Fitness-Einheit, Prüfungen von Theatergeschichte

ILSE AICHINGER: Das Fenster-Theater die Frau lehnte am Fenster und sah hinüber. der Wind trieb in leichten stößen vom Fluss herauf und brachte.

Art: Prüfungen

2021/2022

Hochgeladen am 28.06.2022

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Kurzgeschichten untersuchen
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iLsE aichingEr: Das Fenster-Theater
die Frau lehnte am Fenster und sah hinüber. der Wind
trieb in leichten stößen vom Fluss herauf und brachte
nichts Neues. die Frau hatte den starren Blick neugieriger
leute, die unersättlich sind. es hatte ihr noch niemand den
Gefallen getan, vor ihrem Haus niedergefahren zu werden.
Außerdem wohnte sie im vorletzten stock, die straße lag
zu tief unten. der lärm rauschte nur mehr leicht herauf.
Alles lag zu tief unten. Als sie sich eben vom Fenster
abwenden wollte, bemerkte sie, dass der Alte gegenüber
licht angedreht hatte. da es noch ganz hell war, blieb die-
ses licht für sich und machte den merkwürdigen eindruck,
den aufflammende straßenlaternen unter der sonne
machen. Als hätte einer an seinem Fenster die kerzen
angesteckt, noch ehe die Prozession die kirche verlassen
hat. die Frau blieb am Fenster.
der Alte öffnete und nickte herüber. Meint er mich?, dachte
die Frau. die Wohnung über ihr stand leer und unterhalb
lag eine Werkstatt, die um diese Zeit schon geschlossen
war. sie bewegte leicht den kopf. der Alte nickte wieder. er
griff sich die stirne, entdeckte, dass er keinen Hut aufhatte,
und verschwand im Inneren des Zimmers.
Gleich darauf kam er in Hut und Mantel wieder. er zog den
Hut und lächelte. dann nahm er ein weißes tuch aus der
tasche und begann zu winken. erst leicht und dann immer
eifriger. er hing über die Brüstung, dass man Angst bekam,
er würde vornüberfallen. die Frau trat einen schritt zurück,
aber das schien ihn nur zu bestärken. er ließ das tuch fal-
len, löste seinen schal vom Hals – einen großen bunten
schal – und ließ ihn aus dem Fenster wehen. dazu lächelte
er. und als sie noch einen weiteren schritt zurücktrat, warf
er den Hut mit einer heftigen Bewegung ab und wand den
schal wie einen turban um seinen kopf. dann kreuzte er
die Arme über der Brust und verneigte sich. sooft er auf-
sah, kniff er das linke Auge zu, als herrsche zwischen ihnen
ein geheimes einverständnis. das bereitete ihr so lange
Vergnügen, bis sie plötzlich nur mehr seine Beine in dün-
nen, geflickten samthosen in die luft ragen sah. er stand
auf dem kopf. Als sein Gesicht gerötet, erhitzt und freund-
lich wieder auftauchte, hatte sie schon die Polizei
verständigt.
und während er, in ein leintuch gehüllt, abwechselnd an
beiden Fenstern erschien, unterschied sie schon drei Gas-
sen weiter über dem Geklingel der straßenbahnen und
dem gedämpften lärm der stadt das Hupen des Überfall-
autos. denn ihre erklärung hatte nicht sehr klar und ihre
stimme erregt geklungen. der alte Mann lachte jetzt, sodass
Was ist eine Kurzgeschichte?
Der Begriff
Der Fachausdruck „ist die Lehnüber-
setzung der anglo-amerikan. Bezeich-
nung ‚short story‘ (…). Im 20 Jh. setzt
sich die Bezeichnung Kurzgeschichte
(…) durch, nach 1945 jedoch [erst]
eindeutig verstanden als Begriff für
eine eigenständige, qualitativ hoch-
stehende Gattung der Kurzprosa“.
[Sachlexikon: Kurzgeschichte, S. 1.
Digitale Bibliothek Band 9: Killy
Literaturlexikon, S. 23929 (vgl. Killy
Bd. 13, S. 498)]
Prinzip der Vereinfachung und
Verdichtung
Die Kurzgeschichte gehört zu den
sogenannten epischen, also erzähle-
rischen Kurzformen. Wie sich an der
Benennung schon ablesen lässt, zeich-
net sich diese Textsorte dadurch aus,
dass hier Geschichten in aller Kürze
und zügig, sprich ohne Nebenhand-
lung, erzählt werden. Entsprechend
wird auch auf eine klassische Einlei-
tung verzichtet, in der üblicherweise
Antworten auf die sogenannten
W-Fragen gegeben werden.
Aufbau und
Handlungsentwicklung
Mit dem Weglassen einer herkömm-
lichen Hinführung zum Hauptteil liegt
zudem ein sortentypisches Erzähl-
schema vor. So werden die Leser ohne
Umschweife mitten in die laufende
Handlung hineinversetzt. Man spricht
demzufolge auch von einem abrupten
bzw. unvermittelten Einstieg. Im Zuge
der weiteren Handlungsentwicklung
erhält man dann meist einen aus-
schnitthaften Einblick in das Alltags-
leben eines Durchschnittsmenschen,
der äußerlich kaum oder gar nicht
beschrieben wird und meist keinen
Namen trägt. Eine Charakterisierung
der Figur erfolgt eher indirekt, und
zwar durch die Darstellung ihrer
Gedanken, Äußerungen, Handlungen
sowie Verhaltensweisen. Schritt für
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iLsE aichingEr: Das Fenster-Theater

