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Deklination der bestimmten Artikel.
Der bestimmte Artikel zeigt den Kasus des
Nomens an.
Kasus Maskulinum Femininum Neutrum Plural
Nominativ der Mann die Frau das Kind die
Akkusativ de n die das die
Dativ de m d er de m d en
Genitiv de s d er de s d er
Präpositionen + bestimmter Artikel
In einigen Fällen verschmilzt der bestimmte Artikel mit einer
Präposition.
Akkusativ + Neutrum an + da s = an s
Akkusativ + Neutrum in + da s = in s
Dativ + Neutrum / Maskulinum an + de m = a m
Dativ + Neutrum / Maskulinum bei + de m = bei m
Dativ + Neutrum / Maskulinum in + de m = i m
Dativ + Neutrum / Maskulinum von + de m = vo m
Dativ + Neutrum / Maskulinum zu + de m = zu m
Dativ + Femininum zu + de r = zu r
Deklination der unbestimmten Artikel.
Die unbestimmten Artikel werden wie die Negativartikel und
die Possessivartikel dekliniert (kein/ sein, keine/ meine, ...).
Kasus Maskulinum Femininum Neutrum
Nominativ ein Mann eine Frau ein Kind
Akkusativ einen eine ein
Dativ einem einer einem
Genitiv eines einer eines
Person Verbstamm Endung Beispiele
sehr lange.
ihr wart en - etet
Warum wartetet ihr
stundenlang auf ihn?
sie / Sie antwort en - eten
Die Frauen
antworteten ihnen
nicht.
Die Bildung des Präteritums der "unregelmäßigen und
starken Verben".
Einige Verben, zum Beispiel "haben", "sein", und "werden", werden
sehr häufig benutzt, da sie auch in der gesprochenen Sprache, also
im Perfekt, benutzt werden. Einige davon finden darüber hinaus
auch als Hilfsverb Verwendung. Das Präteritum der folgenden
Verben sollte man unbedingt kennen:
Infinitiv Präteritum
ich
er;
sie;
es
du
wir
sie;
Sie
ihr
sein waren war warst waren wart
haben hatten hatte hattest hatten hattet
werden wurden wurde wurdest wurden wurdet
wissen wussten wusste wusstest wussten wusstet
denken dachten dachte dachtest dachten dachtet
gehen gingen ging gingst gingen gingt
Infinitiv Präteritum
ich
er;
sie;
es
du
wir
sie;
Sie
ihr
fahren fuhren fuhr fuhrst fuhren fuhrt
bringen brachten brachte brachtest brachten brachtet
lassen ließen ließ ließt ließen ließt
Der Imperativ der regelmäßigen Verben Folgende Tabelle zeigt einige Beispiele mit regelmäßigen, trennbaren sowie reflexiven Verben auf: Infinitiv du ihr Sie s. aus|ruhen Ruh dich aus. Ruht euch aus. Ruhen Sie sich aus. gehen Geh nach Haus! Geht nach Haus. Gehen Sie nach Hause! herein|kommen Komm herein. Kommt herein. Kommen Sie herein. lernen Lern Deutsch. Lernt Deutsch. Lernen Sie Deutsch. s. setzen Setz dich. Setzt euch. Setzen Sie sich. trinken Trink deine Milch! Trinkt eure Milch! Trinken Sie Ihr Bier. zu|hören Hör mir zu! Hört mir zu! Hören Sie mir zu! Der Imperativ mit Vokalwechsel Ein Vokalwechsel von e nach " i " oder " ie " in der 2. Person Singular nimmt der Imperativ mit: Infinitiv du ihr Sie essen - i- Iss langsamer! Esst den Fisch! Essen Sie die Suppe. ...|geben - i- Gib mir auch was ab. Gebt das Geld zurück. Geben Sie ihm Recht. ...|lesen - ie- Lies es mir vor. Lest nicht ab. Lesen Sie den Text. ...|sehen - ie- Sieh mal her! Seht mal nach rechts. Sehen Sie ihn gut an.
