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Institut für Informatik Betriebliche Informationssysteme
Engineering IT-basierter Services
Prof. Dr. Klaus-Peter Fähnrich Methoden und Werkzeuge (Teil 3)
Institut für Informatik Betriebliche Informationssysteme Engineering IT-basierter Services
- Typologisierung von Dienstleistungen
- Grundlagen des Service Engineering
- Vorgehensmodelle
- Plattformstrategie: Produktmodelle und Modularisierung
- Methoden und Werkzeuge I
- Methoden und Werkzeuge II 7. Methoden und Werkzeuge III
- Methoden und Werkzeuge IV
- Werkzeuganwendung I
- Werkzeuganwendung II
- Zusammenfassung Werkzeuge
- Service-Technologien
- Kundenintegration und Kundenmanagement
- Standardisierung im Dienstleistungsbereich
- Praxisteil I
- Praxisteil II
Institut für Informatik Betriebliche Informationssysteme Einführung: GP-Modellierung Problemstellung: n-Dimensionen eines Unternehmens
- Überflüssige Prozessvarianten
- Prozesskosten unbekannt
- Fragmentierte Verantwortung Schwachstellen in Prozessen:
- Organisationsbrüche
- Medienbrüche
- Liegezeiten
- (^) Systembrüche
- (^) Arbeitsteilung
- überflüssige Prozessschritte Unternehmens- ziele Organisations- Struktur Hard-/Software Kommunikation Daten Funktionen Kunden- anforderungen ...
Institut für Informatik Betriebliche Informationssysteme Geschäftsprozess-Modellierung Ein Geschäftsprozess ist eine logische Folge von wirtschaft- lichen und/oder technolo- gischen Aktivitäten, deren Ergebnis einen Wert für einen Kunden darstellt. Ein Geschäftsprozess wird vollständig beschrieben durch: Vorgänge/Funktionen Ereignisse Organisationseinheiten Ressourcen Leistungen & ihre Daten Vollständige Beschreibung aller Zusammenhänge eines Prozesses würde das Modell sehr Komplizieren & zu Redundanzen führen. ARIS -> Sichten+Ebenen
Institut für Informatik Betriebliche Informationssysteme ARIS-Sichten Leistungssicht:
- Strukturiert alle materiellen und immateriellen Input- und Outputleistungen, die in den Geschäftsprozessen eingebracht werden Datensicht:
- Beschreibung der Informationsobjekte und deren Attribute sowie Beziehungen zwischen Informationsobjekten
- Darstellung von Ereignissen als Status eines Prozesses Funktionssicht:
- Beschreibt Beziehungen zwischen Leistungen und Vorgänge, die Leistungen transformieren (Funktion=Vorgang=Tätigkeit)
- Anwendungssysteme, da sie computergestützte Anwendungsregeln von Tätigkeiten festlegen Organisationssicht:
- Beschreibung der Aufbauorganisation durch Organisationselemente und deren Beziehungen
- (^) Allg. Ressourcen (menschl., Betriebsmittel, Hardware)
Institut für Informatik Betriebliche Informationssysteme ARIS-Sichten
Institut für Informatik Betriebliche Informationssysteme Sichten & Ebenen in ARIS
- Betriebswirtschaftliche Problemstellung (^) Grobe Tatbestände, die sehr nahe an den fach- lichen Zielsetzungen und der fachlichen Sprachwelt orientiert sind
- Fachkonzept (^) stellt das zu unterstützende betriebswirtschaftliche Anwendungskonzept in einer mehr formalisierten Beschreibungssprache dar
- (^) DV-Konzept (^) Anpassung der Fachbeschreibung an generelle Beschreibungskonstrukte der Informationstechnik
- Implementierung (^) hier wird das DV-Konzept auf konkrete hardware- und softwaretechnische Komponenten übertragen
Institut für Informatik Betriebliche Informationssysteme ARIS-Einsatz
- ARIS integriert die verschiedenen Perspektiven von Dienstleistungen (Potenzial, Prozess, Ergebnis) modellbasiert Dienstleistungsmodellierung (Quelle: Grieble/Klein/Scheer)
Institut für Informatik Betriebliche Informationssysteme Modeltypen in ARIS
Institut für Informatik Betriebliche Informationssysteme Objekttypen in ARIS (Beispiele)
- Ereignis (z.B. Ware ist eingetroffen, Rechnung storniert)
- (^) Funktion (z.B. Kundenbonität prüfen, Wareneingang buchen)
- Daten (z.B. Artikeldaten, Kundendaten, Materialdaten)
- (^) Organisationseinheit (z.B. Vertrieb, Einkauf, Rechnungswesen)
- Ressource (z.B. Papier, PC, Drehbank)
- Leistungen (z.B. Kundenberatung, PC installieren) An f r ag e er f as s t Anfragedaten inAngebot übernehmen Produkt- daten P r o d u k t i o n Betriebsmittel Dienstleistung
Institut für Informatik Betriebliche Informationssysteme Objekttypen in mehreren Modelltypen Ein Objekttyp kann in mehreren Modeltypen auftreten.
