Geschichte Vorabi SH, Zusammenfassungen von Geschichte

Geschichte Vorabi Lernzettel SH

Art: Zusammenfassungen

2020/2021

Hochgeladen am 10.01.2022

alisa-lafrenz
alisa-lafrenz 🇩🇪

2 dokumente

1 / 18

Toggle sidebar

Diese Seite wird in der Vorschau nicht angezeigt

Lass dir nichts Wichtiges entgehen!

bg1
Geschichte Vorabi
Q1.2: nationale Identitäten seit dem 19. Jahrhundert- Konstruktion oder Realität?
Idee der Nation:
- die Idee der Nation ist gleich der Vorstellung einer bestimmten Nation anzugehören
aus dieser Vorstellung geht der Nationalstaat hervor
- Bildung der eigenen Nation geht mit der Abgrenzung von anderen Nationen einher
oftmals gewalttätig
Nationenbildung:
- die Idee der Nation, musste sich zuerst bei den Menschen durchsetzen
- Historiker gehen davon aus, dass die durch einen geschichtlichen Prozess (französische
Revolution) entstanden ist
- es gab keinen festen Weg zur Nation, jede Nation entwickelte sich individuell
- es gibt unterschiedliche Auffassungen einer Nation, durch den Einfluss der Politik und der
individuellen Werte
- Sprache, Kultur, Geschichte, Religion, die Abstammung, Werte und Normen, sowie das
Gebiet stellen wichtige Faktoren der Bildung einer Nation dar
jeder dieser Faktoren trägt zur Bildung bei und vereint die Menschen in einem Gebiet der
Nation
Phasenmodell des Nationalismus:
1. Phase:
- die Phase eines „romantischen“ durch Intellektuelle getragenen Protonationalismus ab
dem Ende des 18. Jahrhunderts
- kulturelle, literarische oder volkskundliche Argumentation
Bildung der französischen Nation, durch die Revolution
2. Phase:
- Phase der „nationalen Idee“ bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts
- Argumentation in der Geschichte durch die „Wiedergeburt“ einer Nation
- Ideenträger ist das Bürgertum
Gründung des deutschen Reiches, unter der Macht des Kaisers
3. Phase:
- Mitte des 19. Jahrhunderts weitet sich der Nationalismus zum Massenphänomen
- verlief häufig gewalttätig, da die Staatsgrenzen nicht mit den von der Nation gewünschten
Grenzen übereinstimmten
Konflikte in Österreich-Ungarn, durch den Nationalismus
4. Phase:
- Phase zwischen dem 1. Weltkrieg und dem Ende des 2. Weltkrieges
- extremer, ausgrenzender und rassistischer Nationalismus
Gründung des dritten Reiches, unter der Macht von Hitler
5. Phase:
- umstritten, ob nach dem 2. Weltkrieg eine Phase des rückläufigen „transzendenten“
Nationalismus angenommen werden kann
- Kennzeichnung durch das Abtreten von Rechten an supranationale Organisationen
Spaltung von DDR und BRD
pf3
pf4
pf5
pf8
pf9
pfa
pfd
pfe
pff
pf12

Unvollständige Textvorschau

Nur auf Docsity: Lade Geschichte Vorabi SH und mehr Zusammenfassungen als PDF für Geschichte herunter!

Geschichte Vorabi

Q1.2: nationale Identitäten seit dem 19. Jahrhundert- Konstruktion oder Realität? Idee der Nation:

  • die Idee der Nation ist gleich der Vorstellung einer bestimmten Nation anzugehören  aus dieser Vorstellung geht der Nationalstaat hervor
  • Bildung der eigenen Nation geht mit der Abgrenzung von anderen Nationen einher  oftmals gewalttätig Nationenbildung:
  • die Idee der Nation, musste sich zuerst bei den Menschen durchsetzen
  • Historiker gehen davon aus, dass die durch einen geschichtlichen Prozess (französische Revolution) entstanden ist
  • es gab keinen festen Weg zur Nation, jede Nation entwickelte sich individuell
  • es gibt unterschiedliche Auffassungen einer Nation, durch den Einfluss der Politik und der individuellen Werte
  • Sprache, Kultur, Geschichte, Religion, die Abstammung, Werte und Normen, sowie das Gebiet stellen wichtige Faktoren der Bildung einer Nation dar  jeder dieser Faktoren trägt zur Bildung bei und vereint die Menschen in einem Gebiet der Nation Phasenmodell des Nationalismus:
    1. Phase:
  • die Phase eines „romantischen“ durch Intellektuelle getragenen Protonationalismus ab dem Ende des 18. Jahrhunderts
  • kulturelle, literarische oder volkskundliche Argumentation  Bildung der französischen Nation, durch die Revolution
    1. Phase:
  • Phase der „nationalen Idee“ bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts
  • Argumentation in der Geschichte durch die „Wiedergeburt“ einer Nation
  • Ideenträger ist das Bürgertum  Gründung des deutschen Reiches, unter der Macht des Kaisers
    1. Phase:
  • Mitte des 19. Jahrhunderts weitet sich der Nationalismus zum Massenphänomen
  • verlief häufig gewalttätig, da die Staatsgrenzen nicht mit den von der Nation gewünschten Grenzen übereinstimmten  Konflikte in Österreich-Ungarn, durch den Nationalismus
    1. Phase:
  • Phase zwischen dem 1. Weltkrieg und dem Ende des 2. Weltkrieges
  • extremer, ausgrenzender und rassistischer Nationalismus Gründung des dritten Reiches, unter der Macht von Hitler
    1. Phase:
  • umstritten, ob nach dem 2. Weltkrieg eine Phase des rückläufigen „transzendenten“ Nationalismus angenommen werden kann
  • Kennzeichnung durch das Abtreten von Rechten an supranationale Organisationen  Spaltung von DDR und BRD

Typen der Nationenbildung: revolutionärer Idealtyp:

  • Gründung eines Nationalstaates durch die Umgründung eines bestehenden Staates  Frankreich unifizierender Idealtyp:
  • Gründung eines Nationalstaates durch die Vereinigung mehrerer bestehender Staaten  Deutschland, Italien sezessionistischer Idealtyp:
  • Gründung eines Nationalstaates durch die Abspaltung einer Nation von einem bestehenden Staat  Sowjetunion, Jugoslawien Kultur- und Staatsnation: Kulturnation:
  • Verbundenheit einer Gemeinschaft von Menschen  hervorgerufen durch Sprache, Tradition, Religion, Kultur
  • Nationalgefühl beruht auf gemeinsamer Kultur
  • Kultur kann ohne eigenen Nationalstaat existieren und ist in einem Staat bereits gedanklich vorhanden
  • innerhalb der Kulturnation, können mehrere Staatsnationen entstehen
  • das Volk wird gegenüber dem Staat hervorgehoben Staatsnation:
  • Staat, mit einer bewusst gewollten Gemeinschaft ansässiger Bürger, unterschiedlicher ethnischer Herkunft
  • Konzept der Staatsnation gilt heute noch als revolutionär  geht von der Idee aus, die Nation eines Staates lediglich durch die Wohnbevölkerung existent zu machen  frei von Klassen- und Ständezugehörigkeit, sowie Abstammung, Sprache, Kultur, Religion
  • innerhalb der Staatsnation, können verschiedene Kulturnationen entstehen
  • der Staat tritt gegenüber der Nation hervor

Weimarer Verfassung:

  • Weimarer Verfassung ist die Verfassung der Weimarer Republik  Prinzip der Volkssouveränität an Stelle des Monarchismus  die Weimarer Verfassung hat den Weg für Deutschland bereitet, eine Demokratie zu werden historischer Kontext:
  • 31.7.1919: Annahme der Weimarer Verfassung mit einer großen Mehrheit der damaligen Nationalversammlung  fand aufgrund von Unruhen und Straßenkämpfen in Berlin in Weimar statt
  • 11.8.1919: Weimarer Verfassung trat in Kraft
  • im Voraus ging eine lange Phase der Unruhe im deutschen Kaiserreich  der 1. Weltkrieg hatte schlimme Auswirkungen auf Deutschland und die deutschen hatten so gut wie keine Chance auf einen Sieg
  • die Bevölkerung lehnte sich immer stärker gegen die kaiserliche Regierung auf, bis diese sich irgendwann dazu gezwungen sah, ihre Macht dem Volk zu geben  Deutschland sollte zur parlamentarischen Demokratie werden, was in der Weimarer Verfassung verankert wurde Grundlegendes (Regierung):
  • Männer und Frauen über 20 Jahren waren Wahlberechtigt
  • Abgeordnete auf 4 Jahre, Reichspräsident auf 7 Jahre
  • Verhältniswahlrecht  jede Stimme ist gleich gewichtet  auch Splitterparteien durften in den Reichstag Problem:
  • Parteienvielfalt erschwerte die Bildung einer regierungsfähigen Mehrheit  Parteien waren oft nicht zu Kompromissen bereit und zogen ihre eigenen Interessen vor
  • als Gegengewicht zum Reichstag führte die Verfassung Elemente der direkten Demokratie ein  Volksbegehren, Volksentscheid Verfassungsorgane: Reichstag/ Parlament (parlamentarische Elemente, Demokratie):
  • neben Recht auf Gesetzgebung auch die Kontrolle der Exekutive
  • Kanzler und Minister benötigen das Vertrauen des Parlaments  können durch das Misstrauensvotum abgewählt werden Reichspräsident (präsidiale Elemente, Demokratie):
  • hat Vollmachten: ernennt/entlässt den Kanzler, Auflösung des Reichstags, Oberbefehlsherr der Reichswehr, Notverordnungen
  • Art. 48: bei Gefahr für öffentliche Sicherheit und Ordnung im Reich und gegen ein Land, dass durch die Verfassung gegebene Pflichten nicht erfüllt, darf der Reichspräsident die nötigen Maßnahmen zur Wiederherstellung treffen Reichsrat (förderalistische Elemente):
  • Vertretung der Länder
  • Veto gegen Beschlüsse des Reichtags
  • direkte Wahl des Reichspräsidenten und von Volksbegehren und Volksentscheiden  direkte Demokratie

Vorteile Nachteile

  • viele Rechte für Bürger - viele Gegner der republik
  • Verhältniswahlrecht ohne Sperrklausel  fair: alle Gruppen können mitwirken
    • keine Mehrheitsbildungen  Schwächung des Parlaments durch Splitterparteien
  • Misstrauensvotum  das Parlament kontrolliert die Regierung
    • keine geregelte Nachfolge  die Regierung kann einfach gestürzt werden
  • Art. 48 nur im Notfall - Missbrauch des Art. 48  eigentlich nicht für soziale, wirtschaftliche Probleme Weimarer Verfassung Bundesrepublik Deutschland
  • Reichspräsident hatte eine einflussreiche Vollmacht  konnte den Reichstag auflösen und den Reichskanzler entlassen  Notverordnungsrecht
    • Stellung des Bundespräsidenten ist schwach ausgeprägt  lediglich repräsentative Aufgaben  kann den Bundeskanzler nicht entlassen
  • reines Verhältniswahlrecht - personalisiertes Verhältniswahlrecht
  • Splitterparteien machten koalitionsfähige Regierungen unmöglich
    • 5% Hürde
  • Reichstag konnte den Reichskanzler durch ein destruktives Misstrauensvotum abwählen
    • der Bundeskanzler wird vom Bundestag gewählt und kann durch ein konstruktives Misstrauensvotum abgewählt werden  Kanzlerdemokratie
  • Gesetze können mit einem Volksentscheid verabschiedet werden
    • Volksentscheide sind nur in Fragen der Neugliederung des Bundesgebiets möglich
  • relativ instabile Verfassung wurde im Zuge der nationalsozialistischen Machtergreifung mit dem Ermächtigungsgesetz 1933 außer Kraft gesetzt
    • das Grundgesetz ist durch die Ewigkeitsklausel geschützt und kann nicht außer Kraft gesetzt werden