Dagegen wird ein Vokalwechsel von a nach " ä " nicht mitgenommen:
- Fahr mit.
- Schlaf gut.
- Lauf schneller.
- Sauf nicht so viel! Imperativ mit Stammauslaut - t; - d; sowie - m; - n Bei den Verben mit dem Stammauslaut - t; - d; sowie - m; - n; (Verben wie arbei t en, re d en, at m en, öff n en) wird auch im Imperativ ein " e " beigefügt: Infinitiv du ihr Sie ...|arbeiten Arbeit e weiter. Arbeit et schneller. Arbeiten Sie nicht so viel! ...|atmen Atm e ruhiger! Atm et tief ein. Atmen Sie langsam wieder aus. ...|finden Find e den Schlüssel wieder! Find et Nemo. Finden Sie ihren Namen heraus! heiraten Heirat e ihn nicht. Heirat et! Heiraten Sie bloß nicht! Seitenanfang Ausnahmen Folgende Verben sind irregulär: Infinitiv du ihr Sie sein Sei lieb! Seid auf der Hut! Seien Sie vorsichtig! haben Hab keine Angst. Habt Mitleid. Haben Sie Erbarmen. werden Werde Mitglied. Werdet glücklich. Werden Sie reich.
Kausalsätze Kausalsätze geben einen Grund oder eine Ursache an. Die entsprechenden Fragewörter lauten: Warum; Weshalb; Weswegen; Wieso; Aus welchem Grund. Ein kausaler Nebensatz wird mit der Konjunktion " weil " oder " da " eingeleitet. Hauptsatz + Nebensatz Hauptsatz Nebensatz Warum hast du den Rasen nicht gemäht? Ich konnte den Rasen nicht mähen, weil der Rasenmäher kaputt gegangen ist. Weshalb bist du nicht in die Schule gegangen? denn ich hatte starke Kopfschmerzen Ich bin heute nicht in die Schule gegangen, weil ich starke Kopfschmerzen hatte. Weswegen weint das kleine Mädchen? Es weint, weil es vor dem großen Hund Angst hat. Wieso freut sie sich so? Sie freut sich so, weil sie eine wichtige Prüfung bestanden hat. Aus welchem Grund hat er das Feuer angezündet? Er hat das Feuer angezündet, weil er neugierig gewesen ist.
Nebensatz + Hauptsatz Nebensatz Hauptsatz Da der Rasenmäher kaputt gegangen ist , konnte ich den Rasen nicht mähen. Da ich starke Kopfschmerzen hatte , bin ich heute nicht in die Schule gegangen. Da es vor dem großen Hund Angst hat , weint das kleine Mädchen. Da sie eine wichtige Prüfung bestanden hat , freut sie sich so. Da er neugierig gewesen ist , hat er das Feuer angezündet. Nebensätze, die mit " weil " eingeleitet werden, können ausnahmsweise auch alleine (ohne HS) stehen, wenn die Situation (= W-Frage) deutlich ist. Fragesatz Antwortsatz = Nebensatz Warum gehst du schon ins Bett? Weil ich hundemüde bin Weshalb kommst du nicht mit ins Kino? Weil ich zurzeit pleite bin. (=kein Geld haben) Wieso läuft Gustav ihr immer hinterher? Weil er in sie total verknallt ist. Die Konjunktion " da " ist gleichbedeutend mit "weil". " Da " wird aber häufiger benutzt, wenn der NS vor dem HS steht. Oft ist dabei die Handlung, über die gesprochen wird, bereits bekannt.
- Da das Wetter heute viel schlechter als vorhergesagt ist, grillen wir nicht.
- Da mein Auto kaputt ist, kann ich heute nicht in die Stadt fahren, um Getränke zu kaufen.
- Da ich nächste Woche einen schwierigen Test schreibe, muss ich jetzt sehr viel lernen.
