers des Messdrahtes

Für die Berechnung wird zunächst die Oberfläche des Querschnitts des Drahtes

ermittelt, was mit Hilfe der Gleichung OG.3 möglich ist:

" = A ⋅

B

→ B = A ⋅

A = spezifischer Widerstand

! = Länge des Messdrahtes

Mit Hilfe eines Messschiebers wurde ein Durchmesser von H = 0 , 5 mm gemessen,

der berechnete Wert liegt bei H = 0 , 46 mm. Die Abweichung zwischen diesen beiden

Werten liegt bei etwa 8 %. Der gemessene Wert von H = 0 , 5 mm liegt im gegebenen

Intervall, das mit dem Gauß’schen Fehlerfortpflanzungsgesetz (GR.23) berechnet

wurde. Die Abweichung kann auf die Messmethode und deren Messungenauigkeit

mit dem Messschieber zurückgeführt werden, da dieser nur in Schritten von 0 , 05 mm

skaliert ist.

Strom-Spannungs-Kennlinie der Spannungsfehlerschaltung

Folgende Werte wurden gemessen:

Tabelle 2 : Messwerte für die Spannungsfehlerschaltung

Diese Werte werden nun in einem Diagramm dargestellt:

Diagramm 2 : Strom-Spannungs-Kennlinie der Spannungsfehlerschaltung durch

Auftragung von & gegen '

0

0,

0,

0,

0,

0,

0,

0,

0,

0,

0 0,5 1 1,5 2

I

/A

U /V

Wie bei der Stromfehlerschaltung, kann auch hier aus der Steigung der

Ausgleichsgeraden der Widerstand des Messdrahtes bestimmt werden:

Aus dem Kehrwert der Steigung wird erneut der Widerstand " bestimmt:

Auch hier wird die Messunsicherheit ∆" berechnet:

"

Für ∆ 4 wird die Unsicherheit, die mit dem RGP-Befehl ermittelt wurde, zuerst

verdoppelt und anschließend in die obige Gleichung eingesetzt:

Vertrauenswürdigkeit der Messwerte

Offensichtlich unterscheiden sich die bei der Strom- bzw. Spannungsfehlerschaltung

berechneten Werte für den Widerstand des Messdrahts. Grund hierfür sind die

namensgebenden Fehler, welche bei den beiden Schaltungen auftreten: Bedingt

durch den Aufbau einer Stromfehlerschaltung misst das Strommessgerät die

Stromstärke & 12,

3

4

, also einen um &

4

zu großen Strom. Diese Messmethode

eignet sich zur Bestimmung kleiner, nicht aber großer Widerstände. Bei einer

Spannungsfehlerschaltung misst das Spannungsmessgerät den Spannungsabfall

12,

3

5

, also eine um '

5

zu große Spannung. Mit dieser Methode lassen sich

große Widerstände sehr genau, kleine hingegen sehr ungenau bestimmen. Es ist

davon auszugehen, dass die Messwerte aus der Stromfehlerschaltung genauer sind,

da der Widerstand des Drahtes kleiner ist als der Innenwiderstand des

Spannungsmessgeräts.

Teil II: Potentiometer

In diesem Versuchsteil wird eine Potentiometer-Schaltung aufgebaut, bei der mit

Hilfe eines Schleifkontakts die Länge des Messdrahtes verändert werden kann.

Anschließend wird die Länge! in 10 cm Schritten variiert und dann die über den

Messdraht abfallende Spannung gemessen.

Auswertung

Folgende Werte wurden gemessen:

Tabelle 3 : Messwerte der Potentiometer-Schaltung

T

<

/U

Diese Werte werden nun im folgenden Diagramm dargestellt:

Diagramm 3 : Spannungsabfall: Spannung ' gegen die Länge! aufgetragen

Mit Hilfe des Excel-Befehls KORREL(!; ') wird die Korrelation F der beiden Werte

berechnet:

F = 0 , 9997588

0

0,

0,

0,

0,

1

1,

1,

1,

1,

2

0 0,2 0,4 0,6 0,8 1 1,

U

/V

l /m

Dieser Wert ist nahezu 1. Die minimale Abweichung ist auf einen Fehler beim

Einstellen der Länge oder dem Ablesen der Spannung zurückzuführen. Somit kann

man sagen, dass die Werte für! und ' proportional zueinander sind. Somit steigt der

Spannungsabfall mit Verlängerung des Leiters, wie in Diagramm 3 ersichtlich ist. Es

gilt: " = A ⋅

=

6

(OG.3). Da gilt ' = " ⋅ & (OG.2), erhöht sich der Spannungsabfall mit

Verlängerung des Leiters also ebenfalls. Durch das oben gezeigte Diagramm wird

diese Beziehung bestätigt.

Teil III: Wheatstone’sche Messbrücke

Unbekannte Widerstände können mit Hilfe der Wheatstone’schen Messbrücke

bestimmt werden. In diesem dritten Versuchsteil wird genau dies durchgeführt,

anhand des Widerstands "

, welcher Widerstand " 7 entspricht und dem Widerstand

, welcher Widerstand " 8 entspricht. Daraus kann anschließend aus beiden

Widerständen der Gesamtwiderstand parallel ("

-∥

) und in Reihe ("

-32:@ 2

geschaltet, berechnet und durch die Wheatstone’sche Messbrücke gemessen

werden.

