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PAUL CELAN UND TODESFUGE, Appunti di Tedesco

Vita di Paul Celan Analisi di Todesfuge

Tipologia: Appunti

2021/2022

In vendita dal 03/02/2023

chiaracav03
chiaracav03 🇮🇹

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PAUL CELAN
Paul Celan, eigentlich Paul Anczel. Er benutzte einen Kunstnamem, ein Anagramm, weil er Jude war.
1920 (die Donaumonarchie und die Jahrhundertwende waren gerade zu Ende) wurde er in Czernowitz
geboren. Czernowitz ist heute in der Ukraine, damals war es in Rumänien.
Er war ein rumänischer Jude, der Deutsch sprach. Er war zweisprachig.
Er studierte zuerst Medizin in Paris und dann Romanistik (Italienisch und Französisch). Er liebte auch
die Musik (Sein Gedicht, Todesfuge ist wie eine musikalische Fuge, weil er die Fuge sehr gut kannte). Er war
auch ein guter Pianist.
1941 Rumänien wurde von den Nazis besetzt (Lebensraum = spazio vitale, Hitler wollte die ganze Welt
erobern. Er machte einen Expansionskrieg). Er lebte zuerst in einem Ghetto.
1942 wurde er in ein rumänisches Arbeitslager deportiert und seine Eltern wurden in einem
Konzentrationslager in Auschwitz ermordet.
Er flüchtete aus dem Arbeitslager vor dem Ende des Kriegs (vor 1945); er floh zuerst nach Czernowitz und
dann nach Bukarest.
Nach dem Ende des Krieges machte er viele Reisen in Europa, wohnte er auch in Wien, wo er eine wichtige
Liebesbeziehung mit Ingeborg Bachmann hatte.
1948 zog er nach Paris, wo er Germanistik und Sprachwissenschaft (linguistica/filologia/critica letteraria)
studierte, weil er Nostalgie und Sehnsucht nach seinen kulturellen Wurzeln hatte.
1950 arbeitete er als Übersetzer = traduttore (Dolmetscher = interprete) und als freier Schriftsteller. Er
kannte sechs Sprachen: Englisch, Russisch, Italienisch, Deutsch, Französisch und Rumänisch.
Er übersetzte Gedichte von französischen Symbolisten (wie Rimbaud und Valery), Krimiromane (weil er
auch flüchtete) von Simenon (Schriftsteller in Prosa), Werke von Shakespeare und Gedichte von
Ungaretti (die Thematik: der Krieg, das Leben und der Tod, der Soldaten, die Entwurzelung =
sradicamento). Er bekam viele Preise (z. B. Büchner-Preis).
Er fühlte sich isoliert. Es gab eine geistige Isolation, wie Primo Levi, und er hat die Vereinsamung (solitudine)
vermasselt. Er fühlte ein irrationales Schuldgefühl (senso di colpa irrazionale), es war ein kollektives
Trauma, weil er die Verfolgung (persecuzioni) überlebt hatte.
1970 beging er Selbstmord in der Seine in Paris (er übte Selbstmord aus).
Seine Texte sprechen über die Nazizeit.
Analogien:
im Leben mit Primo Levi (Selbstmord, Arbeitslager, Dolmetscher);
in der Thematik mit Giuseppe Ungaretti;
in „Todesfuge“ mit Dante Alighieri (Die Juden schaufeln ein Grab, die Hölle);
Roberto Benigni
TODESFUGE
Das Gedicht ist wie eine musikalische Fuge, weil es zwei Themen gibt:
1. Thema A ® wir = die Opfer: die Juden, die Zeugen Jehovas, die Homosexuelle, die Menschen mit
einem Handicap, die Kommunisten und Sozialisten (politische Gegner), die Zigeuner;
2. Thema B ® er = ein Mann, ein Soldat oder ein Offizier. Seine Rolle war ein Konzentration Lager-
Aufseher.
Zuerst sind die Themen getrennt und haben Varianten.
Dann werden sie immer kürzer und sie mischen sich.
Am Ende ist die „Coda“, die die Synthese von den zwei Themen ist.
THEMA A
Die Wiederholungen wir trinken gibt die Idee von Monotonie, die wie eine Obsession wird.
Die schwarze Milch ist ein Oxymoron:
- schwarz ist negativ, das symbolisiert Thanathos;
+ die Milch ist positiv, das symbolisiert Leben.
Die Milch ist schwarz, weil sie den Tod und das Gift (veleno) symbolisiert.
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PAUL CELAN

