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Motivation
Hat der Themenkomplex
eine Relevanz für die
Gestaltung interaktiver Systeme?
Inhalt
- Wie komm‘ ich auf das Thema?
- Definition des Begriffs Motivation
- Motivationale Themenklassen
- Motivation, Intention, Volition, Handeln
- Grundmodell der klassischen Motivationspsychologie
- Risiko-Auswahl Modell
- Selbstbewertungsmodell der Leistungsmotivation
- Zweckrationales Erweitertes Kognitives Modell
- Wirksamkeits- und Ergebniserwartung
- Ebenen zur Motivationsanalyse
- Rubikon-Modell
Definition
- Unter Motivation versteht man die
aktivierende Ausrichtung des momentanen
Lebensvollzugs auf einen positiv bewerteten
Zielzustand
- Wichtige Formen:
- Leistungs-
- Macht- Motivation
- Anschluß-
Leistungsmotivation
Leistungsmotiviert im psychologischen Sinn ist ein Verhalten (nur) dann, wenn es auf die Selbstbewertung eigener Tüchtigkeit zielt , und zwar in Auseinandersetzung mit einem Gütemaßstab , den es zu erreichen oder gar zu übertreffen gilt_._ Massgebliche Arbeiten von Murray(1938), McClelland (1953), Atkinson (1958)
Anschlussmotivation
- „To form friendship and association. To
greet, join and live with others. To co-
operate and converse sociably with others.
To love. To join groups.“ (Murray, 1938)
Grundmodell der klassischen
Motivationspsychologie
Person (Motive) Situation (potentielle Anreize) aktuelle Motivation Verhalten
Risikowahl-Modell (nach
Atkinson, 1957)
subjektive Aufgaben- schwierigkeit hoch niedrig extrem leicht extrem schwierig mittel schwer Leistungsmotivation Wahrscheinlichkeit des Erfolgs Anreiz des Erfolgs Vereinheitlichte subjektive Einschätzungsskala
Erweitertes kognitive Modell in
handlungstheoretischer
Darstellung, Heckhausen&Rheinberg, 1980
Situation Handlung Ergebnis Folgen S → E H → E E → F Valenz Instrumentalität, korreliert mit Handlungs- tendenzen Instrumentalität: Enge der Beziehung zwischen einem Ereignis X und anderen Ereignissen Y_(1-n) Valenz : = Anreiz
Gerhard Plaßmann Erscheint mir das Ergebnis durch die Situation bereits festgelegt?
- Frage (^) ja Tue nichts! Kann ich das Ergebnis durch eigenes Handeln hinreichend beeinflussen?
- Frage (^) nein Tue nichts! nein ja Sind mir die möglichen Folgen des Ergebnisses wichtig genug?
- Frage (^) nein Tue nichts! Zieht das Ergebnis auch die Erwünschten Folgen nach sich?
- Frage (^) nein Tue das/was! ja ja Aussagenlogische Fassung des erweiterten Kognitiven Motivationsmodells (Heckhausen & Rheinberg, 1980)
Ebenen zur Motivationsanalyse
einer Handlungsepisode, Rheinberg 1989
- Erwartungsebene
- Subjektive Epi- sodenstruktur
- Anreizebene Situation Handlung Ergebnis Folgen Tätigkeitsspezifische Vollzugsanreize Anreize künftiger Um- welt und Binnenzustände S → E S → H H → E E → F
Kuhl, 1996
- Atkinson & Birch (1970) dynamic model of action : „Verhaltensflimmern“....-> Handlungskontrolle schirmt Volitionstendenz gegen andere Motivationstendenzen ab.
- Experimente der Handlungskontrolle: Kuhl identifiziert zwei Typen: - Handlungsorientierter (der Erfolgreiche) - Lageorientierter
Konsequenzen?
- Methoden erweitern
- Modellierungsansätze ergänzen
- Bedeutung volitionaler Prozesse für
interaction cycle
- Bedeutung für Fragestellungen in der
Medieninformatik
Danke für die Aufmerksamkeit!