die Frau lehnte am Fenster und sah hinüber. der Wind trieb in leichten stößen vom Fluss herauf und brachte nichts Neues. die Frau hatte den starren Blick neugieriger leute, die unersättlich sind. es hatte ihr noch niemand den Gefallen getan, vor ihrem Haus niedergefahren zu werden. Außerdem wohnte sie im vorletzten stock, die straße lag zu tief unten. der lärm rauschte nur mehr leicht herauf. Alles lag zu tief unten. Als sie sich eben vom Fenster abwenden wollte, bemerkte sie, dass der Alte gegenüber licht angedreht hatte. da es noch ganz hell war, blieb die- ses licht für sich und machte den merkwürdigen eindruck, den aufflammende straßenlaternen unter der sonne machen. Als hätte einer an seinem Fenster die kerzen angesteckt, noch ehe die Prozession die kirche verlassen hat. die Frau blieb am Fenster.

der Alte öffnete und nickte herüber. Meint er mich?, dachte die Frau. die Wohnung über ihr stand leer und unterhalb lag eine Werkstatt, die um diese Zeit schon geschlossen war. sie bewegte leicht den kopf. der Alte nickte wieder. er griff sich die stirne, entdeckte, dass er keinen Hut aufhatte, und verschwand im Inneren des Zimmers.

Gleich darauf kam er in Hut und Mantel wieder. er zog den Hut und lächelte. dann nahm er ein weißes tuch aus der tasche und begann zu winken. erst leicht und dann immer eifriger. er hing über die Brüstung, dass man Angst bekam, er würde vornüberfallen. die Frau trat einen schritt zurück, aber das schien ihn nur zu bestärken. er ließ das tuch fal- len, löste seinen schal vom Hals – einen großen bunten schal – und ließ ihn aus dem Fenster wehen. dazu lächelte er. und als sie noch einen weiteren schritt zurücktrat, warf er den Hut mit einer heftigen Bewegung ab und wand den schal wie einen turban um seinen kopf. dann kreuzte er die Arme über der Brust und verneigte sich. sooft er auf- sah, kniff er das linke Auge zu, als herrsche zwischen ihnen ein geheimes einverständnis. das bereitete ihr so lange Vergnügen, bis sie plötzlich nur mehr seine Beine in dün- nen, geflickten samthosen in die luft ragen sah. er stand auf dem kopf. Als sein Gesicht gerötet, erhitzt und freund- lich wieder auftauchte, hatte sie schon die Polizei verständigt.

und während er, in ein leintuch gehüllt, abwechselnd an beiden Fenstern erschien, unterschied sie schon drei Gas- sen weiter über dem Geklingel der straßenbahnen und dem gedämpften lärm der stadt das Hupen des Überfall- autos. denn ihre erklärung hatte nicht sehr klar und ihre stimme erregt geklungen. der alte Mann lachte jetzt, sodass

Was ist eine Kurzgeschichte?