Lucia Darra Seelmann Università degli Studi di Verona Die Konjugation der Modalverben. Alle Modalverben werden in der 1. und 3. Person, Singular wie Plural, gleich konjugiert : Folgende Tabelle zeigt die Konjugation der Modalverben: dürfen können mögen müssen sollen wollen möchten ich darf kann mag muss soll will möchte du darfst kannst magst musst sollst willst möchtest wr/sie/es darf kann mag muss soll will möchte wir dürfen können mögen müssen sollen wollen möchten ihr dürft könnt mögt müsst sollt wollt möchtet Sie/sie dürfen können mögen müssen sollen wollen möchten Das Modalverb " mögen " wird häufiger im Konjunktiv II benutzt und drückt eine besonders höfliche Form aus. Seitenanfang
Das Modalverb "dürfen".
Das Modalverb " dürfen " benutzt man in folgenden Situationen:
- jdm. eine Erlaubnis erteilen
o Das 12-jährige Mädchen darf heute ins Kino gehen.
(Ihre Eltern haben es ihr erlaubt.)
o Der Mitarbeiter darf heute früher nach Hause gehen.
(Sein Chef hat es ihm erlaubt.)
o Der Sohn darf heute länger aufbleiben. (Er fragt seine
Mutter und sie sagt "ja".)
- ein Verbot aussprechen / jdm. etwas verbieten ( dürfen +
Verneinung )
o Im Museum darf man nicht fotografieren. (Der Inhaber
verbietet es.)
o Das Kind darf heute nicht länger aufbleiben. (Die
Mutter verbietet es ihm.)
o Der Mitarbeiter darf heute nicht früher gehen. (Sein
Chef hat es ihm verboten).
- Vermutung (etwas vermuten / etwas glauben) dürfen im
Konjunktiv II.
o Wie alt ist wohl die neue Freundin vom Chef? - Sie
dürfte gerade erst volljährig sein. (Jemand glaubt, dass
seine Freundin noch sehr sehr jung ist.)
o Wie alt ist wohl unser Lehrer? - Er dürfte um die 50
(Jahre alt) sein.
o Wie hoch mag wohl dieser Baum sein? - Er dürfte so um
die 50 Meter hoch sein.
Seitenanfang
Das Modalverb "können"
Das Modalverb " können " benutzt man in folgenden Situationen:
- eine Fähigkeit haben (etwas gelernt haben)
o Ronaldinho kann sehr gut Fußball spielen. (Er hat dafür
auch viel trainiert.)
o Mein vierjähriger Sohn kann schon sehr gut
schwimmen. (Er hat es schon gelernt.)
o Können Sie Auto fahren? - Natürlich, ich habe es in der
Fahrschule gelernt.
o Kannst du Deutsch? - Ja, aber nur ein bisschen, ich lerne
es gerade.
- eine Vermutung ausdrücken (etwas glauben / vermuten)
(dürfen im Konjunktiv II)
o Heute könnte es Regen geben. (Man sieht schwarze
Wolken am Himmel.)
o Am heutigen Spieltag könnte es einige Überraschungen
geben. (Gute Mannschaften verlieren an diesem
Spieltag.)
o Wo ist Papa? - Er könnte entweder im Garten oder in der
Garage sein.
Eine Vermutung mit dem Modalverb könnte im Konjunktiv II. liegt bei einer hohen Wahrscheinlichkeit (vielleicht von 75 %), eine Vermutung mit dem Modalverb können im Konjunktiv II. dagegen nur bei einer geringeren Wahrscheinlichkeit (vielleicht 50 %). Seitenanfang Das Modalverb "mögen". Das Modalverb " mögen " benutzt man in folgenden Situationen:
- eine Ablehnung äußern (mögen + Verneinung, oft ohne zweites Vollverb) o Möchtest du etwas essen? - Nein danke, ich mag nicht (essen). Ich habe keinen Hunger o Den neuen Kollegen mag ich nicht. Ich mag auch nicht mit ihm zusammenarbeiten. o Ich mag keine Popmusik und unseren Lehrer mag ich auch nicht.