Paul Celan, eigentlich Paul Anczel. Er benutzte einen Kunstnamem , ein Anagramm, weil er Jude war. 1920 (die Donaumonarchie und die Jahrhundertwende waren gerade zu Ende) wurde er in Czernowitz geboren. Czernowitz ist heute in der Ukraine, damals war es in Rumänien. Er war ein rumänischer Jude , der Deutsch sprach. Er war zweisprachig. Er studierte zuerst Medizin in Paris und dann Romanistik (Italienisch und Französisch). Er liebte auch die Musik (Sein Gedicht, Todesfuge ist wie eine musikalische Fuge, weil er die Fuge sehr gut kannte). Er war auch ein guter Pianist. 1941 Rumänien wurde von den Nazis besetzt (Lebensraum = spazio vitale, Hitler wollte die ganze Welt erobern. Er machte einen Expansionskrieg). Er lebte zuerst in einem Ghetto. 1942 wurde er in ein rumänisches Arbeitslager deportiert und seine Eltern wurden in einem Konzentrationslager in Auschwitz ermordet. Er flüchtete aus dem Arbeitslager vor dem Ende des Kriegs (vor 1945 ); er floh zuerst nach Czernowitz und dann nach Bukarest. Nach dem Ende des Krieges machte er viele Reisen in Europa, wohnte er auch in Wien, wo er eine wichtige Liebesbeziehung mit Ingeborg Bachmann hatte. 1948 zog er nach Paris, wo er Germanistik und Sprachwissenschaft (linguistica/filologia/critica letteraria) studierte, weil er Nostalgie und Sehnsucht nach seinen kulturellen Wurzeln hatte. 1950 arbeitete er als Übersetzer = traduttore (Dolmetscher = interprete) und als freier Schriftsteller. Er kannte sechs Sprachen: Englisch, Russisch, Italienisch, Deutsch, Französisch und Rumänisch. Er übersetzte Gedichte von französischen Symbolisten (wie Rimbaud und Valery ), Krimiromane (weil er auch flüchtete) von Simenon (Schriftsteller in Prosa), Werke von Shakespeare und Gedichte von Ungaretti (die Thematik: der Krieg, das Leben und der Tod, der Soldaten, die Entwurzelung = sradicamento). Er bekam viele Preise (z. B. Büchner-Preis). Er fühlte sich isoliert. Es gab eine geistige Isolation, wie Primo Levi, und er hat die Vereinsamung (solitudine) vermasselt. Er fühlte ein irrationales Schuldgefühl (senso di colpa irrazionale), es war ein kollektives Trauma, weil er die Verfolgung (persecuzioni) überlebt hatte. 1970 beging er Selbstmord in der Seine in Paris (er übte Selbstmord aus). Seine Texte sprechen über die Nazizeit. Analogien:

  • im Leben mit Primo Levi (Selbstmord, Arbeitslager, Dolmetscher);
  • in der Thematik mit Giuseppe Ungaretti;
  • in „Todesfuge“ mit Dante Alighieri (Die Juden schaufeln ein Grab, die Hölle);
  • Roberto Benigni

TODESFUGE

Das Gedicht ist wie eine musikalische Fuge, weil es zwei Themen gibt:

  1. Thema A ® wir = die Opfer: die Juden, die Zeugen Jehovas, die Homosexuelle, die Menschen mit einem Handicap, die Kommunisten und Sozialisten (politische Gegner), die Zigeuner;
  2. Thema B ® er = ein Mann, ein Soldat oder ein Offizier. Seine Rolle war ein Konzentration Lager- Aufseher.
  • Zuerst sind die Themen getrennt und haben Varianten.
  • Dann werden sie immer kürzer und sie mischen sich.
  • Am Ende ist die „Coda“, die die Synthese von den zwei Themen ist. THEMA A Die Wiederholungen wir trinken gibt die Idee von Monotonie, die wie eine Obsession wird. Die schwarze Milch ist ein Oxymoron :
  • schwarz ist negativ, das symbolisiert Thanathos;
  • die Milch ist positiv, das symbolisiert Leben. Die Milch ist schwarz, weil sie den Tod und das Gift (veleno) symbolisiert.

