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EXPRESSIONISMUS UND SEINE PHASEN, Appunti di Tedesco

EXPRESSIONISMUS UND SEINE PHASEN + domande aiuto studio

Tipologia: Appunti

2022/2023

In vendita dal 04/08/2023

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alice-baso 🇮🇹

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EXPRESSIONISMUS UND SEINE PHASEN
Expressionismus hört man oft im Zusammenhang mit Kunst – doch tatsächlich prägte der
Expressionismus auch die Literatur am Anfang des 20. Jahrhunderts.
Zeitlich lässt sich die Epoche ca. zwischen 1905 und 1925 einordnen und lässt sich in drei
Phasen unterteilen:
Frühexpressionismus (1905–1914)
Kriegsexpressionismus (1914–1918)
Spätexpressionismus (1918–1925)
Der Begriff "Expressionismus" lässt sich von den lateinischen Wörtern "ex" und "premere"
ableiten und bedeutet so viel wie "ausdrücken". Wie der Titel des Artikels schon verrät,
ging es im Expressionismus darum, sein Inneres nach Außen zu kommunizieren.
Wir wollen Dir in diesem Artikel zeigen, welche Merkmale den Expressionismus
ausmachen, wer ihn vertrat und welche bekannten Werke in dieser Epoche entstanden.
Doch zunächst schauen wir uns dafür den historischen Kontext der Epoche an.
Entdecke hier unsere Nachhilfe Deutsch.
Historischer Kontext
Vor allem in der Literatur ist es wichtig, den historischen Kontext eines Werkes zu kennen.
Er hilft uns dabei, Texte besser interpretieren und Gründe und Motivation des Autoren
oder der Autorin besser verstehen zu können.
Das Leben der Menschen in Deutschland war Anfang des 20. Jahrhunderts stark von vielen
Veränderungen und politischen Spannungen beeinflusst – der Ausbruch des Ersten
Weltkriegs 1914 war nicht mehr weit.
Bis 1918 verloren rund 17 Millionen Menschen ihr Leben, darunter auch einige
expressionistische Autoren und Künstler. Die Geschehnisse und Folgen des Krieges sind
demnach unter anderem Themen der Literatur im Expressionismus.
Am 9. November 1918 wurde die "Deutsche Republik", die später als "Weimarer Republik"
galt, ausgerufen. Die sogenannte Novemberrevolution führte zum Sturz des deutschen
Kaisers – Deutschland hatte ab sofort einen Reichspräsidenten als Staatsoberhaupt.
Der Vertrag von Versailles folgte kurz darauf und wurde 1919 in Kraft gesetzt. Die damit
verbundenen Reparationszahlungen und Deutschlands alleinige Schuld am Ersten Weltkrieg
war eine starke Belastung für das Land und seine Bevölkerung.
Nicht nur der Erste Weltkrieg und seine Folgen prägten die damalige Gesellschaft, sondern
auch die Industrialisierung: Einige Arbeiten der Menschen konnten von nun an durch
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EXPRESSIONISMUS UND SEINE PHASEN