Weimarer Republik zum Scheitern verurteilt? Rettungsstrategien

  • Durchsetzung Marx‘s gegen Hindenburg als neuen Reichspräsidenten 1925
  • Bemühung um Regierungsstabilität  durch die SPD als durchgängig stärkste Reichstagsfraktion
  • Vermeidung des Bruchs der großen Koalition 1930  führte zum Ende der parlamentarischen Demokratie in Deutschland
  • Machtübertragung auf Hitler wurde erst durch strukturelle Mängel der Weimarer Verfassung möglich
  • folgenschwere Fehler von politischen Entscheidungen  Hindenburg-Wahl  Machtverzicht der SPD 1930 Fazit
  • Weimarer Republik war anfänglich nicht zum Scheitern verurteilt
  • weder Hitlers Machtergreifung, noch der Versailler-Vertrag, die Hyperinflation oder der Hitler-Putsch waren keine Konsequenz der Entwicklung ab 1918
  • Europa erlebte vielmehr eine allgemeine Krise der liberalen Demokratie und des Kapitalismus  Auslöser war die Weltwirtschaftskrise
  • dadurch kam es in Deutschland zu einer scharfen Politisierung und Militarisierung zwischen Rechts und Links
  • ein großer Teil der politischen, militärischen und wirtschaftlichen Führungsschicht wendete sich ab 1927 vom Parlamentarismus ab  verfolgten daher einen zunehmend antiparlamentarischen, absolutistischen Kurs, der in der Regierungsübergabe Hitlers endete Zahlen, Daten, Fakten seit 1918: 28.10.1918: Übergang des deutschen Reiches zur parlamentarischen Monarchie:  Oktoberverfassung
  • Kanzler Max von Baden verabschiedete die Verfassungsreform  der Kanzler und die Reichsminister waren fortan an das Vertrauen der Mehrheit im Reichstag gebunden
  • nicht mehr der Kaiser, sondern die Regierung hatte nun den Oberbefehl über die Armee  der Kaiser hatte nicht mehr die Macht, die Regierung einfach abzusetzen (wie in einer konstitutionellen Monarchie) 1918: Novemberrevolution:
  • Folge der militärischen Niederlage Deutschlands im 1. Weltkrieg, die am 11.11.1918 mit der Unterzeichnung des Waffenstillstandsvertrag besiegelt wurde
  • schon Ende September erklärte die OHL, dass die Kriegsniederlage unvermeidbar sei  deshalb Waffenstillstandsverhandlungen  nach dem 14-Punkte Plan des Präsidenten Wilson  Staaten sollen ihre Streitigkeiten beilegen  nach der Oktoberreform der parlamentarischen Monarchie entstand eine neue Reichsregierung unter den Liberalen bis 9.8. Ende Oktober:
  • Befehl einer letzten Schlachtgegen England, ohne Wissen der Regierung  Beginn des Matrosenaufstandes

9.11.1918: Ende der Monarchie:

  • Abdankung des Kaisers durch Max von Baden zu Ebert  Ebert wollte die Entscheidung der künftigen Staatsform einer gewählten Nationalversammlung überlassen  sprach sich für eine Verfassung aus
  • sein Parteifreund Phillipp Scheidemann kam ihm zuvor  er rief die deutsche Republik vor Karl Liebknecht aus, der die sozialistische Republik Deutschlands verkündete
  • während die MSPD für die parlamentarische Demokratie war, wollte die USPD eine sozialistische Räterepublik nach dem Vorbild Russlands 10.11.1918: Übergangsregierung:  mit dem „Rat der Volksbeauftragten“
  • aus Angst vor einer sozialistischen Räterepublik (vertreten durch den Spartakusbund) gründeten die MSPD und die USPD eine Übergangsregierung (RdV)  schlugen unter Führung Eberts die Versuche der linksradikalen Gruppen, sich in Arbeiter- und Soldatenräte zu wählen, nieder 16.-20.12.1918: Entscheidung einer neuen Staatsform:
  • Reichsrätekongress der Arbeiter- und Soldatenräte soll zwischen Rätesystem und Nationalversammlung entscheiden  MSPD will eine parlamentarische Demokratie + Nationalversammlung  USPD will Rätesystem für eine direkte Demokratie
  • große Mehrheit für eine Nationalversammlung  sorgt für Unruhen, Ebert bittet die OHL um Hilfe
  • 28.12.1918: Austritt der USPD aus der Regierung  aus Protest gegen Eberts Militäreinsatz gegen die Arbeiteraufstände 5.1.-12.1.1919: Spartakusaufstand:
  • erneute Aufstände von Spartakisten und der USPD  Forderung der Übernahme der Macht durch Arbeiter- und Soldatenräte, Verzicht auf die Einberufung der Nationalversammlung
  • Straßenkämpfe mit Regierungstruppen und Freikorps  blutige Niederschlagung, Ermordung von Liebknecht und Luxemburg  führte zu weiteren Unruhen
  • grundlegend war die Politik nicht stabil  hinzu kamen die immensen Kriegskosten, geschwächte Industrie durch Reparationszahlungen und das Abtreten von wichtigen Wirtschaftszentren
  • Aufnahme von immer mehr Krediten in der Bevölkerung  es kam zu einer Inflation durch den vermehrten Gelddruck, die die vorhandene Menge an Gütern überstieg (Hyperinflation)
  • die Regierung führte bis 1923 eine Inflationspolitik und zog sich zurück  sie hofften mithilfe der Inflation die hohen Reparationskosten verhindern zu können Krise I 1923-1925: Ruhrbesetzung:
  • Deutschland befand sich aufgrund der Inflation mit den Reparationskosten im Rückstand  französische und belgische Truppen besetzen das Ruhrgebiet, um die Erfüllung der Reparationskosten sicherzustellen  Regierung rief zum passiven Widerstand auf (Unterstützung mit Geld) Krise II 1923: Inflation:
  • unter dem Einfluss der Inflation und dem Druck der Alliierten brach die am 23.8. gebildete Regierung unter Gustav Stresemann (Kanzler ab 1923) den Ruhrkampf ab
  • Ende November: Währungsreform (neue Festlegung des Wechselkurses)
  • Verlierer: Mittelstand, kleine Unternehmen, Rentner, …
  • Gewinner: Staat (verliert Schulden)  Schädigung des Vertrauens der Bevölkerung in den Staat (Distanz zur Republik)  zeigt sich auch mit der Wahl des Reichspräsidenten Hindenburg (1923-1933), der als ehemaliger Chef der OHL für die Monarchie stand Krise III 8.-9.11-1923: Hitlerputsch:
  • Aufstandsversuch der NSDAP, weiterer rechter Gruppen unter Führung Hitlers/Ludendorffs  wollten „Marsch auf Berlin“ nach dem Vorbild Mussolinis durchführen
  • auf einer republikfeindlichen Versammlung verkündete Hitler den Ausbruch der „nationalen Revolution“ und die Absetzung der Regierung  9.11.: Versuch Hitlers/Ludendorffs mit einem Demonstrationszug, die Bevölkerung für Umsatzpläne zu begeistern  Landespolizei stoppte dies gewaltvoll  Hitler erhielt 5 Jahre Haft, saß aber nur 9 Monate ein  Ludendorff wurde freigesprochen