Die Wiederholungen von abends , nachts , morgens und mittags bedeuten, dass sie immer im Kontakt mit dem Tod sind. Sie sind nicht in chronologischer Ordnung, weil sie in den Lagern die Zeitangabe verlieren. Viele Gruppen von Juden:

  • Sie schaufeln ein Massengrab, als wollten sie einen Fluchtweg in den Lüften (Paradies) graben: das steht für die Freiheit, eine Befreiung;
  • Sie mussten spielen, tanzen und singen (Walzer, Musik von Wagner, Hitlers Lieblingsautor, Orchester von Häftlinger): das ist eine Form von Spott (derisione) = eine psychologische Tortur (Folter). Die Worte Rüden und Juden haben eine Assonanz. Das bedeutet: die Rüden waren wichtiger als die Juden. Sie waren nur Zahlen (das Thema von Entmenschlichung). Sie gehörten dem Offizier. Thema A Das ist kürzer und es gibt Varianten. Es gibt die zweite Person: das bedeutet der Tod ist immer näher. Tag für Tag geben sie dem Tod mehr Vertrauen. Der Tod ist immer dunkler ( nachts ). Es gibt eine chronologische Ordnung, weil der Tod Ordnung bringt im Vergleich zur Brutalität des Konzentrationslagers. THEMA B Der Mann ( ein Mann , er , der ) ist ein Soldat, ein Offizier. Er ist nicht in Deutschland ( schrieb nach Deutschland ). Er ist typisch „deutsch“. Er ist ein bisschen schizophren. Positive Elemente:
  • Er ist nostalgisch (er einen Liebesbrief schreibt), sentimental (er liebt eine Frau), romantisch (er sieht die Sterne). Negativen Elemente:
  • Er pfeift, er ruft, er befielt,
  • Er ist blond vielleicht und hat blaue Augen = physisch ist er ein typischer „Deutscher“,
  • Er ist genau (genau reimt mit blau, das Stereotyp eines Deutschen),
  • Er ist wie ein Monster (er hat ein Auge),
  • Sein Ideal ist ein „Meister des Todes“ zu sein,
  • Er ist brutal, autoritär und böse. Er hat keine Angst vor dem Tod, weil er mit dem Tod (symbolisiert durch die Pistole) und mit dem Teufel (symbolisiert durch die Schlange) spielt. Er fühlt sich ein „Übermensch“ (das ist ein Nietzsches Konzept, das vom Nationalsozialismus fehlinterpretiert wird). Er vergleicht sich mit Gott und er denkt, dass er den Tod „schenken“ kann. Thema B Die Gruppe der Opfer ist nicht homogen ( ihr einen ihr andern ). Die Beiden (Offizier und Margarete) sind physisch die typische arische Rasse. Thema B Der Tod ist ein Meister (campione) aus Deutschland = der Tod kommt aus Deutschland. Im Versen 24, 25, 26 mischen sich die Themen. CODA In der „ Coda “ sind die zwei Fraufiguren, an die die Protagonisten denken. Der letzte Gedanke ist die Liebe ( Dein goldenes Haar Margarete , Dein aschenes Haar Sulamith ). Die Liebe ist wichtiger als der Tod. Eros ist wichtiger als Thanathos. Dein goldenes Haar Margarete (Thema B) Margarete ist die typisch deutsche Frau:
  • Physisch ist sie schön und sie hat blonde Haare,
  • Sie ist in Deutschland,
  • Literarisch hat sie einen typisch deutschen Namen: er kommt aus „Faust“ von Goethe (die Geliebte von Faust) und aus Hänsel und Gretel (Abkürzung von Margarete). Margarete ist eine Blume und das symbolisiert die Sexualität und das Leben. Dein aschenes Haar Sulamith (Thema A)
  • Sie ist nur ein Gedanke, alle denken an die Liebe, bevor sie sterben,