Expressionismus hört man oft im Zusammenhang mit Kunst – doch tatsächlich prägte der Expressionismus auch die Literatur am Anfang des 20. Jahrhunderts. Zeitlich lässt sich die Epoche ca. zwischen 1905 und 1925 einordnen und lässt sich in drei Phasen unterteilen: Frühexpressionismus (1905–1914) Kriegsexpressionismus (1914–1918) Spätexpressionismus (1918–1925) Der Begriff "Expressionismus" lässt sich von den lateinischen Wörtern "ex" und "premere" ableiten und bedeutet so viel wie "ausdrücken". Wie der Titel des Artikels schon verrät, ging es im Expressionismus darum, sein Inneres nach Außen zu kommunizieren. Wir wollen Dir in diesem Artikel zeigen, welche Merkmale den Expressionismus ausmachen, wer ihn vertrat und welche bekannten Werke in dieser Epoche entstanden. Doch zunächst schauen wir uns dafür den historischen Kontext der Epoche an. Entdecke hier unsere Nachhilfe Deutsch. Historischer Kontext Vor allem in der Literatur ist es wichtig, den historischen Kontext eines Werkes zu kennen. Er hilft uns dabei, Texte besser interpretieren und Gründe und Motivation des Autoren oder der Autorin besser verstehen zu können. Das Leben der Menschen in Deutschland war Anfang des 20. Jahrhunderts stark von vielen Veränderungen und politischen Spannungen beeinflusst – der Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 war nicht mehr weit. Bis 1918 verloren rund 17 Millionen Menschen ihr Leben, darunter auch einige expressionistische Autoren und Künstler. Die Geschehnisse und Folgen des Krieges sind demnach unter anderem Themen der Literatur im Expressionismus. Am 9. November 1918 wurde die "Deutsche Republik", die später als "Weimarer Republik" galt, ausgerufen. Die sogenannte Novemberrevolution führte zum Sturz des deutschen Kaisers – Deutschland hatte ab sofort einen Reichspräsidenten als Staatsoberhaupt. Der Vertrag von Versailles folgte kurz darauf und wurde 1919 in Kraft gesetzt. Die damit verbundenen Reparationszahlungen und Deutschlands alleinige Schuld am Ersten Weltkrieg war eine starke Belastung für das Land und seine Bevölkerung. Nicht nur der Erste Weltkrieg und seine Folgen prägten die damalige Gesellschaft, sondern auch die Industrialisierung: Einige Arbeiten der Menschen konnten von nun an durch

Maschinen ersetzt werden. Die Arbeit auf dem Land nahm zunehmend ab und die Menschen flüchteten auf der Suche nach Arbeit in die Großstädte. Erfahre auch mehr über den historischen Kontext der Literaturepoche Realismus oder über den darauffolgenden Naturalismus. Kennst Du Dich mit Wirtschaftsgeschichte aus? Die Industrialisierung sorgte bei den Menschen für die Angst vor Isolation. | Quelle: Unsplash Im Folgenden wollen wir Dir zeigen, wie sich die gegenwärtigen Zustände zu Zeiten des Expressionismus auf die Arbeit der Autoren und Autorinnen auswirkte. Interessiert Dich eher die Literatur der Gegenwart oder die Autoren und Autorinnen der Postmoderne? Oder möchtest Du wissen, wie sich subjektive Eindrücke von Autoren und Autorinnen, zum Beispiel im Impressionismus und der Neuen Subjektivität, äußerten? Merkmale des Expressionismus Zu Zeiten des Expressionismus gab es eine Menge, wovor die Menschen Angst hatten. Vor allem die rasche Vergrößerung der Städte prägten das Leben und die Gefühlswelt der Menschen. Immer mehr Reize umgaben die Menschen, weshalb sie sich zunehmend in der Großstadt verloren fühlten und die Anonymität in den Großstädten, im Gegensatz zum Leben auf dem Land, nur noch mehr verschlimmerte. Das Gefühl des Verlorenseins und die Anonymität in Großstädten stellen demnach zentrale Themen dar, die in der expressionistischen Literatur dargestellt wurden. Ein weiteres Motiv ist zudem der Ekel vor dem langweiligen Alltag. So kam es, dass die Charaktere in den expressionistischen Werken dem bedeutungslosen Alltag entfliehen wollen und sich stattdessen Traumwelten und Erfahrungen suchen, die über die Bedeutungslosigkeit hinausgehen und alle Sinne ansprechen. Die Industrialisierung löste bei vielen Menschen ein Gefühl der Unordnung und des Chaos aus. Die Menschen fürchteten sich davor, dass die Gesellschaft all ihre bisherigen Vorstellungen von Moral und Werten vergisst, weshalb man auch von einem moralischen Chaos sprechen könnte. Der Wunsch nach einer neuen, besseren Welt wurde daher immer größer. Oft werden in expressionistischen Werken Tod, Wahnsinn und das Ende der Welt thematisiert – das gegenwärtige Chaos sollt enden und daraus etwas Neues entstehen. Auch auf die sprachlichen Merkmale des Expressionismus möchten wir im Folgenden kurz eingehen: Formell bricht der Expressionismus und kehrt bisherigen Traditionen den Rücken zu.