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In questo piccolo riassunto vengono messi in luce alcuni caratteri importanti ed interessanti nel processo di traduzione
Tipologia: Appunti
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Was eine „wörtliche“ von einer „freien“ Übersetzung unterscheidet, scheint so evident zu sein, dass die betreffende Dichotomie in vielen Arbeiten zur Ubersetzungstheorie nicht problematisiert wird, sondern als Ausganspunkt weiterführender Erörterungen dient. Müssen wir auch in der Frage der „Korrektheit“ bzw. „Inkorrektheit “ von Übersetzungen Konzessionen machen, deren Tragweite sich gar nicht leicht abschätzen lasst. Das Problem durfte jedem, der schon einmal übersetzt hat, und jedem, der schon einmal Übersetzungsleistungen zu bewerten hatte, wohl vertraut sein. Im Großen und Ganzen kann man davon ausgehen, dass der Grad der anzustrebenden „Freiheit“ vom Zweck der Übersetzung und somit von pragmatischen Erwägungen abhängt. Die beste Methode, zu präzisieren Bestimmungen auf diesem Gebiet zu gelangen, ist die Segmentierung von Paaren von AS-Sätzen und ZS-Sätzen nach dem Kriterium der direkten Entsprechung bzw. die Segmentierung von AS-Sätzen nach den üblichen Kriterien und die Ermittlung der potenziellen Äquivalente in der ZS. Bei der zuletzt genannten Operation stoßt man allerdings auf einen Aspekt der Kategorie „wörtlich“, der nach unseren hier angewandten Kriterien als semantisches Problem zu betrachten ist. Es gibt eine seht interessante Beispiel: A vol d’oiseau il n’y a que deux kilomètres Im Vogelflug sind es nur zwei Kilometer statt Luftlinie. Unser Beispiel betrifft aber nur einen kleinen Teil dessen, was man gewöhnlich unter „wörtlicher“ bzw. „zu wörtlicher“ Übersetzung versteht. Um den anderen Aspekt klar hervortreten zu lassen, wollen wir den Ausdruck „wörtlich“ nun wirklich „beim Wort“ nehmen und folgendermaßen interpretieren: eine „wörtliche“ Übersetzung muss die Bedingung erfüllen, dass jeder Einheit des AS- Text, die nach den für die AS üblichen Kriterien der Beschreibung „Wort“ genannt wird, im ZS- Text eine ebensolche Einheit zugeordnet werden kann. Danach wurde sich für unser Segment in dem Beispiel im vorhergehenden Kapitel folgende Übersetzung ergeben: A votre/ sortie de prison Bit/Ihrem/ Gefängnisherausgehen, wobei wir einmal annehmen wollen, dass wir korrekt vorgegangen sind, wenn wie die frz. Fügung mit de (ohne Artikel) ein Kompositum und keine präpositionale Fugung zugeordnet haben. Man kann das Prinzip der gleichen Segmentierung auch noch bis zur untersten Grenze ausdehnen, die bei der Ebene der Morpheme erreicht ist: Sie zog mit der rechten Hund ihre Schreibtischschublade auf Elle tira de la main droite sa caisse à pousser de la table a écrire ouvert (e) Unser Beispiel soll das Verfahren nur andeuten; der Einfachheit halber wurden nur Wortbildungsmorpheme, keine Konjugations- bzw. Deklinationsmorpheme berücksichtigt, außerdem wurden Unterschiede der Anordnung zugelassen. Die Beispiele, die wir gesehen haben, lassen vermuten, dass der Grad der Akzeptabilität der ZS-Satze umso geringer sein wird, je stärker die AS-Satze vor der „Übersetzung“ segmentiert wurden; vergleichen wir „normale“ Übersetzung gemäß der zuerst beschriebenen Operation auf die Große der Segment hin, die als direkte Entsprechungen angesehen werden können, so stoßen wir gelegentlich auf Ketten von beträchtlicher Lange, z.B.: /installer le loup dans la bergerie/ den Block zum Gaertner machen/. Übersetzungen, bei denen wie in A votre/ sortie de prison Bit/Ihrem/ Gefängnisherausgehen und Sie zog mit der rechten Hund ihre Schreibtischschublade auf Elle tira de la main droite sa caisse à pousser de la table a écrire ouvert (e) vorgegangen wird, kann man mit Catford „ranggebundene“ Übersetzungen nennen. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass der AS- Text vor der Übertragung nach den Kriterien der Analyse der AS segmentiert wird und dann jedem AS-Segment ohne übergeordnete Rücksichten ein SZ-Segment zugeordnet wird-ob dabei die Reihenfolge der Elemente beibehalten wird oder nicht, ist in diesem Zusammenhang ziemlich nebensachlich. Die „ranggebundene“ Übersetzung ist nicht nur eine Spielerei für Linguisten; sie kann unter bestimmten Umständen nützlich sein. Die Auseinandersetzung mit Prinzip der ranggebundenen Übersetzung gestattet uns nun auch, die Kategorien „frei“ und „wörtlich“ näher zu bestimmen, soweit sie den syntagmatischen Aspekt der Übersetzung betreffen. „frei“ und „wörtlich“ sind
relative Begriffe; eine Übersetzung ist umso „freier“, je mehr übergeordnete Überlegungen bei der Zuordnung der Segmente der beiden Texte eine Rolle gespielt haben, sie ist umso „wörtlicher“, je stärker sie sich einer „ranggebundenen“ Übersetzung auf Wortebene nähert. 4.1. Brauchbare zweisprachige Lexika berücksichtigen bis zu einem gewissen Grade die Bedürfnisse der nicht ranggebundenen Übersetzung auf Liefern in der Regel eine Menge von Äquivalenten, die oberhalb der Wortebene liegen. Jedoch gibt es kein zweisprachiges Lexikon, dem die benötigen Äquivalente in allen denkbaren Fällen „fertig“ zu entnehmen wären; das gilt auch für die zweisprachigen Satzlexika. Stärker theoretisch orientierte Werke begnügen sich in der Regel damit, jeweils treffende Beispiel für eine ausgeklügelte Typologie der möglichen Entsprechungen anzugeben, stärker auf die Praxis ausgerichtete Werke legen weniger Wert auf eine in allen Punkten haltbare Klassifikation, sondern bemühen sich, durch Auflistung von Beispielen dem Übersetzer zur Hand zu gehen. Catfort nennt alle Abweichungen vom Prinzip der ranggebundenen Übersetzung- so wie in „natürlichen“ Übersetzungen in großer Zahl vorkommen- „translation shifts“ und unterscheidet eine ganze Reihe von Untertypen. Wie sehr die Aufgabe des Übersetzens doch als eine Operation verstanden wird, die idealiter ranggebunden „von Wort zu Wort“ vorzunehmen ist, zeigt die Aufmerksamkeit, die dem Problem des „fehlenden Wortes“, das „umschrieben“ werden muss, gewidmet wird. Wir denken hier nicht an das Wort, das dem Kandidat im Examen fehlt, weil er kein Wörterbuch benutzten darf und sich so genötigt sieht, „Adler“ mit „grand oiseau“ zu umschreiben; die daraus resultierenden komischen Effekte wären eine eigene Untersuchung wert. Wir wollen uns hier, dass auch bei guter inhaltlicher Übereinstimmung zweier Lexeme aus verschiedenen Sprachen der Bestand an dazu gehörigen Ableitungen sehr unterschiedlich sein kann. „lesen“ und „lire“ sind sehr gute Äquivalent, aber das frz. Nomen actionis „lecture“ existiert in Deutschen nur als Fremdwort, das nicht in derselben Weise verwendbar ist, so dass für „j’adore la lecture“ nicht die „wörtliche“ Übersetzung, sondern eine Transposition wie „ich lese sehr gern“ als angemessenes Äquivalent anzusehen ist; „Mutter“ und „mère“ sind ebenfalls sehr gute Äquivalente, aber eine Verbalableitung wie „bemuttern“ gibt es im Französischen nicht; ein gutes zweisprachiges Lexikon wie Weis/ Mattutat hält für einen solchen Fall gleich eine „fertige“ Umschreibung bereitet: „entourer de soins maternels“. In einigen Fällen lassen sich allgemeingültige Regeln formulieren; so stellt das Auftreten von substantivierten Verben in deutschen Texten nahezu immer ein gewisses Problem bei Übersetzungen ins Französische dar; Standardlösungen sind nomina actionis (soweit vorhanden), finite Konstruktionen, Adaptionen, und einiges mehr. 4.2. Wie werden korrekte Satze einer Sprache gebildet? Bevor wir uns mit dieser Frage an die Linguisten wenden, wollen wir unsere gängigen Vorstellungen zu diesem Punkt überprüfen: Da ist einmal der Wortschatz, der die Beziehungen zwischen Sprache und dem, über das gesprochen wird, vermittelt; dazu tritt dann die „Grammatik“, die die korrekte Verkettung (Konkatenation) der Wörter zu Sätzen garantiert. 4.2.1. Auf unsere zu Anfang des kapitelt gestellte Frage, wie korrekte Sätze einer Sprache gebildet würden, kann und muss man natürlich weit präzisere antworten geben, als die, die wir oben zu geben versucht haben. Die Anhänger der TG sind von Anfang an mit sehr weitgehenden Ansprüchen in dieser Frage aufgetreten und haben der traditionellen Grammatik und auch der klassischen strukturalistischen Linguistik z.T. mit Recht vorgeworfen, sie könnten die Fähigkeiten und Leistungen eines kompetenten Sprecher-Hörers nicht explizit beschreiben. Aus diesem Grund wird das gesamte Lexikon mit Hilfe der sogenannten „Subkategorisierung“ einer Semantik-syntaktischen Feinklassifikation unterworfen, die in die Basiskomponente in Form verschiedener Arten von Subkategorisierungsregeln eingeht. Diese Regeln sind in einer bestimmten Reihenfolge unmittelbar nach den kategorialen Regeln vom Typ S NP+VP anzuwenden und sollen das Zustandekommen bestimmter lexikalischer Kombinationen in den terminalen Ketten von Anfang an verhindern.
Eine weiteres Problem muss im Zusammenhang mit der Beschränkung der syntagmatischen Kombinierbarkeit wenigstens erwähnt werden: die „festen Figuren“, die „idiomatischen Redensarten“ und als Grenzfall die Sprichwörter. Idiomatische Redensarten unterscheiden sich von „normalen“ Konstruktionen durch eine Reihe von Eigenschaften, u.a. dadurch, dass sie syntaktische Abweichungen aufweisen ( sans coup ferir), keinerlei Modifikatoren zulassen ( baisser son pavillon), Elemente enthalten, die nur noch in der betreffenden Wendung vorkommen ( chercher noise), oder die darin eine vom üblichen Gebrauch abweichende Bedeutung haben ( plus mort que vif). Alle diese Wendungen müssen bei der Übersetzung in der Weise behandelt werden, die wir uns dem Fremdsprachenunterricht kennen, d.h. sie dürfen nicht analysiert werden, sondern müssen, wie in unserem Beispiel (/installer le loup dans la bergerie/ den Block zum Gaertner machen/) im ZS-Text en bloc wiedergegeben werden. Idiomatische oder „lexikalisierte“ Wendungen gehören zu den wenigen Problemen, die bei der Übersetzung in die Muttersprache (version) größere Schwierigkeiten machen als bei der Übersetzung in die fremde Sprache (theme).