1924-1929: goldenen Zwanziger-Jahre:

  • Phase der Stabilisierung
  • zentrales Ziel der Außenpolitik war die Revision des Versailler Vertrages hinsichtlich der Reparationskosten Elemente der Außenpolitik:
  • Suche nach Bündnispartnern Außenpolitik führte zu:
  • 1922: Vertrag von Rapollo  Verzicht von Deutschland und Russland auf gegenseitige Wiedergutmachungen und wirtschaftliche Zusammenarbeit
  • Dawes-Plan (Dawes = US-Finanzpolitiker 1924)  fixierte Reparationsforderungen unter der Berücksichtigung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit
  • Young-Plan (US-Finanzmanager 1929)  regelte erneut die Reparationsfrage
  • Deutschland hatte durch die Politik durch Stresemann und dem Dawes-Plan wieder an internationaler Beachtung gewonnen  USA gewährte hohe Kredite, wodurch Reparationen gezahlt werden konnten
  • die Alliierten konnten die Schulden an die USA begleichen
  • ökonomische Konsolidierung
  • innenpolitische Stabilisierung  Umwandlung der Armenpflege in moderne Sozialfürsorge mit Rentenanspruch  Leistungsverbesserungen der Krankenversicherungen  Einführung der Arbeitslosenversicherung  Aufkommen moderner Kommunikationsmittel (Radio, Schallplatten, Film)  neue Impulse in Kunst, Literatur, Architektur 1929: Weltwirtschaftskrise:
  • Ursprung in der USA: Hochkonjunktur nach dem 1. Weltkrieg führte zu Spekulationen auf Reichtum  hektische Aktienkäufe
  • 29.10.1929: Börsencrash, der die USA dazu veranlasste, Kredite einzuziehen und die Importzölle zu erhöhen
  • Deutschland war besonders betroffen durch die Abhängigkeit zu ausländischen Krediten Folgen:
  • steigende Arbeitslosigkeit senkte die Kaufkraft und die Steuereinnahmen  geringe Nachfrage führte zu Entlassungen  Zusammenbruch von Firmen und Banken (= Arbeitslosigkeit)
  • Kürzung des Arbeitslosengelds  Katastrophenstimmung  Anfälligkeit radikaler Patentrezepte

1935: Einführung der Wehrpflicht:

  • März 1935: Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht
  • da Hitlers außenpolitische Pläne auf Krieg hin ausgerichtet waren, benötigte er ein starkes Heer  die Bestimmungen des Versailler Vertrages legten ein kleines Heer fest, verboten aber die Wiederaufrüstung deutscher Truppen
  • die Wehrmacht sollte auf ca. 600 000 Mann aufgestockt werden  die Verpflichtungen zur Truppenbeschränkung des Versailler Vertrages wurde damit gebrochen 9.11.1938: Reichsprogromnacht:
  • die Schlägertruppen der SA und der SS gingen gegen die jüdische Bevölkerung vor  durch Verwüstung, Zerstörung, Verbrennen ihrer Geschäfte, Wohnungen und Synagogen  das Ausmaß der Gewalt war im gesamten Deutschen Reich groß
  • Darstellung der Ausschreitung als Vergeltungsmaßnahme der deutschen Bevölkerung  Grund: Rächen an den Juden, aufgrund eines Attentates auf einen deutschen Botschafter von einem jüdischen Jungen in Paris
  • Nutzung des Attentats der Nationalsozialisten für ihre Propaganda  Folge: Verhaftung vieler Juden, die in Konzentrationslager gebracht wurden
  • die deutsche Bevölkerung sah den Ausschreitungen zu  wenige unternahmen etwas dagegen
  • die jüdischen Geschäftsleute, deren Existenzgrundlage zerstört war, mussten für die Schäden selbst aufkommen
  • in dieser Nacht sind allein an Schaufenstern hohe Glasschäden entstanden, die ersetzt werden mussten  Ursprung des Begriffes „Reichskristallnacht“

