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Mathematics lecture
Art: Skripte
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In der Mathematik geht es um Aussagen. Eine Aussage ist ein “statement”, das entweder wahr oder falsch sein kann. Beides geht nicht! ¨Außerungen, die nicht die Eigenschaft haben, wahr oder falsch zu sein, gelten nicht als Aussagen.
Beispiel 1.10 • “Das Bruttosozialprodukt der Bundesrepublik Deutsch- land ist h¨oher als das der USA” ist eine offenbar falsche Aussage.
H¨aufig h¨angen Aussagen auch von variablen Parametern x ab. Wir sprechen dann von Aussageformen A(x).
Beispiel 1.11 “F¨ur alle nat¨urlichen Zahlen x gilt: x ist Primzahl” ist eine offen- bar falsche Aussage. Eine richtige Aussage w¨are: “F¨ur alle nat¨urlichen Zahlen x gilt, dass x nicht negativ ist.” Ein anderes Beispiel einer Aussageform ist: “Unter allen G¨utern gibt es minde- stens ein Gut x, dessen Preis sich ver¨andert”.
F¨ur Aussageformen f¨uhren wir folgende Bezeichnungen ein:
A(x) gilt f¨ur alle x:
x
A(x)
A(x) gilt f¨ur mindestens ein x:
x
A(x)
Interessant wird es, wenn man Aussagen A und B miteinander verkn¨upft. Der Wahrheitswert der verkn¨upften Aussage h¨angt vom Wahrheitswert von A und B ab. Wir wollen das am Beispiel erl¨autern:
Beispiel 1.12 Die Aussage “Franz studiert Wirtschaftswissenschaften oder Ma- thematik” ist wahr, wenn Franz mindestens eines der beiden F¨acher Wirt- schaft oder Mathematik studiert, eventuell auch beide. Die Aussage ist eine Verkn¨upfung der beiden Aussagen “Franz studiert Wirtschaftswissenschaften” sowie “Franz studiert Mathematik” durch ein oder. Beachte: Die Aussage “Franz studiert Wirtschaftswissenschaften oder Mathe- matik” ist auch wahr, wenn Franz ganz fleißig ist und sowohl Wirtschaftswis- senschaften als auch Mathematik studiert. Es handelt sich beim mathematischen oder nicht um ein entweder-oder.
Konjunktion
Seien A und B zwei Aussagen. Dann ist die Aussage A und B, geschrieben A ∧ B, wahr, wenn beide Aussagen wahr sind. Die Aussage A und B ist falsch, wenn mindestens eine der beiden Aussagen A, B falsch ist. Man nennt dies auch die Konjunktion der Aussagen A und B.
Disjunktion
Seien A und B zwei Aussagen. Dann ist die Aussage A oder B, geschrieben A ∨ B, wahr, wenn mindestens eine der Aussagen A oder B wahr ist. Die Aussage A oder B ist falsch, wenn sowohl A als auch B falsch sind. Man nennt dies auch die Disjunktion der Aussagen A und B.
Man stellt dies h¨aufig auch durch sogenannte Wahrheitstafeln dar. Das ist eine Tabelle, in die wir die m¨oglichen Wahrheitswerte von A und B eintragen (w f¨ur wahr und f f¨ur falsch) und dann die entsprechenden Wahrheitswerte der verkn¨upften Aussagen auswerten. Hier ist die Wahrheitstafel f¨ur die Konjunk- tion:
A B A ∧ B w w w w f f f w f f f f
und hier die f¨ur die Disjunktion:
A B A ∨ B w w w w f w f w w f f f
Kehrt man eine Aussage in ihr Gegenteil um, erh¨alt man die Negation der Aussage. Bezeichnung: A. Klar ist, dass eine negierte wahre Aussage falsch wird und umgekehrt.
Beispiel 1.13 Wir wollen die Aussage A “Deutschland ist Exportweltmeister und Fußballweltmeister” negieren, d.h. wir suchen die Aussage, die wahr ist genau in den F¨allen, in denen A falsch ist. A ist falsch, wenn eine der beiden Teilaussagen falsch ist, wenn also Deutschland nicht Exportweltmeister oder nicht Weltmeister ist.