Der Begriff Der Fachausdruck „ist die Lehnüber- setzung der anglo-amerikan. Bezeich- nung ‚short story‘ (…). Im 20 Jh. setzt sich die Bezeichnung Kurzgeschichte (…) durch, nach 1945 jedoch [erst] eindeutig verstanden als Begriff für eine eigenständige, qualitativ hoch- stehende Gattung der Kurzprosa“. [Sachlexikon: Kurzgeschichte, S. 1. Digitale Bibliothek Band 9: Killy Literaturlexikon, S. 23929 (vgl. Killy Bd. 13, S. 498)]

Prinzip der Vereinfachung und Verdichtung Die Kurzgeschichte gehört zu den sogenannten epischen, also erzähle- rischen Kurzformen. Wie sich an der Benennung schon ablesen lässt, zeich- net sich diese Textsorte dadurch aus, dass hier Geschichten in aller Kürze und zügig, sprich ohne Nebenhand- lung, erzählt werden. Entsprechend wird auch auf eine klassische Einlei- tung verzichtet, in der üblicherweise Antworten auf die sogenannten W-Fragen gegeben werden.

Aufbau und Handlungsentwicklung Mit dem Weglassen einer herkömm- lichen Hinführung zum Hauptteil liegt zudem ein sortentypisches Erzähl- schema vor. So werden die Leser ohne Umschweife mitten in die laufende Handlung hineinversetzt. Man spricht demzufolge auch von einem abrupten bzw. unvermittelten Einstieg. Im Zuge der weiteren Handlungsentwicklung erhält man dann meist einen aus- schnitthaften Einblick in das Alltags- leben eines Durchschnittsmenschen, der äußerlich kaum oder gar nicht beschrieben wird und meist keinen Namen trägt. Eine Charakterisierung der Figur erfolgt eher indirekt, und zwar durch die Darstellung ihrer Gedanken, Äußerungen, Handlungen sowie Verhaltensweisen. Schritt für

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sich sein Gesicht in tiefe Falten legte, streifte dann mit einer vagen Gebärde darüber, wurde ernst, schien das lachen eine sekunde lang in der hohlen Hand zu halten und warf es dann hinüber. erst als der Wagen schon um die ecke bog, gelang es der Frau, sich von seinem Anblick loszureißen.

sie kam atemlos unten an. eine Menschenmenge hatte sich um den Polizeiwagen gesammelt. die Polizisten waren abgesprungen und die Menge kam hinter ihnen und der Frau her. sobald man die leute zu verscheuchen suchte, erklärten sie einstimmig, in diesem Hause zu wohnen. einige davon kamen bis zum letzten stock mit. Von den stufen beobachteten sie, wie die Männer, nachdem ihr klopfen vergeblich blieb und die Glocke allem Anschein nicht funktionierte, die tür aufbrachen. sie arbeiteten schnell und mit einer sicherheit, von der jeder einbrecher lernen konnte. Auch in dem Vorraum, dessen Fenster auf den Hof sahen, zögerten sie nicht eine sekunde. Zwei von ihnen zogen die stiefel aus und schlichen um die ecke. es war inzwischen finster geworden. sie stießen an einen kleiderständer, gewahrten den lichtschein am ende des schmalen Ganges und gingen ihm nach. die Frau schlich hinter ihnen her.

Als die tür aufflog, stand der alte Mann mit dem rücken zu ihnen gewandt noch immer am Fenster. er hielt ein gro- ßes weißes kissen auf dem kopf, das er immer wieder abnahm, als bedeutete er jemandem, dass er schlafen wolle. den teppich, den er vom Boden genommen hatte, trug er um die schultern. da er schwerhörig war, wandte er sich auch nicht um, als die Männer schon knapp hinter ihm standen und die Frau über ihn hinweg in ihr eigenes finsteres Fenster sah.

die Werkstatt unterhalb war, wie sie angenommen hatte, geschlossen. Aber in die Wohnung oberhalb musste eine neue Partei eingezogen sein. An eines der erleuchteten Fenster war ein Gitterbett geschoben, in dem aufrecht ein kleiner knabe stand. Auch er trug sein kissen auf dem kopf und die Bettdecke um die schultern. er sprang und winkte herüber und krähte vor Jubel. er lachte, strich mit der Hand über das Gesicht, wurde ernst und schien das lachen eine sekunde lang in der hohlen Hand zu halten. dann warf er es mit aller kraft den Wachleuten ins Gesicht.