Der Normalwiderstand "

A

wird in 10er-Schritten von 30 Ω bis 100 Ω eingestellt und

schließlich die Länge!

!

des Messdrahtes gemessen.!

"

lässt sich dann aus der

Summe der beiden Längen (1 m) erschließen.

Auswertung

Berechnung von W

B

Folgende Werte in Tabelle 4 ergaben sich für die Messungen von "

A

. Daraus lässt

sich nun der Widerstand "

mit folgender Gleichung berechnen (OG.10):

A

!

"

Berechnung von W

G

Für die Berechnung von "

wird analog zur vorherigen Berechnung von "

vorgegangen und man erhält folgende Messwerte:

Tabelle 5 : Messwerte der Längen für jeden Normalwiderstand und daraus

berechnetes "

W

C

X

Y

T

<

Z

Y

T

D

Z

Y

W

G

X

Y

Aus diesen Werten ergibt sich (nach GR.10) folgender Mittelwert für "

[[[[

Für die Standardabweichung ergibt sich:

`

3

"

Die Messunsicherheit ∆"

[[[[[

wird ebenso analog zur Messunsicherheit von "

[[[[

berechnet, daraus ergibt sich dann das Ergebnis für "

Berechnung von W

BG∥

Zu Beginn wird ein theoretischer Wert für den Gesamtwiderstand der

Parallelschaltung der Widerstände "

und "

aus den Werten der Messungen

berechnet. Dafür wird Gleichung OG.11 verwendet:

-∥

Daraus ergibt sich:

-∥

Die Unsicherheit für diesen Wert wird mit Hilfe des Gauß’schen

Fehlerfortpflanzungsgesetzes berechnet (folgt aus GR.23):

-∥

J

b

"

"

c

"

  • b

"

"

c

"

-∥

Die Unsicherheit wird mit dem endgültigen Ergebnis angegeben:

-∥

Der Gesamtwiderstand als unbekannter Widerstand wurde ebenfalls in der

Wheatstone’schen Brückenschaltung ermittelt, welcher analog dem Prinzip der

beiden Widerstände "

und "

erfolgt. Die Messwerte der Längen werden in der

nachfolgenden Tabelle aufgezeigt und schließlich der Gesamtwiderstand "

-∥

berechnet:

Damit ergibt sich der folgende theoretische Wert:

-32:@ 2

Die Unsicherheit des Wertes ergibt sich aus dem Gauß’schen

Fehlerfortpflanzungsgesetz (folgt aus GR.23):

-32:@ 2

d

"

"

-32:@ 2

Das endgültige Ergebnis für den berechneten Gesamtwiderstand lautet:

-32:@ 2

Zunächst wird hier analog zur Parallelschaltung der Gesamtwiderstand aus der

Messung in der Wheatstone’schen Brücke bestimmt:

Tabelle 7 : Messwerte der Längen für jeden Normalwiderstand und daraus

berechnetes "

-32:@ 2

W

C

X

Y

T

<

Z

Y

T

D

Z

Y

W

BGHIJKI

X

Y

Der Mittelwert für "

-32:@ 2

ergibt sich (aus GR.10) wie folgt:

-32L@ 2

[[[[[[[[[[[

Für die Standardabweichung ergibt sich:

`

3

!"$%&'%

Wird nun auch die Unsicherheit berechnet, so wird folgendes Endergebnis für den

Widerstand bestimmt:

-32:@ 2

Vergleich beider Ergebnisse für die Widerstandsmessung der Reihenschaltung

Die beiden Werte für den Widerstand von "

-32:@ 2

der unbekannten Widerstände

liegen nah beieinander und unterscheiden sich in ihren Mittelwerten um 0 , 06 Ω. Damit

liegen sie im Fehlerintervall des jeweils anderen Widerstandes und es kann gesagt

werden, dass der unbekannte Gesamtwiderstand relativ präzise bestimmt wurde.

Fazit

Strom-Spannungs-Kennlinie

In diesem Versuchsteil konnte das Ohm’sche Gesetz über den linearen

Zusammenhang der Stromstärke & und der Spannung ', welche auch in den

Abbildungen der jeweiligen Fehlerschaltungen ersichtlich sind, nachgewiesen

werden.

Potentiometer

Auch in diesem Versuchsteil konnte anhand der Potentiometer-Schaltung die

Proportionalität zwischen der Spannung ' und der Länge! und somit auch dem

Widerstand " verdeutlicht werden.

Wheatstone’sche Messbrücke

Mit der Wheatstone’schen Messbrücke konnte ein unbekannter Widerstand (allein, in

Reihen- und in Parallelschaltung) sowohl experimentell als auch rechnerisch präzise

bestimmt werden.

Allgemein lassen sich die Abweichungen durch Messungenauigkeiten, zum Beispiel

beim Ablesen der Längen, zurückführen.