Dieses Beispiel zeigt, wie wir eine Konjunktion negieren:
A ∧ B = A ∨ B
Ahnlich sieht es mit der Negation der Disjunktion aus:^ ¨
A ∨ B = A ∧ B
x
A(x) Die Preise aller G¨uter bleiben konstant.
x
A(x) Die Preise aller G¨uter ver¨andern sich.
x
A(x) Nicht f¨ur alle G¨uter bleiben die Preise konstant.
x
A(x) Nicht f¨ur alle G¨uter ver¨andern sich die Preise.
(5.)
x
A(x) Der Preis mindestens eines Gutes bleibt konstant.
x
A(x) Der Preis mindestens eines Gutes ver¨andert sich.
x
A(x) Der Preis keines Gutes bleibt konstant.
x
A(x) Der Preis keines Gutes ver¨andert sich.
Beachten Sie, dass hier die erste und achte, die zweite und siebte, die dritte und sechste sowie die vierte und f¨unfte Aussage jeweils gleich sind.
Implikation und ¨Aquivalenz
Die Implikation (geschrieben A ⇒ B) ist falsch, wenn A wahr ist, B aber falsch. In allen anderen F¨allen ist die Implikation wahr. Sprechweise: Wenn A, dann B. Wahrheitstabelle:
A B A ⇒ B w w w w f f f w w f f w
Das ist etwas gew¨ohnungsbed¨urftig, weil A ⇒ B wahr ist, wenn A falsch ist (Aus etwas Falschem darf man alles folgern). Wir nennen A eine hinreichende Bedingung f¨ur B und B eine notwendige Bedingung f¨ur A. Gilt A ⇒ B und B ⇒ A, so nennt man die beiden Aussagen ¨aquivalent. Bezeichnung: A ⇔ B. Die zugeh¨orige Wahrheitstafel ist
w w w w f f f w f f f w
Zwei Aussagen heißen also ¨aquivalent, wenn sie beide wahr oder beide falsch sind.
Beispiel 1.15 Betrachte die Aussage
“Wenn die Inflation steigt, dann sinkt die Arbeitslosenquote.”
Wir ¨uberlegen uns, welche der folgenden Aussagen dazu ¨aquivalent sind:
Offensichtlich bestehen alle diese Aussagen aus zwei Teilaussagen
Die Arbeitslosenquote sinkt. (Aussage A)
und
Die Inflation steigt. (Aussage B).
Diese Aussagen sind unterschiedlich verkn¨upft. Wir wollen die Wahrheitstafeln f¨ur diese Verkn¨upfungen aufstellen. Die urspr¨ungliche Aussage lautet B ⇒ A, und ihr Wahrheitswert wird zun¨achst bestimmt:
A B B ⇒ A (1) (2) (3) (4) (5) w w w w w w w w w f w f w f w w f w f w f w f f f f w w w w w w
Also sind die Aussagen (2), (4) und (5) ¨aquivalent zur urspr¨unglichen Aussage.
Wir wollen die Aussagen (1) bis (5) noch einmal analysieren:
Beispiel 1.17 Angenommen, jemand behauptet n^2 + n + 41 sei f¨ur alle nat¨urli- chen Zahlen n eine Primzahl. Wir setzen ein und erhalten, dass n^2 + n + 41 eine Primzahl f¨ur alle Zahlen n zwischen 0 und 39 ist. Ist das ein Beweis? Nein! Au- ßerdem ist die Aussage, dass n^2 +n+41 f¨ur alle nat¨urlichen Zahlen eine Primzahl ist, falsch: Setzen Sie einfach n = 40 ein! Wir haben somit ein Gegenbeispiel gefunden.