Aus: Ilse Aichinger: der Gefesselte. erzählungen. Frankfurt a. M. 1953

Schritt wird am Schicksal dieser Person das Geschehen dann weiter entfaltet. Dabei gerät die Hauptfigur sehr häufig in eine Krisen- oder Ausnahmesitua- tion, die einen einschneidenden Wendepunkt in ihrem Leben darstellt. Von diesem Punkt aus muss bzw. will sie ihre geordnete Bahn verlassen und der Verlauf des Lebens wird in eine andere Richtung gelenkt oder es besteht zumindest die Möglichkeit einer Kursänderung. Nicht selten ergibt sich daraus auch eine morali- sche Entscheidungsfrage für den Protagonisten. Anders als in traditio- nellen Erzählungen erfährt man jedoch meist nicht, ob oder wie der Konflikt gelöst wird. Damit bleibt die Geschichte in gewisser Weise unabgeschlossen.

Beabsichtigte Zielsetzungen Grundsätzlich hat der Autor einer Kurzgeschichte natürlich die Absicht zu unterhalten. Allerdings ergibt sich durch das Offenhalten der Erzählung zusätzlich noch die Möglichkeit, Denk- räume zu eröffnen. Dieser Effekt stellt sich ein, weil jeder Mensch aufgrund seiner persönlichen Erfahrungen einen eigenen Zugang zum Erzählten her- stellt. Vor dem Hintergrund dieses individuellen Textverständnisses und der damit verbundenen Erwartungs- haltungen lassen sich nun Schluss- varianten überlegen.

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1 Erstelle eine Gliederung,

indem du die durcheinander

gewürfelten Teile in die richtige

Reihenfolge bringst.

Charakteristik

Texterschließung der

Kurzgeschichte „Das

Fenster Theater“ und wei

terführende Aufgabe

Texterschließung

Satzbau

Die Frau

Textsorte:

Kurzgeschichte

Wortwahl Inhaltszusammenfassung

und Textaufbau

Der alte Mann

Rhetorische Stilmittel

Sprachebene

Sprachanalyse

Absichten der Autorin

Weiterführende Aufgabe:

innerer Monolog

Die Kurzgeschichte von

Ilse Aichinger handelt von

einer sensationshungrigen

Frau, die das „Thea

terspiel“ eines Mannes

fehlinterpretiert.

Das „Fenster

Theater“

zeigt allgemeingültige

menschliche Probleme auf.

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Kurs

Inhaltszusammenfassung

( Z. ) eröffnet die Autorin

dem leser den Blick auf eine Frau, die von ihrem Fenster aus

neugierig die Menschen in der Nachbarschaft beobachtet.

danach erfolgt eine zum Hauptteil

(Z. ), in der dargestellt wird, dass ihre sensations-

lust nicht befriedigt wird und sie sich abwenden möchte, bis

ein Mann, der ihr gegenüber wohnt, das licht einschaltet und

damit ihre Aufmerksamkeit erregt. Im steigt

die Handlung langsam an. Zunächst (Z. ) hat es den

Anschein, dass der „Alte“ die Frau grüßt.

(Z. ) werden die immer absonderlich werdenden

Handlungen des Mannes beschrieben, was die Frau zunächst

noch amüsiert, dann aber zunehmend als Beleidigungen auf-

fasst und die Polizei alarmiert. Bis die Beamten eintreffen,

beobachtet sie noch das „Fenster-theater“, was in den Zeilen

beschrieben wird. danach schließt sich

der (Z. ) an, in dem aufgezeigt

wird, dass die Frau, die nun ihren gewohnten Fensterplatz ver-

lässt, zu den Polizeibeamten eilt und ihnen bis in die Woh-

nung des Beschuldigten folgt, zu der sich die Beamten gewalt-

sam Zutritt verschaffen. dass der alte, schwerhörige Mann

immer noch am Fenster steht und weiter seiner Betätigung

nachgeht, wird im (Z. )

dargestellt. Jetzt erfolgt auch ein : Aus

dieser wird klar, dass die Wohnung

2 Erstelle aus den angegebenen

Informationen eine Einleitung

zu der Kurzgeschichte. Dabei

musst du alle Angaben in die

richtige Reihenfolge bringen.