BRD:

  • Demokratie, Marktwirtschaft  Rechts- und Sozialstaatsprinzip  pluralistisches Mehrparteiensystem  geheime Wahlen  Gewaltenteilung
  • 1945: Teilung Deutschlands in vier Besatzungszonen
  • 1947: Vereinigung der westlichen Zonen zum „vereinigten Wirtschaftsgebiet“ (Bi- und Tri- Zone), wirtschaftliche Abschottung der sowjetischen Besatzungszone
  • 1948: Einführung der „Deutschen Mark“ und Errichtung der „Bank deutscher Länder“
  • September 1949-Juni1949: Tagung des parlamentarischen Rats zur Ausarbeitung eines Grundgesetzes
  • 23.5.1949: Inkrafttreten des Grundgesetzes
  • 7.9.1949: Gründung der BRD durch den Amtsantritt des ersten Bundeskanzlers Konrad Adenauer
  • 7.10.1949: Gründung der DDR, Inkrafttreten der Verfassung, Wilhelm Pieck als erster Präsident
  • 3.10.1990: Wiedervereinigung Deutschland, die DDR wurde an die BRD angeschlossen DDR:
  • Diktatur, im Zeichen des Sozialismus
  • Bestreben der sowjetischen Besatzungsmacht nach einem einheitlichen Deutschland nach sowjetischem Vorbild
  • 1948: Währungsreform
  • März 1949: der erste „Entwurf einer Verfassung“ für die DDR lag vor  DDR im Zugzwang nach der Gründung der BRD  die Sowjetunion drängt auf die Staatsgründung der DDR
  • 7.10.1949: Gründung der DDR mit Wilhelm Pieck als erstem Präsidenten
  • 15.10.1949: erste Volkskammerwahl
  • der DDR-Staat orientierte sich stark am sowjetischen Vorbild  Einparteienherrschaft  Wahl aus Einheitslisten  willkürliche Machtausübung  Unterdrückung der Meinungsfreiheit  Gewalteneinheit, die Exekutive, Legislative und Rechtsprechung standen unter Führung der SED und waren von ihren politischen vorgegebenen Zielen verpflichtet
  • „Scheindemokratie“ in Wahrheit ein totalitärer Staat ( Parteidiktatur )  kein Frieden  keine soziale Gleichheit  keine Einhaltung der Menschen- und Grundrechte

Zweite Berlinkrise:

  • Chruschtschow forderte den Abzug der westlichen Alliierten binnen sechs Monaten aus Berlin  Drohung eines separaten Friedensvertrages mit der DDR
  • es entstand eine zweite Berlinkrise, die ähnlich wie die erste verlief  Blockade der Land- und Seewege  erhebliche Einschränkung der Versorgung von Westberlin
  • die Gespräche endeten ergebnislos und ohne die Erfüllung der Drohung Chruschtschows  aufgrund der Flucht vieler junger Menschen entschied sich Chruschtschow schlussendlich doch für einen Mauerbau
    1. August 1961: die Sicherheitskräfte riegelten in den frühen Morgenstunden die Sektoren von Berlin durch Betonpfähle 9.11.1989: Fall der Mauer (Wende):
  • für mehr als 28 Jahre stand die Berliner Mauer und trennte Westberlin von der DDR  zum Ender der 80-er Jahre begann jedoch die Sowjetunion und der eiserne Vorhang zu bröckeln
  • der sowjetische Staatsführe Gorbatschow vollzog einen Kurswechsel und erlaubte den Ländern des Warschauer Pakts, die Grenzen zu öffnen  die DDR hielt jedoch an ihrem bisherigen Kurs fest
  • im Laufe des Jahres 1989 kam es zu immer größeren friedlichen Protesten  diese waren auch als Montagsdemonstration bekannt, weshalb man von einer friedlichen Revolution sprach
  • es gelangen immer mehr Fluchtversuche durch die anderen Ostblockstaaten, da diese ihre Grenze langsam öffneten
  • die DDR war gezwungen zu handeln  sie entschied sich, der DDR-Bevölkerung Reisen in die Bundesrepublik und nach Westberlin zu ermöglichen
  • dies wurde am 9.11.1989 in einer Pressekonferenz von SED-Berlinchef Günter Schabowski verkündet  hierbei unterlief ihm aber ein Fehler, da er sagte, dass die Grenzen unverzüglich geöffnet werden würden  daraufhin stürmten tausende Ostberliner zu Grenzübergängen  die völlig überforderten Grenzsoldaten, welche noch nicht informiert waren, ließen die Menschenmassen schließlich durch
  • die Mauer war gefallen  ein Jahr später wurde die Wiedervereinigung Deutschlands vollzogen