Etwas formaler. Wir hatten die Aufgabe zu entscheiden, ob eine Aussage A(x) f¨ur alle x gilt. Um zu beweisen, dass die Aussage stets gilt, ben¨otigen wir einen Beweis. Wenn wir aber zeigen wollen, dass die Aussage nicht immer gilt, gen¨ugt es, ein x so anzugeben, dass A(x) falsch ist. Wir haben damit die Allge- meing¨ultigkeit widerlegt. Im obigen Beispiel k¨onnen wir die Behauptung, jede Zahl der Form n^2 + n + 41 sei ein Primzahl, widerlegen, denn f¨ur n = 40 ist n^2 + n + 41 offensichtlich keine Primzahl!
Halten wir fest:
Die G¨ultigkeit einer Aussage A(x) kann man nicht beweisen, indem man die G¨ultigkeit f¨ur einige Werte von x ¨uberpr¨uft. Man kann aber zeigen, dass die Aussage A(x) nicht allgemeing¨ultig ist, wenn man nur ein Gegenbeispiel angibt, also ein xg , f¨ur das A(xg ) falsch ist.
Ein zentrales Konzept f¨ur die Mathematik ist der Begriff der Menge.
Eine Menge ist eine Zusammenfassung bestimmter, wohlunterschiedener Ob- jekte. Von jedem dieser Objekte muss eindeutig feststehen, ob das Objekt zur Menge geh¨ort oder nicht. Die Objekte heißen Elemente der Menge
Ist a ein Element der Menge M , schreiben wir auch
a ∈ M
andernfalls
a /∈ M.
Die Elemente einer Menge sind immer alle verschieden.
Es gibt unterschiedliche M¨oglichkeiten, Mengen zu beschreiben. Wir wollen die Menge M aller geraden ganzen Zahlen zwischen 2 und 15 beschreiben:
Die leere Menge ∅ ist die Menge, die kein Element enth¨alt.
Beispiel 1.18 ∅ = {x : x wohnt in der Bundesrepublik Deutschland und x ist im Jahre 1700 geboren}
Die M¨achtigkeit oder Ordnung einer Menge ist die Anzahl der Elemente in der Menge. Unsere oben betrachtete Menge M = { 2 , 4 , 6 , 8 , 10 , 12 , 14 } hat also die M¨achtigkeit 7. Schreibweise:
|M | = Anzahl der Elemente in M.
Falls M unendlich viele Elemente hat, schreiben wir |M | = ∞ (∞: unendlich).
Intervalle
Seien a, b ∈ R mit a < b. Dann unterscheiden wir die folgenden Typen von Intervallen
[a, b] = {x ∈ R : a ≤ x ≤ b} abgeschlossenes Intervall, (a, b) = {x ∈ R : a < x < b} offenes Intervall, [a, b) = {x ∈ R : a ≤ x < b} (a, b] = {x ∈ R : a < x ≤ b}
halboffene Intervalle.
Intervalle der Form
[a, ∞) = {x ∈ R : x ≥ a} (−∞, b] = {x ∈ R : x ≤ b} (a, ∞) = {x ∈ R : x > a} (−∞, b) = {x ∈ R : x < b}
werden uneigentliche Intervalle genannt, die ersten beiden sind abgeschlos- sene, die letzten beiden offene Intervalle.
Beziehungen zwischen Mengen
Wir nennen A eine Teilmenge von B, wenn jedes Element aus A auch ein Ele- ment von B ist. Dabei darf auch A = B gelten.
A ⊆ B: A Teilmenge von B A ( B: A Teilmenge von B und A 6 = B
Die Differenz von Mengen ist wie folgt definiert:
A \ B = {x : x ∈ A und x /∈ B.}
Ist A eine Teilmenge einer Menge Ω (dieses Ω geht oft aus dem Zusammenhang hervor, z.B. Ω = R), so schreiben wir statt Ω \ A auch A oder, genauer, AΩ = Ω \ A:
Beispiel 1.20 Wir betrachten die folgenden vier Mengen:
A = {x : x ∈ R und 1 ≤ x ≤ 6 }
B = {x : x ∈ N und x < 6 }
C = {x : x ∈ N und x ≥ 2 }
D = {x : x ∈ R und x < 6 }
Dann gilt:
A ∩ B = { 1 , 2 , 3 , 4 , 5 }
A \ D = { 6 }
A ∩ C = { 2 , 3 , 4 , 5 , 6 }
C \ A = {x : x ∈ N und x > 6 }
B ∩ C = { 2 , 3 , 4 , 5 }
B ∪ C = N
A ∩ N = { 1 , 2 , 3 , 4 , 5 , 6 }
AR = {x : x ∈ R und (x < 1 oder x > 6)}
BN = { 6 , 7 , 8 ,.. .}.