- I.d.R in vielen Modeltypen.
- Z.B. das Objekttyp Funktion tritt in folgenden 52 Modeltypen auf: Rechtediagramm Regeldiagramm Rollendiagramm SAP ALE-Filtermodell SAP ALE-Funktionsmodell SAP ALE-Nachrichtenflussmodell SAP-Applikationendiagramm UML Activity Diagram UML Class Description Diagram UML Class Diagram UML Use Case Diagram VKD (Materialfluss) VKD Wertschöpfungskettendiagramm Y-Diagramm Zieldiagramm Zugriffsdiagramm (physikalisch) Zugriffsdiagramm Kennzahlenzuordnungsdiagramm Klassendiagramm Klassifizierungsdiagramm Leistungsaustauschdiagramm (bildhaft) Leistungsaustauschdiagramm Leistungsbaum (bildhaft) Leistungsbaum Maskendesign Materialflussdiagramm Office Process Produktauswahlmatrix Produktzuordnungsdiagramm Programmablaufdiagramm Programmablaufplan (PA) Prozessauswahldiagramm Prozessauswahlmatrix RAMS Anwendungssystemdiagramm Anwendungssystemtypdiagramm c3-Methode DW-Transformation eBusiness Scenario Diagram eEPK (Materialfluss) eEPK (Spaltendarstellung) eEPK (Tabellendarstellung) eEPK (Zeilendarstellung) eEPK Funktions-/Org.Ebenendiagramm Funktionsbaum Funktionszuordnungsdiagramm Industrial Process Informationsflussdiagramm Input/Output Diagram (Invers) Input/Output Diagram
Institut für Informatik Betriebliche Informationssysteme Eigenschaften von Objekttypen
- Zahlreiche Objekttypen und dementsprechend Symbole (+-200) in den jeweiligen Modelltypen
- (^) Objekttypen sind keine bloße Grafik sondern semantisch hinterlegt (^) Objektattribute (können ange (^) Zusammenhänge zwischen Objekten (Kanten)
- ARIS Software unterstützt die semantischen Hinterlegung durch z.B. kontextspezifische Vorschläge, Anzeige Namensähnlichkeiten
- Objekte können wiederverwendet werden als Ausprägungskopie (^) Neues Symbol wird für eine existierende Objektdefinition angelegt (ein und derselbe Eintrag in der Datenbank) (^) Objektdefinition ist die Sammlung von Attributen, Änderungen werden in allen Ausprägungen wirksam
- Objekte können instanziiert werden als Definitionskopie (^) Eigenständiger Eintrag in der Datenbank wird erzeugt (^) Objektdefinition hat die gleichen Attributwerte wie die Ausgangs- objektdefnition, Attributwerte können aber unabhängig geändert bzw. ergänzt werden
Institut für Informatik Betriebliche Informationssysteme Zusammenhänge zwischen Objekten Beispiele
- Ereignisse aktivieren Funktionen „Rechnung ist eingegangen“ aktiviert „Rechnung prüfen“
- (^) Funktionen erzeugen Ereignisse „Wareneingang prüfen“ erzeugt „Ware ist fehlerhaft“
- Organisationseinheiten sind fachlich verantwortlich für Funktionen „Einkauf“ ist fachlich verantwortlich für „Lieferant auswählen“
- Daten sind Input für Funktionen „Rechnung“ ist Input für „Rechnung prüfen“
- Leistungen sind Output von Funktionen „Kundenangebot“ ist Output von „Angebotsbearbeitung“ A n f r a g e e r f a s s t A n f r a g e d a t e n i n A n g e b o t ü b e r n e h m e n A n f r a g e - d a t e n ü b e r - n o m m e n S a c h b e a r b e it e r A u f t r a g s -... P l a n u n g s - t e a m...
Institut für Informatik Betriebliche Informationssysteme Objektverbindung / Kanten
- Kante verläuft von einem Quellobjekt zu einem Zielobjekt
- Wenn die Möglichkeit besteht verschiedene Kanten zwischen Quell- und Zielobjekt zu ziehen, wird eine Auswahl angeboten. (Abhängig vom eingestellten Methodenfilter) Beispiel: Funktion Stelle