Multiplexer, Thesis of Digital Logic Design and Programming

digital switching circuits

Typology: Thesis

2014/2015

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Multiplexer
Animation des Wirkprinzips eines Multiplexers und Demultiplex-
ers
Ein Multiplexer (kurz: MUX) ist eine
Selektionsschaltung in der analogen und digitalen
Elektronik, mit der aus einer Anzahl von Eingangssi-
gnalen eines ausgewählt und an den Ausgang durchge-
schaltet werden kann. Multiplexer sind vergleichbar mit
Drehschaltern, die nicht von Hand, sondern mit elek-
tronischen Signalen gestellt werden. Der Unterschied
zum Relais besteht darin, dass die Verbindungen nicht
mechanisch, sondern (heutzutage) durch integrierte
Halbleiterschaltungen zustande kommen.
Bei zyklischem Durchlauf können mit einem Mul-
tiplexer parallele Datenströme in serielle gewandelt
werden. Außerdem kann mit einem Multiplexer eine
Schaltfunktion oder jeder mögliche Schaltzustand
realisiert werden. Für die Signalübertragung mit
Lichtleitern gibt es optische Multiplexer und De-
multiplexer, die mit optischen Schaltern oder beim
Wellenlängenmultiplexverfahren mit wellenlängense-
lektiven Elementen arbeiten. Das Gegenstück zum
Multiplexer ist der Demultiplexer, mit dem die zusam-
mengefassten Datenkanäle wieder aufgetrennt werden.
Analoge Multiplexer arbeiten bidirektional, das heißt,
sie können auch als Demultiplexer verwendet werden.
Neben mehreren Eingängen und einem Ausgang verfügt
ein Multiplexer über ein oder mehrere Steuersignale, über
die festgelegt wird, welcher Eingang ausgewählt wird. Es
wird derjenige Eingang zum Ausgang durchgeschaltet,
der die Kennung hat, die in Form einer Dualzahl als Steu-
ersignal anliegt. Ein parallel angesteuerter Multiplexer
mit dem Bezeichnungsschlüssel n-MUX hat zum Beispiel
n Steuersignale, 2nEingänge und einen Ausgang. Die
Eingänge sind meist mit den Zahlen 0 bis 2n1 durch-
nummeriert.
1 Bezeichnungen
In der Satellitentechnik bezeichnet MUX einen Multi-
plexer oder Demultiplexer. IMUX (input multiplexer) am
Eingang hinter einer Empfangsantenne ist technisch ein
Rx / Tx
OMT
DX Filter
Filter
DX
RD IMUX SWM AMP
OMUX
SWM
Blockdiagramm eines Satelliten-Transponders
Demultiplexer, entsprechend ein OMUX am Ausgang vor
der Sendeantenne ein Multiplexer. Bei Videoformaten
wird ein Multiplexer (Muxer) dazu verwendet, um Vi-
deospuren, Audiospuren, Menüstrukturen und Untertitel
in einem Datenstrom zusammenzuführen.
In der Nachrichtentechnik bezeichnet ein Multiplexer ein
Gerät, das Daten- und/oder Sprachkanäle zusammenfasst
und auf einer gemeinsam genutzten Leitung überträgt.
Da die Daten sowohl gesendet, als auch empfangen wer-
den, ist in der Regel auch ein Demultiplexer erforderlich
(PCM30). Die zu multiplexenden Signale können also ih-
rerseits analog oder digital sein, die Steuerung erfolgt je-
doch immer durch Digitalsignale, die als weitere Eingän-
ge fungieren.
2 Multiplexer für Digitalsignale,
Logikgatter
2.1 Einfach-Multiplexer
Der einfachste Fall ist der 2-Eingaben-Multiplexer (auch
Einfach-Multiplexer kurz „1-MUX“; siehe Abbildung 1),
der ein Steuersignal s0, 2 Eingänge e0und e1und einen
Ausgang a hat. Liegt am Steuersignal s0eine 1 an, so lie-
fert der Ausgang a das Signal, das am Eingang e1anliegt,
andernfalls das von Eingang e0.
Anstatt der Bezeichnung MUX wird in Datenblättern
meist die allgemeinere Bezeichnung X/Y für einen
Codeumsetzer verwendet. Im Weiteren wird jedoch die
Bezeichnung MUX beibehalten, da diese eindeutiger ist.
2.2 Zweifach- und m-Multiplexer
Abbildung 2a zeigt den rekursiven Aufbau eines
Zweifach-Multiplexers (kurz: „2-MUX“) aus 1-MUXen.
Analog kann man MUXe mit noch mehr Steuersignalen
und entsprechend mehr Eingängen bauen. Dabei benötigt
man für die Konstruktion eines m-MUX 2m1 MUXe
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Multiplexer