Mengenalgebra
Idempotenzgesetze A ∪ A = A A ∩ A = A
Kommutativgesetze A ∪ B = B ∪ A A ∩ B = B ∩ A
Assoziativgesetze A ∪ (B ∪ C) = (A ∪ B) ∪ C A ∩ (B ∩ C) = (A ∩ B) ∩ C
Distributivgesetze A ∪ (B ∩ C) = (A ∪ B) ∩ (A ∪ C) A ∩ (B ∪ C) = (A ∩ B) ∪ (A ∩ C)
Inklusionsgesetze A ⊆ A ∪ B A ∩ B ⊆ A
Man macht sich diese Regeln am besten anhand einiger Mengendiagramme (Venn-Diagramm) klar. Wir illustrieren hier nur das erste Distributivgesetz. Im ersten Diagramm sehen wir die Menge B ∩ C schraffiert. Danach vereini- gen wir diese Menge mit A. Im letzten Bild haben wir die Mengen A ∪ B und
Beispiel 1.
A × B = {(1, 2), (1, 3), (2, 2), (2, 3)}.
Wir erhalten z.B. folgende Relationen:
R 1 = {(a, b) ∈ A × B : a = b} = {(2, 2)}
R 2 = {(a, b) ∈ A × B : a < b} = {(1, 2), (1, 3), (2, 3)}
R 3 = {(a, b) ∈ A × B : a ≤ b} = {(1, 2), (1, 3), (2, 3), (2, 2)} = A × B
R 4 = {(a, b) ∈ A × B : a + b = 2} = ∅
Man kann diese Relationen auch durch Graphen verdeutlichen. Dazu malen wir die Menge A und die Menge B auf und verbinden zwei Elemente mit einem Pfeil genau dann, wenn sie in Relation miteinander stehen:
Diese Beispiele zeigen, dass an jedem Punkt kein, ein oder mehrere Pfeile be- ginnen k¨onnen. Genauso kann an jedem Punkt kein, ein oder mehrere Pfeile ankommen. Solche Pfeildiagramme sind nat¨urlich unhandlich, wenn die Mengen X und Y unendlich sind. Sind X und Y Zahlbereiche, k¨onnen wir versuchen, die Menge der Punkte (x, y) ∈ R in einem Koordinatensystem zu skizzieren.
Abbildungen
In den Wirtschaftswissenschaften haben wir es meistens mit Abbildungen zu tun.
Eine Abbildung f : X → Y aus X nach Y ist eine Relation zwischen X und Y , so dass es zu jedem x ∈ X h¨ochstens ein y ∈ Y gibt, so dass x und y in Relation zueinander stehen. Das Element y wird mit f (x) bezeichnet.
In unserer Pfeildarstellung bedeutet dies, dass in jedem Element x ∈ X h¨ochstens ein Pfeil beginnt:
Manchmal wird zus¨atzlich gefordert, dass jedem x ∈ X ein y so zugeordnet wird, dass x und y in Relation stehen. Wir benutzen hier manchmal folgende Sprechweise: Wenn jedem x ∈ X h¨ochstens ein y zugeordnet wird, so sprechen wir von einer Funktion aus X nach Y. Wird jedem x ∈ X genau ein f (x) zugeordnet, so wollen wir von einer Abbildung von X nach Y sprechen:
Beispiel 1.23 Wir betrachten f : R → R definiert durch f (x) = lg x (deka- discher Logarithmus). Wir haben schon gesehen, dass der Logarithmus nur f¨ur positive Zahlen erkl¨art ist. Der Definitionsbereich ist also R+:
–1.
–0.
