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La vita di Brecht - i motivi ricorrenti - il teatro epico - la vita di Galilei
Tipologia: Appunti
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Munchen und wahrend des Ersten Weltkrieges arbeitete er in einem Lazarett. Da er Kommunist war, wurde er im Exil gezwungen, das bis 1949 dauerte: Die Exilzeit war fur Brecht die Phase seiner hochsten literarischen Schaffenskraft. Er emigrierte in verschiedenen Lander (Osterreich, Schweiz, Danemark, Schweden, Finnland, Russland, Kalifornien), bis er nach Ostberlin zuruckkehrte. Hier grundete er das Berliner Ensemble und wurde dessen Regisseur. Brecht war ein Lyriker, ein Erzahler und, in erster Linie, ein gro er Dramatiker.
Unterdruckten und Ausgebeuteten, das ihn bald zum Kommunismus fuhrte. Ein wichtiges Motiv Brechts ist der Antimilitarismus und die Ablehnung des Krieges. Da Brecht Marxist war, ist das Hauptthema seines Werks die Entfremdung des Menschen in einer Welt, wo Gewalt und Ausbeutung herrschen.
Als Dramatiker gilt Brecht als Schopfer eines revolutionaren, antiaristotelischen Theaters, d.h des epischen Theaters. Das traditionelle, dramatische Theater wollte nach den Prinzipien von Aristoteles die Zuschauer durch Mitleid und Furcht, Illusion und Suggestion zur Katharsis fuhren. Das traditionelle Theater appellierte and die Gefuhle und die Emotionen des Zuschauers und verursachte so eine gemeinsame Hypnose, die die Wahrnehmung der Wirklichkeit verfalschte. Im Theater von Brecht soll dagegen der Zuschauer nicht mitfuhlen ind mitleiden, sondern betrachten, denken und verstehen. Brecht will durch sein episches Theater einen neuen Zweck verfolgen: Er will die Wirklichkeit wissenschaftlich kennen lernen, um sie zu verandern. An die Stelle der Einfuhlung setzt Brecht die Verfremdung, d.h der Zuschauer darf sich nicht mit den Personen auf der Buhne identifizieren, er muss dagegen immer kritisch bleiben, um aktiv zu sein. Das epische Theater und die Technik der verfremdung sind zwar keine Erfindung von Brecht: Die epische Form nahm er aus den mittelalterlichen Dramen, aus dem spanischen und elisabethanischen Drama und so weiter. Neu sind dagegen seine Verfremdungstechniken: Die Unterbrechungen zwischen den Szenen durch Songs oder Monologe, Plakate schaffen einen antiillusionistischen Raum und zwingen die Zuschauer, uber die einzelnen Szenen nachzudenken.
Das Drama Lebens des Galilei gilt als Beispiel fur das epische Theater. Dieses Schauspiel in funfzehn Bildern entstand 1938 unter dem Eindruck der Moglichkeit der Atomspaltung, die spater zur Entdeckung der Atombombe fuhren sollte. Brecht benutzt deswegen einen historischen Stoff, um uber eine aktuelle Problematik zu handeln. Es geht namlich um das Problem der Verantwortung des Wissenschaftlers im technischen Zeitalter. Das Stuck beginnt mit der Begru ung des neuen Zeitalters durch Galilei, der das neue kopernikanische Weltsystem als gultig beweisen will und deswegen die alten Sicherheiten als falsch entlarvt. Er wei auch, dass die neue geozentrische Auffassung der Theologie widerspricht und dass sie das Machtmonopol der Kirche gefahrdet. Aus diesem Grund wird die neue Lehre von Galilei auf den Index gesetzt. Die Kirche erscheint hier auch als wissenschaftliche und politische Autoritat und sie gilt als Gegenpol zum freien Wissenschaftlers, als reaktionare Autoritat. Galileis Widerruf als Verrat: Galilei wird von der Inquisition nach Rom geholt, wo er seine Entdeckungen widerrufen soll. Vor der Inquisition vergisst Galilei seine Verantwortung gegenuber der Gesellschaft und widerruft offentlich, dass sich die Erde um di Sonne dreht. Das war seinen gro ten Fehler, indem er sich von den Interessen des Volks distanziert. Sein Widerruf ist ein Verrat an allen armen Leuten, die am Machmonopol der Kirche und der herrschenden Klassen leiden. Durch seine Erkenntnisse hatte er namlich den Weg zur Demokratie ebnen konnen.