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Vita e opere di Bertold Brecht
Tipologia: Dispense
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Bertolt Brecht wurde 1898 in Augsburg geboren und starb 1956 in Ost-Berlin. Er ist einer der wichtigsten Dramatiker und Lyriker des 20. Jahrhunderts. Brecht ist der Begründer des epischen Theaters. Ab 1920 reiste Brecht nach Berlin wo er als Schriftsteller arbeitete. In Berlin studierte Brecht die Werke von Marx und Engels und wurde zum überzeugten Kommunisten. Er verfolgte politische Ziele mit seinen Werken, trat aber nie in die KPD ein. Parallel zur Entwicklung seines politischen Denkens entwickelte Brecht sein Konzept des epischen Theaters.Die literarischen Texte mussten für ihn eine politische und sozialkritische Funktion haben. Im Jahr 1928 feierte Brecht mit seiner Dreigroschenoper einen der größten Theatererfolge der Weimarer Republik: dieses Theaterstück war eine scharfe Gesellschaftskritik. Leben im Exil Das Erlebnis des Exils hat auch der deutsche Schriftsteller Bertolt Brecht während der nationalsozialistischen Zeit erlebt. Nach der Machtergreifung des Nationalsozialismus gab es in Deutschland eine strenge Zensur (mit dem Kultur- und Propagandaminister Joseph Goebbels) und jede Form der Kunst oder der Kultur, die dem Regime nicht anpasste, wurde als „ entartete Kunst “ ausgeschaltet und verboten. Deshalb mussten viele Autoren ins Exil fliehen: Die Lebensbedingungen im Exil waren besonders schwierig: Exil bedeutete Trennung, Isolation von der Heimat, von der Sprache, von den Menschen, prekäre finanzielle Lage.
Im Mai 1933 wurden seine Werke von den Nationalsozialisten verbrannt. In Dänemark siedelte er in Svendborg wo er bis 1939 blieb. In der Zeit des dänischen Exils schrieb Brecht wichtige Werke wie Mutter Courage und ihre Kinder (1938), die erste Fassung von Leben des Galilei im Jahr 1939 (an dem Brecht lange Jahre arbeitete und von dem es drei Fassungen gibt), und die Svendborger Gedichte aus dem Jahr 1939: In diesen Gedichten beschäftigte sich Brecht mit den Themen des Exils, des Krieges und der Rolle des Volkes in der Geschichte. Als der Krieg kam, wurde Dänemark wurde von den deutschen Truppen besetzt und Brecht musste nach Schweden und Finnland fliehen. Im Sommer 1941 flog er nach Kalifornien wo er bis 1947 blieb. Die Zeit in den USA war eine schwierige Zeit: seine finanzielle Lage verschlechterte, denn er hatte versucht, mit dem Filmemachen Geld zu verdienen, was ihm nicht gut gelang. Brecht empfand seine Arbeit frustrierend und hasste den kapitalistischen amerikanischen Lebensstil. Außerdem wurde Brecht aufgrund seiner politischen Ideen, die sich in seinen revolutionären Werken widerspiegelten, im Jahr 1947 von der HUAC (House Un-American Activities Committee, d.h. Komitee für unamerikanische Umtriebe) angezeigt. Brecht musste sich im Prozess verteidigen und behauptete, dass er Mitglied in keiner kommunistischen Partei war, was auch die Wahrheit war. In Amerika,
nach der Explosion von Hiroshima, arbeitete Brecht an der zweiten Fassung des Theaterstücks Leben des Galilei (auch Laughton-Fassung genannt, nach dem Schauspieler Charles Laughton), die 1947 in New York ohne Erfolg aufgeführt wurde. Rückkehr nach Berlin Kurz nach dem Krieg kam Brecht nach Deutschland zurück und übersiedelte nach Ostberlin, das unter dem sowjetischen Einfluss war. Hier gründete er das Theater Berliner Ensemble , wo er seine Werke auf die Bühne brachte. Er leitete diese Theatergruppe, die einen großen Erfolg hatte und die seine Thesen des epischen Theater verwirklichte. Brecht starb 1956 in Ost-Berlin.
Hauptmotive seiner Werke Von Anfang an behandelte Brecht die Themen des Schicksals der Unterdrückten und der Ausgebeuteten, der Kritik an der Autorität und die Ablehnung vom Krieg. Er war ein überzeugter Pazifist. Das Studium des Marxismus führte ihn zum Kommunismus, deswegen wurden seine Werke gebrannt. Das Hauptthema, das er in seinen Theaterstücken behandelte, ist die Entfremdung des Menschen in einer Welt, wo Gewalt und Ausbeutung herrschen.
Das Epische Theater Brecht ist der Schöpfer eines revolutionären, antiaristotelischen Theaters, d.h. des epischen Theaters. Das Wort episch ist im Gegensatz zu dramatisch.
Das traditionelle, dramatische Theater nach den Prinzipien von Aristoteles wollte den Zuschauer durch Mitleid, Illusion und Suggestion zur Katharsis führen. Dieses Theater appellierte an die Gefühle und Emotionen des Zuschauers, verursachte seine Einfühlung in den Figuren: dies verfälschte die Wahrnehmung der Wirklichkeit. Im Brechts epischen Theater dagegen soll der Zuschauer nicht mitfühlen und mitleiden, sondern betrachten, denken und verstehen. Brecht will mit diesem Theater die Wirklichkeit wissenschaftlich darstellen , um sie zu verändern. Aus diesem Grund muss sein Theater nicht mehr an die Emotionen appellieren, sondern es muss den Zuschauer aktivieren. An die Stelle der Einfühlung setzt Brecht die Verfremdung. Der Zuschauer darf sich nicht mit den Personen auf der Bühne identifizieren, er muss dagegen das Geschehen auf der Bühne aus kritischer Distanz betrachten. Durch die Verfremdungseffekt kann der Zuschauer eine Distanz zum Stück und zu