- In der Kurzgeschichte geht

es um die Sensationslust

einer Frau, die ständig aus

dem Fenster sieht und

dadurch das harmlose

Theaterspiel eines alten

Mannes im Nachbarhaus

fehlinterpretiert.

- Ilse Aichinger, österrei

chische Schriftstellerin,

geboren am 1.11.1921 in Wien,

mehrere internationale

Literaturpreise, darunter

der „Große Österreichische

Staatspreis für Literatur

**- „Das Fenster Theater“

  • Aus „Der Gefesselte“, Erzäh**

lungen, S. Fischer Verlag,

Frankfurt / M. 1953

- Kurzgeschichte

3 Ergänze die nebenstehende

Inhaltszusammenfassung mit

den Wörtern, die im Wortspei

cher vorgegeben sind. Zudem

musst du die fehlenden Zeilen

angaben noch einfügen.

im nächsten Abschnitt

Hauptteil

weiteren Verlauf

Perspektive

darauffolgenden Abschnitt

Blickwechsel

5 Kurzgeschichten untersuchen

Kurs

Sprachliches Mittel Beispiel Wirkung Adjektive

„Die Frau blieb am Fens- ter.“ (Z. 15) „Dazu lächelte er.“ (Z. 29 f.)

„Der alte Mann lachte … wurde ernst, schien das Lachen eine Sekunde lang in der hohlen Hand zu hal- ten … warf …“ (Z. 46 – 50) und „Er lachte … wurde ernst, schien das Lachen eine Sekunde lang in der hohlen Hand zu hal- ten … warf …“ (Z. 85 – 89)

Verbundenheit zwischen dem Mann und dem Jungen

Satzgefüge

„… löste seinen Schal vom Hals – einen großen bun- ten Schal – und ließ ihn …“ (Z. 28 f.)

zusätzliche Informationen

„Meint er mich?, dachte die Frau.“ (Z. 16 f.)

Parallelismus Gleichmut der Frau wird deutlich

„Sie …“ (Z. 19 und Z. 53), „Die Frau …“ (Z. 1, Z. 3, Z. 15, Z. 68), „Er …“ (Z. 22, 25, 27, 37, 71) und „Der Alte …“ (Z. 16 und Z. 19).

Sprachbilder, Anschaulichkeit

Vergleiche

Symbolfarbe Weiß steht für die friedlichen Absichten

5 Bei der Sprachanalyse ist

oftmals eine Tabelle hilfreich,

damit man nichts Wesentli

ches vergisst. Fülle nun die

Lücken aus.

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6 Charakterisiere die Frau sowie

den alten Mann und begründe

deine Meinung. Gehe dabei

auch auf die Lichtsymbolik ein.

Erstelle dazu einen Cluster zu den beiden Hauptakteuren der Kurzgeschichte.

Tipp : Trage zunächst die Personen- und Charaktereigenschaften mit den Beispielen oder Zeilenangaben aus dem Text ein, die direkt beschrieben werden. Versuche im Anschluss wei- tere Merkmale zu finden und deute diese.

Um keinen Aspekt außer Acht zu las- sen, solltest du in folgender Reihen- folge vorgehen: Vorstellung der Person (Name, sofern dieser angegeben ist)

  • das äußere Erscheinungsbild (Alter, Haarfarbe, Größe, Körperbau …)
  • das Verhalten (Sprache …)
  • die soziale Lage (Beruf, Gesell- schaftsschicht …)
  • als auch die Gefühle und Ein- stellungen …

Meist lassen sich die Angaben in den indirekten Beschreibungen finden. Dazu musst du den Text aufmerksam lesen und den Charakter der Person, z. B. aus den Aussagen anderer, den Reaktionen der Person usw., erschließen.

Verfasse nun eine vollständige

Charakteristik.

Weitere Aufgabenstellungen zu die- sem Aufgabentyp könnten lauten:

  • Charakterisiere die Einstellungen und das Verhalten des Ich-Erzählers.
  • Was erfährst du über den Vater / die Mutter? Berücksichtige dabei besonders das Verhältnis zu sei- nem / ihrem Kind.

Frau

Alter Mann

Sensationslust

Trägt dünne, geflickte Samthosen