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Die Kurzgeschichte „Das Erdbeben“, verfasst von Gina Klaus und 1928 in dem Band „Heute wie gestern. Gebrochene Herzen – Moderne Frauen – Mutige Kinder. Kleine Prosa.“ erschienen, handelt von einem Erdbeben in welchem Herr Mayer erwacht. Seine Ehefrau, Frau Mayer ist bereits wach. Der Sohn Fritz kommt tränenüberströmt in das Zimmer der Eltern, im Glauben, dass das Erdbeben die Strafe seiner kürzlichen Lüge ist.
Art: Leitfäden, Projektarbeiten und Recherchen
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Textinterpretation „das Erdbeben“ Die Kurzgeschichte „Das Erdbeben“, verfasst von Gina Klaus und 1928 in dem Band „Heute wie gestern. Gebrochene Herzen – Moderne Frauen – Mutige Kinder. Kleine Prosa.“ erschienen, handelt von einem Erdbeben in welchem Herr Mayer erwacht. Seine Ehefrau, Frau Mayer ist bereits wach. Der Sohn Fritz kommt tränenüberströmt in das Zimmer der Eltern, im Glauben, dass das Erdbeben die Strafe seiner kürzlichen Lüge ist. Die Kurzgeschichte handelt von der Familie Mayer, die von einem Erdbeben in der Nacht geweckt werden. Es wird wenig miteinander kommuniziert, denn jeder ist in seinen eigenen Gedanken versunken. Als die Familie wieder schläft, haben diese nächtlichen Gedanken aufgrund des Erdbebens emotionale Folgen, da Herr Mayer schlecht gelaunt ist und Fritz aufgrund der Aufdeckung seiner Lüge bestraft wird. Die Autorin Gina Klaus verwendet in ihrer standardsprachlich verfassten Kurzgeschichte, so zu sehen an „Da war die süße…daß sie einen braven Mann mit einem kleinen Herzleiden hatte,…“ (Z. 29-31) großteils einen hypotaktischen Schreibstil, so zu erkennen an „Sie hatte am Nachmittag… gar so jung war sie schließlich nicht mehr“ (Z.17-22). Der hypotaktische Schreibstil, soll emotionaler wirken. Außerdem ist der Text mit hochsprachlichen Begriffen beziehungsweise Fremdwörtern geschmückt. Dies ist an einigen Wörtern erkennbar, wie „Privatstenografie“ (Z.23), „Unterdes“ (Z.37) oder „abergläubisch“ (Z.42). Die Kurzgschichte ist in der alten Rechtschreibung verfasst, so zeigen die Beispiele „mußte“ (Z.2), „biß“ (Z.26) oder „Photografie“ (Z.27). Dies soll eine gewisse Gehobenheit der Familie Mayer darstellen. Die Geschichte ist in der allwissenden Erzählperspektive geschrieben. Herr Mayer erwacht im Dunkeln, da es ein Erdbeben gibt. Der Leser wird durch die Anapher „Mayer“ (Z. 1-2) sofort in die Situation der Familie hineingezogen und emotional in die Geschichte mitgenommen. Herr Mayer denkt über seinen untüchtigen Buchhalter nach. „Und überhaupt die
Langsamkeit bei der Arbeit“ (Z.4) und die Ellipse „die keine Stellung finden…“ (Z.6) zeigt, dass sich Herr Mayer nicht so große Gedanken über das Erdbeben macht. Er scheint schon fast gelangweilt von der Situation zu sein. Dies lädt den Leser ein, auf die Gedanken des Protagonisten zu hören, da das Erdbeben zwar angesprochen wird, jedoch nebensächlich behandelt wird. Das Erdbeben regt die Protagonisten eher dazu an, stärker über die eigenen Probleme nachzudenken. Erst die Interjektion „Erdbeben!“ (Z.11), macht den Leser darauf aufmerksam. Es scheint als ob erst das Erdbeben dazu führt, dass sich die Familie mit ihren Problemen auseinandersetzt und reflektiert. Der Ehemann sieht das Erdbeben als Zeichen, dass er den Buchhalter entlassen soll, dies zeigt die Metapher „die Erde über seinen Entschluss grolle…“ (Z.14). Die Ehefrau ist auch wach, sie tut nur so, als würde sie schlafen und denkt über Artur nach, der sie verführen will. Die Steigerung „von Tag zu Tag mächtiger“ (Z.21) zeigt, dass sie immer mehr für Artur empfindet und durch die Interjektion „Morgen!“ (Z.22), welche sie zu sich selbst sagt, will sie den Mut aufbringen Artur näher zu kommen. Die Alliteration und Klimax „… holdester, heißester Ungeduld…“ in der Zeile 25 und die Metapher „Betörung“ (Z. 29), sowie die Interjektion in ihrer Rede zu sich selbst „Niemals!“ (Z.31) zeigt, dass Frau Mayer immer ungeduldiger mit ihren eigenen Gefühlen wird und die Zerrissenheit nicht mehr aushält. Trotz der emotionalen Gedanken des Ehepaares wird der Leser wieder daran erinnert, dass sich diese immer noch in einem Erdbeben befindet. Diese Metapher und Klimax, welche eine Wiederholung ist „…daß sich das Fußende des Bettes hob, die Scheiben klirrten und die Photographie des seligen Herrn Mayer umfiel“ (Z.26-28), welche auch schon in den Zeilen 8- 9 vorkommt, gibt dem Text ein gewisses Drama. Die zuvor beschrieben Emotionen wirken dadurch stärker. Als der Sohn Fritz ins Zimmer der Eltern kommt, sucht er sofort den Schutz in den Armen seiner Mutter, da er glaubt, das Erdbeben ist deswegen gekommen, weil er zwei Tage zuvor seine Eltern angelogen hat. Ein paar Tage zuvor lügt er seine Eltern en, dass er bei Walter gewesen sei um mit ihm zu lernen, obwohl die Jungen zu einem Fußballmatch gegangen sind. Auch hier dient eine Klimax „der heftigste“ (Z.38), im Zusammenhang mit dem Erdbeben, als Erinnerung,