Animation des Wirkprinzips eines Multiplexers und Demultiplex- ers

Ein Multiplexer (kurz: MUX ) ist eine Selektionsschaltung in der analogen und digitalen Elektronik, mit der aus einer Anzahl von Eingangssi- gnalen eines ausgewählt und an den Ausgang durchge- schaltet werden kann. Multiplexer sind vergleichbar mit Drehschaltern, die nicht von Hand, sondern mit elek- tronischen Signalen gestellt werden. Der Unterschied zum Relais besteht darin, dass die Verbindungen nicht mechanisch, sondern (heutzutage) durch integrierte Halbleiterschaltungen zustande kommen.

Bei zyklischem Durchlauf können mit einem Mul- tiplexer parallele Datenströme in serielle gewandelt werden. Außerdem kann mit einem Multiplexer eine Schaltfunktion oder jeder mögliche Schaltzustand realisiert werden. Für die Signalübertragung mit Lichtleitern gibt es optische Multiplexer und De- multiplexer, die mit optischen Schaltern oder beim Wellenlängenmultiplexverfahren mit wellenlängense- lektiven Elementen arbeiten. Das Gegenstück zum Multiplexer ist der Demultiplexer, mit dem die zusam- mengefassten Datenkanäle wieder aufgetrennt werden. Analoge Multiplexer arbeiten bidirektional, das heißt, sie können auch als Demultiplexer verwendet werden.

Neben mehreren Eingängen und einem Ausgang verfügt ein Multiplexer über ein oder mehrere Steuersignale, über die festgelegt wird, welcher Eingang ausgewählt wird. Es wird derjenige Eingang zum Ausgang durchgeschaltet, der die Kennung hat, die in Form einer Dualzahl als Steu- ersignal anliegt. Ein parallel angesteuerter Multiplexer mit dem Bezeichnungsschlüssel n-MUX hat zum Beispiel n Steuersignale, 2n^ Eingänge und einen Ausgang. Die Eingänge sind meist mit den Zahlen 0 bis 2n−1 durch- nummeriert.

1 Bezeichnungen

In der Satellitentechnik bezeichnet MUX einen Multi- plexer oder Demultiplexer. IMUX ( input multiplexer ) am Eingang hinter einer Empfangsantenne ist technisch ein

Rx / Tx

OMT

DX (^) Filter

DX Filter

RD IMUX SWM AMP SWM OMUX

Blockdiagramm eines Satelliten-Transponders

Demultiplexer, entsprechend ein OMUX am Ausgang vor der Sendeantenne ein Multiplexer. Bei Videoformaten wird ein Multiplexer (Muxer) dazu verwendet, um Vi- deospuren, Audiospuren, Menüstrukturen und Untertitel in einem Datenstrom zusammenzuführen. In der Nachrichtentechnik bezeichnet ein Multiplexer ein Gerät, das Daten- und/oder Sprachkanäle zusammenfasst und auf einer gemeinsam genutzten Leitung überträgt. Da die Daten sowohl gesendet, als auch empfangen wer- den, ist in der Regel auch ein Demultiplexer erforderlich (PCM30). Die zu multiplexenden Signale können also ih- rerseits analog oder digital sein, die Steuerung erfolgt je- doch immer durch Digitalsignale, die als weitere Eingän- ge fungieren.

2 Multiplexer für Digitalsignale,

Logikgatter

2.1 Einfach-Multiplexer

Der einfachste Fall ist der 2-Eingaben-Multiplexer (auch Einfach-Multiplexer kurz „1-MUX“; siehe Abbildung 1), der ein Steuersignal s 0 , 2 Eingänge e 0 und e 1 und einen Ausgang a hat. Liegt am Steuersignal s 0 eine 1 an, so lie- fert der Ausgang a das Signal, das am Eingang e 1 anliegt, andernfalls das von Eingang e 0. Anstatt der Bezeichnung MUX wird in Datenblättern meist die allgemeinere Bezeichnung X/Y für einen Codeumsetzer verwendet. Im Weiteren wird jedoch die Bezeichnung MUX beibehalten, da diese eindeutiger ist.

