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„Sexuelle Orientierung / geschlechtliche Identität“ auf Gesamtuniversitärer Ebene adressierte
Art: Zusammenfassungen
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Sexuelle Orientierung im Diversity Management an der Universität Freiburg Von Aniela Knoblich und Hans W. Jablonski Hintergrund und Entwicklung des Vorhabens Jährlicher Tag der Vielfalt 2014: Erste deutschsprachige Uni, die das Thema „Sexuelle Orientierung / geschlechtliche Identität“ auf Gesamtuniversitärer Ebene adressierte Kein Thema? Sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität in Organisationen Kerndimensionen des Diversity Managements: o Geschlecht o Herkunft / Ethnie o Alter o Religion / Weltanschauung o Sexuelle Orientierung / geschlechtliche Identität o Behinderungen Bei sichtbaren Merkmalen Gleichstellungsaktivitäten (Bsp.: Frauenquote) bekannt Bei nicht-sichtbaren deutlich schwieriger Privatsache? o Thema häufig außerhalb der Komfortzone bei Entscheidungsträger*innen (v.a. bei männlichen) o Sexuelle Orientierung und Religion bei Organisationen im Diversity Management auf dem letzten Platz „Sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität“ häufig garnicht genannt Studie: „Out im Office“ o 60% der befragten Schwulen und Lesben, haben dies schon am Arbeitsplatz verschwiegen, wegen Befürchtungen vor einem „Coming out“ In Deutschland kaum Führungskräfte die offen über nicht-hetero sexuelle Orientierung Thematisierung in Organisationen meist gemischte und teils hochemotionale Reaktionen Universität Freiburg: Von der Idee zur Praxis im universitären Alltag Einigkeit, dass „Sexuelle Orientierung“ kein Thema bei Diversity An Uni häufig engagierte Studierende, die sich zum Thema organisieren / vernetzen o Nur für Studierende o Von Universität weitgehend unbeachtet 2013: Uni hisst Regenbogenfahne bei „Aktionswoche gegen Sexismus und Homophobie“ o Reaktion: Ob und warum war es nötig? o Durch Outing der Organisation Positionierung von Mitglieder möglich und nötig „Das Thema ist mit Scham besetzt und wird als persönlich angesehen. Wie soll das im Arbeitsalltag diskutiert werden?“ Einjähriger Prozess der Vorbereitung des Tags der Vielfalt (2014) Thema sichtbar und ansprechbar zu machen Relevanz sensibilisieren (nicht zielgruppenspezifische Angebote)
Zwei aufeinander aufbauende halbtägige Workshops für Sensibilisierung und dann Entwicklung von Diversity-gerechten Führungsinstrumenten für den jeweiligen Verantwortungsbereich Leitung der Workshops von externen Expertinnen und -Moderatorinnen mit enger der Diversity-Fachabteilung Vorm 1. Workshop: Gespräche vom Moderator mit einigen Führungskräften zur Wahrnehmung der Stimmung der Organisation und Grundlage für weitere Reflexionen Workshops ≙ Fortbildung für Führungskräfte und gemeinsame Vorbereitung für den Tag der Vielfalt Einladung durch Reaktor hohe Verbindlichkeit Begrüßung beider Workshops durch ein Mitglied der Universitätsleitung Universitätsleitung nicht anwesend beim Workshop (könnt ihr euch denken warum, bzw. Vor- & Nachteile davon?), damit kein Eindruck von Kontrolle durch erste Führungseben Teilnehmende könnten eigene Erfahrungen und Standpunkte zu Normalität, Normativität und Andersartigkeit benennen und reflektieren Grundlage für den Austausch o Produktiv für Reflexion der Organisationkultur Frage nach der Relevanz der Kategorie „Sexuelle Orientierung“ am Arbeitsplatz o Selbstverständnisses der Organisation o Wird Andersartigkeit, tabuisiert, toleriert, akzeptiert oder begrüßt? Entstehung einer produktiven Irritation Rektoratsmitglieder Wunsch auch fortzubilden (bekamen eigene Veranstaltung) Beitrag zur Akzeptanz des weiteren Vorgehens innerhalb der Organisation Während Workshops Online-Umfrage zu Diskriminierungserfahrungen innerhalb der Uni Freiburg o Einige konkrete Beispiele genannt o Häufig Rückmeldung: Fragestellung sei deplatziert, da Privatsache und Aufgabe der Universität sei Forschung und Lehre (eure Meinung?), einige auch heftiger Unmut über „Genderkram“ Trotzdem gute Quelle für Stimmungsbild Durch Workshops, Statements der Universitätsleitung und zwei kurze wissenschaftliche Inputs zur sexuellen Orientierung und geschlechtlicher Identität als wissenschaftlichen Kategorien (aus einer theoretischen Perspektive der Geschlechterforschung und mit praktischem Beispiel) Vermittlung von Wissen Uni = Ort der Wissensproduktion große Verantwortung Am Tag der Vielfalt Tag der Vielfalt, Veranstaltung = moderierte Gruppendiskussion mit vier Tischen o Forschen und Entwickeln o Lernen und Lehren o Verwalten und Ordnen o Gestalten und Leben Steuerung der Diskussion durch digitals Tool o An jedem Tisch eingerichtet o Vorgabe von drei Diskussionsrunden
o Innerhalb Organisation große Akzeptanz o Wegen Tradition nicht offizielle Motto geworden o Findet ihr das Motto wäre okay oder zu viel gewesen? Herausforderung Nomenklatur: o Wegen „sexuell“, Annahme, dass sexuelle Praktiken Thema sein o LGBTQIA+ wegen Unaussprechbarkeit und komplexen theoretischen Voraussetzungen (Vorwissen) schwierig o Notwendigkeit einer klaren, eindeutigen Benennung o Widerspiegelung eines gesamtgesellschaftlichen Problems, dass menschliche Lebensweisen nur zweigeschlechtlich und heterosexuelle Norm haben o „Gerade an der Uni kann und sollte jedoch reflektiert werden, dass schon das Fehlen eines gängigen Begriffs in die inhaltliche Diskussion führt.“ Fragen: Wie steht ihr zu der Thematisierung von sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität in Unternehmen wie der Universität? Hättet ihr Verbesserungsvorschläge, Kritikpunkte oder weitere Ideen zur Umsetzung, dass (das Thema weiterhin präsent bleibt)?