3.10.1989: Deutsche Vereinigung

  • 3.10.1989: Deutschlands Wiedervereinigung  Voraussetzung dafür war der Zusammenbruch des SED-Regimes in der DDR
  • infolge der anwachsenden Protestwelle der DDR-Bürger war es am 9.11.1989 zur Öffnung der Berliner Bauer gekommen  die deutsche Einheit beendete die Ära des Kalten Krieges und den Ost/West-Konflikt
  • nach dem Zusammenbruch des SED-Regimes strebten einige Bürgerrechtsgruppen zunächst eine Reform des politischen Systems an
  • 18.3.1990: Durchsetzung für die sich zur „Allianz für Deutschland“ verbündeten Parteien bei der Volkskammerwahl
  • Bundeskanzler Helmut Kohl hatte zuvor ein Zehn-Punkte-Programm entworfen, mit dem er einen Weg in die deutsche Einheit ebnete
  • durch die Wirtschafts- Währungs- und Sozialunion wurden in der DDR die Deutsche Mark und die soziale Marktwirtschaft eingeführt  der Einigungsvertrag regelte den Beitritt der DDR zur BRD
  • im Zwei-Plus-Vertrag stimmten die ehemaligen Besatzungsmächte der deutschen Wiedervereinigung zu, die am 3.10.1990 verwirklich wurde Wiedervereinigung im Bezug zum Nationalbewusstsein:
  • die Wiedervereinigung führte zu einer Zäsur im Nationalbewusstsein und zu steigenden Lebensstandards Unterschiede: BRD DDR
  • starkes Nationalbewusstsein - schwaches Nationalbewusstsein
  • Westdeutsche sahen angesichts des miserablen Zustandes der Wirtschaft der DDR hohe Kosten auf sich zukommen
  • Ostdeutsche befürchteten Arbeitslosigkeit, sowie soziale und materielle Rückständigkeit zur BRD Gemeinsamkeiten: BRD und DDR
  • Euphorie
  • lang verdrängtes Nationalbewusstsein wurde sichtbar
  • Zusammengehörigkeit  gemeinsame Identität
  • Weltschmerz
  • Bekenntnis zur eigenen Nation löste sich nicht aus dem Schatten des Nationalsozialismus
  • starke Rolle in der Weltpolitik  durch die Ablehnung der Beteiligung am Irak-Krieg
  • diejenigen, die den Stolz auf die eigene Nation ablehnten, fanden einen positiven Bezug darin
  • Entwicklung anlässlich der Fußballweltmeisterschaft 2006
  • aufgeklärter, moderner Patriotismus  ohne Ausgrenzung und Abwertung, vielmehr ein Gemeinwohl
  • Nationalgefühl = pragmatisches Lebensgefühl
  • Vermittlung von Nationalbewusstsein an junge Deutsche