2.2 Zweifach- und m-Multiplexer

Abbildung 2a zeigt den rekursiven Aufbau eines Zweifach-Multiplexers (kurz: „2-MUX“) aus 1-MUXen. Analog kann man MUXe mit noch mehr Steuersignalen und entsprechend mehr Eingängen bauen. Dabei benötigt man für die Konstruktion eines m-MUX 2m−1 MUXe

2 4 WEBLINKS

mit je m Steuersignalen. Die Zahl der Eingänge und die Kosten eines Multiplexers steigen also exponentiell mit der Anzahl seiner Steuersignale.

Multiplexer mit vielen Steuersignalen haben eine hohe Zahl von Gatter-Stufen, was zu hoher Laufzeit führt.

Die( Schaltfunktion dieses 2-MUX lautet: a = e 0 ∧ ¯s 0 ∧ ¯s 1

e 2 ∧ ¯s 0 ∧ s 1

e 1 ∧ s 0 ∧ s¯ 1

e 3 ∧ s 0 ∧ s 1

Die( Schaltfunktion dieses 2-MUX lautet: a = e 0 ∧ ¯s 0 ∧ ¯s 1

e 1 ∧ ¯s 0 ∧ s 1

e 2 ∧ s 0 ∧ s¯ 1

e 3 ∧ s 0 ∧ s 1

2.3 Beispiel

Gegeben ist eine Schaltfunktion f(s 3 ,s 2 ,s 1 ,s 0 ), die genau dann 1 ist, wenn die Dualzahl [s 3 s 2 s 1 s 0 ] 2 eine Primzahl ist. So muss etwa f(0, 0, 1, 1) = 1 sein, da die Dualzahl 0011 der dezimalen 3 entspricht und 3 eine Primzahl ist (da die 1 keine Primzahl ist, sollte aus der Logik für 0 0 0 1 am Ausgang a eine 0 folgen).

Die Funktion f entspricht der folgenden Wahrheitstafel:

Diese Schaltfunktion soll mit einem 4-MUX realisiert werden. Die an den Eingängen des 4-MUX anliegen- den Bits kann man hierzu aus der Ergebnisspalte f der Wahrheitstafel ablesen. Der 4-MUX muss also folgender- maßen geschaltet sein:

Es ist aber auch möglich, die gleiche Funktion mit einem 3-MUX zu realisieren. Das Problem ist dabei, dass die Funktion f vier Parameter hat, aber nur drei Steuersignale zur Verfügung stehen. Man löst es, indem man den Funk- tionswert a in Abhängigkeit von s 3 ausdrückt.

Dadurch entsteht die folgende Wahrheitstafel:

Der 3-MUX wird also folgendermaßen angeschlossen:

2.4 Ausgänge

In CMOS-Technik werden Multiplexer dabei sowohl mit digitalen Logik-Gattern, als auch mit Analogschaltern (Transmission-Gates) ausgeführt. Jene Bauart wird auch Analog-Multiplexer/Demultiplexer genannt.

Bei Verwendung von Transmission-Gates wird nicht der ausgewählte Logikpegel auf den Ausgang kopiert, son- dern tatsächlich eine direkte leitende Verbindung zwi- schen Signal-Ein- und Ausgang geschaffen. Dies hat den Vorteil, dass der Multiplexer auch Analogsignale durch- leiten kann. Außerdem ist die Signalflussrichtung nicht vorgegeben, der Multiplexer wirkt immer auch gleichzei- tig als Demultiplexer. Drittens entsteht keine Durchleit- verzögerung des Signals, wie sie beim Durchgang durch einen Logikpfad unvermeidlich wäre. Als Nachteil muss angesehen werden, dass das Signal durch die Schaltung nicht wie sonst bei Logikbausteinen verstärkt, sondern durch den Längswiderstand des Analogschalters (meist

ca. 50 Ohm) sogar abgeschwächt wird. Die ODER-Verknüpfung am Ausgang lässt sich auch durch eine Wired-OR-Verknüpfung realisieren. Will man dabei die langen Anstiegszeiten am Ausgang ver- hindern kann man auch Tri-State-Gatter am Ausgang anschließen. Diese Lösung wird allerdings nicht in integrierten Schaltungen verwendet, ausgenommen in Bussystemen, bei denen die Signalquellen räumlich ge- trennt sind.

2.5 Multiplexer-Bausteine

Multiplexer sind im Handel als vorgefertigte IC-Bausteine erhältlich. Die wichtigsten Typen sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

3 Siehe auch

  • Add-Drop-Multiplexer
  • Multiplexverfahren
  • Dekodierer
  • Diplexer
  • Anschlussleitungsmultiplexer
  • PCMxA
  • PCM5D

4 Weblinks

Commons: Multiplexers – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien