Intelligenztheorien- Schema, Grafiken und Mindmaps von Differentielle Psychologie

Sammlung der wichtigste Intelligenzmodelle

Art: Grafiken und Mindmaps

2019/2020

Hochgeladen am 10.04.2020

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Spearman
Thurstone
Cattell
Guilford
Jäger
Modellname
Zweifaktorentheorie
(1904)
Modell mehrerer
gemeinsamer Faktoren
(1931)
Zweifaktorenmodell
(1941)
Intelligenzstrukturmodell
(1967)
Berliner
Intelligenzstrukturmodell
(1984)
Kernannahmen
Es werden zwei
Intelligenzfaktoren
unterschieden: der
Generalfaktor g, der allen
kognitiven Leistungen
zugrunde liegt und ein
anforderungsspezifischer
Intelligenzfaktor S, der
sich je nach Aufgabe
unterscheidet
Weder Generalfaktor g +
spezifischer Faktor S
noch die verschieden
Faktoren s korrelieren
miteinander
Kognitive Leistungen sind
multideterminiert, d.h.
mehrere Faktoren
bestimmen die Leistung in
einem Test
Je nach Aufgabentyp sind
die verschiedenen
Faktoren von
unterschiedlicher
Relevanz
Die verschiedenen
Faktoren korrelieren
miteinander, es lässt sich
annehmen, dass sie alle
auf einen Sekundärfaktor
g zurückzuführen sind
Es wird zwischen fluider
(angeboren, nimmt
normalerweise im Laufe
des Lebens ab) und
kristalliner Intelligenz
(erworben, nimmt
normalerweise während
des Lebens zu)
unterschieden
Durch die Abnahme der
fluiden Intelligenz bei
gleichzeitiger Zunahme
der kristallinen Intelligenz
bleibt die
Problemlösefähigkeit
eines Individuums über
die Lebensspanne recht
konstant
Modell zur
Informationsverarbeitung
kognitiver Prozesse
Unterteilung in Input-,
Operations- und
Outputvariablen: Material wird
dargeboten („Inhalt“) und
durch einen bestimmten
Vermittlungsprozess
(„Vorgang“) in eine Output
(„Produkt“) überführt
Versuch der Fusionierung
von Spearmans,
Thurstones und Guilfords
Ansätzen zu einem
gemeinsamen Modell
Intelligenzfaktoren
Generalfaktor g (general)
Spezifischer Faktor S
Primärfaktoren („primary
mental abilities“):
perceptual speed (p),
reasoning (r),
word fluency (w),
memory (m),
verbal comprehension (v),
number (n),
space (s)
(Merkspruch: “Mein schlauer
Vetter ringt nach passenden
Worten”.)
Sekundärfaktor g
Primärfaktoren:
fluide Leistungsfähigkeit (gf),
reasoning (r),
ideational fluency (f),
memory (m),
verbal comprehension (v),
number (n),
space (s)
Aus der Gesamtheit der
Primärfaktoren wird auf einen
übergeordneten g-Faktor
geschlossen
Übergeordnete generelle
Faktoren:
Fluide Intelligenz (Potenzial)
Kristalline Intelligenz (Wissen)
Operationen: Evaluation,
Konvergente Produktion,
Divergente Produktion,
Gedächtnis, Kognition
Produkte: Einheiten, Klassen,
Beziehungen, Systeme,
Transformationen, Implikationen
Inhalte: figural, symbolisch,
semantisch, verhaltensmäßig
120 Faktoren insgesamt
Operationen:
Einfallsreichtum,
Verarbeitungskapazität,
Gedächtnis,
Bearbeitungsgeschwindigkeit
Inhalte: figural-bildhaft, verbal,
numerisch
= g-Faktor für allgemeine
Intelligenz
Cattell war der Meinung, dass speed
bei allen Faktoren mitwirke
Cattell wählte statt word fluency den breiter
gefassten Begriff ideational fluency
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Spearman Thurstone Cattell Guilford Jäger

Modellname Zweifaktorentheorie

Modell mehrerer

gemeinsamer Faktoren

Zweifaktorenmodell

Intelligenzstrukturmodell

Berliner

Intelligenzstrukturmodell

Kernannahmen  Es werden zwei

Intelligenzfaktoren unterschieden: der Generalfaktor g, der allen kognitiven Leistungen zugrunde liegt und ein anforderungsspezifischer Intelligenzfaktor S, der sich je nach Aufgabe unterscheidet  Weder Generalfaktor g + spezifischer Faktor S noch die verschieden Faktoren s korrelieren miteinander  Kognitive Leistungen sind multideterminiert, d.h. mehrere Faktoren bestimmen die Leistung in einem Test

 Je nach Aufgabentyp sind

die verschiedenen Faktoren von unterschiedlicher Relevanz

 Die verschiedenen

Faktoren korrelieren miteinander, es lässt sich annehmen, dass sie alle auf einen Sekundärfaktor g zurückzuführen sind  Es wird zwischen fluider (angeboren, nimmt normalerweise im Laufe des Lebens ab) und kristalliner Intelligenz (erworben, nimmt normalerweise während des Lebens zu) unterschieden

 Durch die Abnahme der

fluiden Intelligenz bei gleichzeitiger Zunahme der kristallinen Intelligenz bleibt die Problemlösefähigkeit eines Individuums über die Lebensspanne recht konstant  Modell zur Informationsverarbeitung kognitiver Prozesse  Unterteilung in Input-, Operations- und Outputvariablen: Material wird dargeboten („Inhalt“) und durch einen bestimmten Vermittlungsprozess („Vorgang“) in eine Output („Produkt“) überführt  Versuch der Fusionierung von Spearmans, Thurstones und Guilfords Ansätzen zu einem gemeinsamen Modell

Intelligenzfaktoren Generalfaktor^ g (general)

Spezifischer Faktor S Primärfaktoren („primary mental abilities“): perceptual speed (p), reasoning (r), word fluency (w), memory (m), verbal comprehension (v), number (n), space (s) (Merkspruch: “ M ein s chlauer V etter r ingt n ach p assenden W orten”.) Sekundärfaktor g Primärfaktoren : fluide Leistungsfähigkeit (gf), reasoning (r), ideational fluency (f), memory (m), verbal comprehension (v), number (n), space (s) Aus der Gesamtheit der Primärfaktoren wird auf einen übergeordneten g-Faktor geschlossen Übergeordnete generelle Faktoren: Fluide Intelligenz (Potenzial) Kristalline Intelligenz (Wissen) Operationen: Evaluation, Konvergente Produktion, Divergente Produktion, Gedächtnis, Kognition Produkte: Einheiten, Klassen, Beziehungen, Systeme, Transformationen, Implikationen Inhalte: figural, symbolisch, semantisch, verhaltensmäßig  120 Faktoren insgesamt Operationen: Einfallsreichtum, Verarbeitungskapazität, Gedächtnis, Bearbeitungsgeschwindigkeit Inhalte : figural-bildhaft, verbal, numerisch = g-Faktor für allgemeine Intelligenz  Cattell war der Meinung, dass speed bei allen Faktoren mitwirke  Cattell wählte statt word fluency den breiter gefassten Begriff ideational fluency

Erfassungs-

möglichkeiten

 Durch Tests mit mehreren Aufgaben eines spezifischen Aufgabentyps  Messfehler und Störeinflüsse werden berücksichtigt und durch die Variable e (error) beschrieben  Messfehler e und spezifischer Faktor S bilden zusammen den Teil eines Testergebnisses, der nicht durch den Faktor g erklärt werden kann („uniqueness“)  WAIS (Wechlser Adult Intelligence Scale) und WISC (W.I.S.for Children): standardisierte Erfassung des g-Faktors  Ravens Matrizentest: Sprach- und kulturfreie Erfassung des g-Faktors  BIS-IV-Test

 „Intelligenz-Struktur-Test“

IST- 2000 - R (von Amthauer) Zur Erfassung der beiden Intelligenzfaktoren werden unterschiedliche Test verwendet: fluide Intelligenz wird meist mit sogn. „kulturfairen“ (sprach- und bildungsunabhängigen) Intelligenztests gemessen. Bei der kristallinen Intelligenz hingegen, werden meist sprachgebundene Tests genutzt  Cultural Fair Test von Cattell (kulturfreie Items messen gf)   IST 2000 R (Matrizentest für fuidel und Wissenstest für kristallisierte Intelligenz)  Es gibt keinen Test, der alle 120 Faktoren erfasst  BIS 4 – Test (von Jäger entwickelt)

Bemerkungen  Spearmans Theorie

erlangte große Bekanntheit und Bedeutsamkeit in der Psychologie  Thurstone begriff seine eigeneTheorie als einen Gegenpol zu Spearmans Zwei-Faktoren-Ansatz  Kritisiert wurde die Wahl einer sehr homogenen Eichstichprobe (ausschließlich Collegestudenten)  Die Primärfaktoren korrelieren positiv miteinander (r = 0,35)  Die Primärfaktoren „figural relations“, „memory span“ und “Induction”gelten als kulturfrei (“culture fair”)

 Die beiden Dimensionen

korrelieren positiv miteinander (r = 0,5)  Da sich der Theorie nach alle Informationsverarbeitungsproz esse aus den drei Qualitäten (Inhalt, Operation, Produkt) zusammensetzt, wird das Intelligenzstrukturmodell meist durch die Darstellung als Kubus veranschaulicht  Diese Anordnung förderte die Entdeckung weiterer Faktoren  Es wird kritisiert, dass ein Großteil der Faktoren positiv miteinander korreliert  Gilt heute als International bekanntes Modell, das für sein hypothesengeleitetes und zugleich methodenkritisches Vorgehen bei der Modellentwicklung geschätzt wird