- einen Gefallen bekunden (meist ohne zweites Vollverb) o Mein neuer Freund mag Fußball, Bücher lesen und schwimmen gehen.
o Der Gast geht in die Kneipe und mag ein oder auch zwei Bier trinken. o Meine Frau mag die Musik von Herbert Grönemeyer. Volksmusik dagegen mag sie nicht.
- eine Unlust haben / keine Lust haben zu etwas) mögen + Verneinung o Heute mag ich nicht zur Arbeit gehen. Ich habe heute keine Lust zu arbeiten. o Mein Mann hat Probleme. Er mag aber nicht mit mir darüber sprechen. o Meine Tochter mag neuerdings keine Kleider mehr tragen.
- einen Wunsch äußern, eine höfliche Bitte formulieren, mögen im Konjunktiv II o Möchten Sie lieber ein Bier oder einen Wein (trinken)? o Im Urlaub möchte mein Mann in die Berge, aber ich möchte lieber ans Meer. o Ich möchte so gern einmal zum Mond fliegen. Das ist mein größter Wunsch. Seitenanfang
Das Modalverb "müssen".
Das Modalverb " müssen " benutzt man in folgenden Situationen:
o Kinder, ihr müsst etwas essen , damit ihr bei Kräften
bleibt.
o Wenn Sie den Kredit haben wollen, müssen Sie diesen
Vertrag unterschreiben.
o Du musst jetzt gehen , sonst verpasst du noch deinen
Zug.
- einen Auftrag weitergeben
o Sie sollen sofort Ihr Büro anrufen. Das hat Ihre
Sekretärin gesagt.
o Wenn du ihn siehst, sag ihm bitte, dass er mich sofort
anrufen soll.
o Ich soll Herrn Oberbutterzier diesen Brief persönlich
übergeben.
o Ich habe gesagt, du sollst dich jetzt schlafen legen!
o Kinder, ihr sollt jetzt sofort eure Hausaufgaben machen!
o Du sollst jetzt deinen vorlauten Schnabel halten und
still sein.
- ein Gerücht hören / verbreiten
o Man sagt, die Firma Hansen & Co. soll Pleite sein.
o Die Leute erzählen sich, dass Herr Fischer seine Frau
betrügt. Er soll eine Geliebte haben.
o Der neue Freund von Gaby soll sehr viel Geld haben.
- ein Gebot / Gesetz einhalten
o Man soll nicht töten.
o Man soll keine Drogen nehmen.
o Man soll immer die Wahrheit sagen ."
o Diese Beispiele sollen Ihnen helfen , den gebrauch der
Modalverben zu verstehen.
o Die Strafe soll dir eine Lehre sein.
Seitenanfang
Das Modalverb "wollen". Das Modalverb " wollen " benutzt man in folgenden Situationen:
- sich weigern etwas zu machen (wollen + Negation) o Der kleine Bub will nicht in die Schule gehen. o Das Kind will abends einfach nicht ins Bett gehen. o Holger will nicht mehr diese schlecht bezahlte Arbeit machen.
- einen Willen / Wunsch äußern o Georg will nächstes Jahr in Italien Urlaub machen. o Erik will seine Freundin heiraten , aber sie will nicht. o Herr Huschenkreuscher will so schnell wie möglich seinen Job wechseln. Möchten ist eine höfliche Umschreibung von wollen. Mit wollen wird ein unbedingter Wunsch ausgedrückt. Der Tennisspieler will nicht gegen seinen besseren Gegner verlieren. (Deshalb kämpft er bis zum Umfallen gegen die drohende Niederlage und vielleicht gewinnt er auch das Match.) "Mama, ich will ein Eis", ist eine sehr unhöfliche Forderung des Kindes. "Wollen" kann in einem Dialog sehr unhöflich wirken. Besser ist hier die höflichere Variante mit "möchten: "Mama, ich möchte ein Eis."