1
5 10 15 20
x
Machen Sie sich bitte nicht zu viele Gedanken ¨uber die Frage, ob eine Abbil- dungen von oder aus einer Menge X erkl¨art ist. Wichtig ist nur, dass bei der Beschreibung einer Abbildung durch eine Vorschrift, wie z.B. lg x oder (^) x (^21) − 1 , zu beachten ist, dass diese Vorschrift f¨ur einige Werte von x m¨oglicherweise nicht definiert ist. Oft liegt das daran, dass man nicht durch 0 dividieren darf. Andere M¨oglichkeiten: Logarithmen oder Wurzeln negativer Zahlen sind nicht definiert. Manche trigonometrische Funktionen haben Stellen, wo sie nicht definiert sind, z.B. tan(π/2) ist nicht definiert.
Abbildungen werden oft auch Funktionen genannt. Meistens spricht man von Funktionen, wenn die Mengen X und Y Zahlbereiche sind. Wenn wir hier von Zahlbereichen sprechen, meinen wir nicht etwa nur R, sondern auch R^2 , R^3 usw. Denken Sie daran: ¨Okonomische Daten h¨angen fast nie nur von einer Variablen ab.
Injektiv, Surjektiv, Bijektiv
Eine Abbildung f : X → Y heißt injektiv wenn aus f (x 1 ) = f (x 2 ) stets x 1 = x 2 folgt. Die Abbildung heißt surjektiv, wenn es zu jedem y ∈ Y (mindestens) ein x ∈ X gibt mit f (x) = y. Die Abbildung heißt bijektiv, wenn sie injektiv und surjektiv ist und es zu jedem x ∈ X ein y gibt mit f (x) = y (f also insbesondere eine Abbildung von X nach Y ist).
F¨ur unsere Pfeildarstellung von Abbildungen bedeutet das Folgendes:
injektiv: in jedem y ∈ Y endet h¨ochstens ein Pfeil surjektiv: in jedem y ∈ Y endet mindestens ein Pfeil bijektiv: in jedem y ∈ Y endet genau ein Pfeil und in jedem x ∈ X beginnt genau ein Pfeil.
−x^2 + 1 = y, also −x^2 = y − 1, also x^2 = 1 − y. Eine L¨osung ist x = −
1 − y: Beachten Sie, dass 1 − y ≥ 0, wir k¨onnen also die Wurzel ziehen. Wenn wir dieses x nun in die Funktionsvorschrift einsetzen, m¨ussen wir beachten, dass x 0 gilt, wir sind also im zweiten Fall unserer obigen Definition von f. Einsetzen liefert
f (−
1 − y) = −(1 − y) + 1 = y,
wir haben also ein x gefunden mit f (x) = y. Die Abbildung ist nicht injektiv, weil f (0) = f (−1) = 0 gilt. Hier ist der Funktionsgraph:
Ist f eine injektive Abbildung, so definieren wir f −^1 : Y → X durch folgende Vorschrift: f −^1 (y) = x, wobei x ∈ X durch die Eigenschaft f (x) = y bestimmt ist. Beachte, dass x wegen der Injektivit¨at eindeutig bestimmt ist. In unseren Pfeilbildern bedeutet dies einfach, dass wir jeden Pfeil umdrehen. Die Abbil- dung f −^1 heißt die zu f inverse Abbildung.
Beachte, dass auch f −^1 injektiv ist. Ferner ist f bijektiv genau dann, wenn f injektiv und surjektiv ist und zus¨atzlich f −^1 auch surjektiv ist.
Bei einer bijektiven Abbildung geht von jedem Punkt in X genau ein Pfeil aus und in jedem Punkt aus Y endet genau ein Pfeil. Das heißt insbesondere, dass X und Y gleich viele Elemente haben.
Wir erhalten die inverse Abbildung von f , indem wir f (x) = y nach x aufl¨osen, sofern dies m¨oglich ist. Wir vertauschen dann x und y und erhalten so die Umkehrfunktion.
Beispiel 1.25 Wir betrachten
f (x) =
e−x^ + 1